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Die Zweitliga-Basketballerinnen der HTG klatschen sich beim Einlaufen mit Nachwuchsspielern ab.

Basketball, Hochtaunus

Die Basketballer der HTG haben ein Problem: Sie sind zu erfolgreich

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Homburgs Basketballer haben eine erfolgreiche Saison hinter sich. Von den Frauen ist man das fast schon gewöhnt. Jetzt haben die Männer nachgezogen. Aber wo sollen die Mannschaften in Zukunft spielen?

In der Basketball-Abteilung der HTG Bad Homburg dominiert seit Jahrzehnten die Frauen-Power. Mit den Elangeni Falcons, die in der 2. Bundesliga um Punkte spielen und dem Regionalliga-Team der „Damen II“ sorgen zwei Mannschaften aus dem Feri-Sportpark auch über Hessens Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit.

Ein Schattendasein führten vor diesem Hintergrund jahrelang die Herren. Die 1. Mannschaft hat allerdings die Talsohle durchschritten und ist in der soeben zu Ende gegangenen Saison mit 30 Punkten sowie 1294:1052 Korbpunkten Meister in der Bezirksliga Frankfurt geworden. Damit spielt die Truppe von Trainer Helmut Wolf bald in der Landesliga Süd endlich wieder einmal auf Hessenebene. Die Herren II der HTG hingegen sind in der Kreisliga B mit 8 Punkten Tabellenletzter geworden.

Dass die Landesliga nur Durchgangsstation auf dem Weg weiter nach oben sein könnte, dafür sprechen die vielen Talente im männlichen Bereich, die in den Nachwuchsmannschaften der HTG auf die Körbe werfen. Aushängeschild ist dabei die U16 der Jahrgänge 2003 und 2004, die 2018 Vize-Hessenmeister geworden war und ihr Niveau unlängst mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Landesmeisterschaften bestätigt hat. Im Spiel um Platz drei haben sich die Bad Homburger Jungs um Kapitän Paris Wichterich gegen den TV Hofheim mit 73:66 durchgesetzt. Da Helmut Wolf – ehemaliger Co-Trainer der deutschen Männernationalmannschaft – zusammen mit Damjan Mitrovic und Michael Rhein auch dieses Team betreut, ist eine Durchlässigkeit der Jugendlichen zu den Aktiven auf kurzem Weg gewährleistet.

Im weiblichen Bereich wird das seit Jahren erfolgreich praktiziert. Mit einer Mischung von Jugendspielerinnen der Altersklassen U18 und U16 sowie einigen Routiniers hat die 3. Damen-Mannschaft mit 30 Punkten aus 16 Spielen (und 928:573 Korbpunkten) ebenfalls den Aufstieg aus der Bezirksliga in die Landesliga Süd geschafft. Mit Paula Dippel und Felicitas Fischbach (beide Jahrgang 2003) gehören zwei herausragende Talente zum Kader der „Dritten“, die bereits für den künftigen Kader des Regionalliga-Teams eingeplant sind.

Das Pendant zu den Jungen ist bei den Mädchen die von Markus Muhler und Liz Rhein betreute U14, die bei den Hessenmeisterschaften – wie die U16-Jungs – den dritten Platz belegt hat. Im „kleinen Finale“ konnten sich die Bad Homburgerinnen gegen den TV Hofheim mit 74:49 durchsetzen.

„Wir haben vor allem in den Altersklassen U8 und U10 einen großen Zulauf und werden deshalb für die nächste Saison sicherlich noch mehr Mannschaften melden“, freut sich Vorstandsmitglied Liz Rhein über den nach wie vor anhaltenden Basketball-Boom bei der HTG. Aktuell gehören 337 Spielerinnen und Spieler der Abteilung an, darunter 219 Jungen und Mädchen, die in 14 Nachwuchs-Teams (von der U8 bis U18) aktiv gewesen sind.

14 lizenzierte Trainer

Auf kompetente Betreuung wird bei der HTG von jeher besonders geachtet, und so freut es nicht nur Liz Rhein, dass man 14 lizensierte Trainer für die Übungsstunden mit im Boot hat (zwei mit A-Lizenz, drei mit B-Lizenz, fünf mit C-Lizenz sowie vier mit D-Lizenz). Trainiert wird im Feri-Sportpark sowie in den beiden Sporthallen des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums. Aktuell läuft bei der HTG die Suche nach einem hauptamtlichen Trainer für den weiblichen Bereich, dem auf einer 25-Stunden-Basis eine Anstellung geboten wird.

Mit Gergana Georgieva (Damen II), Nikola Kacperska (Co-Trainerin der männlichen U16), Sasha Polishchuk (weibliche U16), Lejla Jugo (U12) und Emma Rhein (Co-Trainerin der U10) arbeiten übrigens fünf Spielerinnen aus dem Zweitliga-Kader im Übungsleiter-Team. Stichwort Elangeni Falcons, gerade Fünfter in der 2. Bundesliga Nord geworden: „Der große Kern der Mannschaft, die menschlich super zusammengepasst hat, wird zusammenbleiben“, sagt Liz Rhein. Sie hofft auf Unterstützung durch Sponsoren, denn der Spielbetrieb der Damen I laufe streng getrennt vom Budget der Basketball-Abteilung, das von den Mitgliedsbeiträgen gespeist wird.

Die nicht ausreichenden Hallenkapazitäten sind eines der größten Probleme des Abteilungsvorstandes. „Durch den Aufstieg in die Landesliga fällt für die Herren I und die Damen III die KFG-Sporthalle als Heimspielort weg. Wir hoffen auf die neue Sporthalle der Humboldt-Schule, aber da sind nur noch Zeiten von 17 bis 18.30 Uhr frei – und die können wir höchstens unseren Jugendlichen anbieten“, erzählt Liz Rhein. Sie hofft, bis zum Beginn der neuen Saison noch Alternativen zu finden.

Die aktuelle Runde endet für die HTG-Basketballer mit dem Regionalliga-Heimspiel der Damen II am Samstag um 18 Uhr gegen den BC Darmstadt. Sie wird als eine erfolgreiche in die Annalen eingehen.

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