Kam von der Bank und machte ein überzeugendes Spiel mit zwölf Punkten: Verena Wilmes (rechts).
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Kam von der Bank und machte ein überzeugendes Spiel mit zwölf Punkten: Verena Wilmes (rechts).

Rhein-Main Baskets

Baskets machen hinten dicht

  • vonAlexander Wolf
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Mit einem überzeugenden 68:46-Sieg bei der TG Würzburg erhielten die Basketballerinnen der Rhein-Main Baskets ihre Play-off-Hoffnungen in der 2. Bundesliga Süd am Leben.

„Es gibt solche Tage, an denen man am besten im Bett geblieben wäre“, kommentierte Peter Kortmann nicht etwa den 24-Punkte-Sieg gegen den gastgebenden und nicht nur deswegen favorisierten Tabellendritten. Vielmehr versuchte der Übungsleiter der Spielgemeinschaft aus Langen und Hofheim zu erklären, wieso sein Team im „Do-or-die“-Spiel gegen Bad Homburg in der Vorwoche noch so unpassend agiert hatte und mit einer mickrigen Trefferquote den Play-off-Zug beinahe schon hatte abfahren lassen.

Im krassen Gegensatz dazu stand die Top-Leistung am Sonntag, mit der seine Baskets nicht nur die 52:53-Niederlage aus dem Hinspiel wett machten, sondern auch ein deutlichen Zeichen im Rennen um die ersten vier Plätze, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde in die erste Liga berechtigen, setzten. „Der Tagesrhythmus ist in solchen Spielen entscheidend“, fuhr Kortmann fort und führte als passendes Beispiel Anja Stupar an. Die 27-jährige Führungsspielerin aus Bosnien kam im Derby gegen Bad Homburg nur auf vier Punkte, rief in Würzburg aber wieder ihre „normale“ Leistungsfähigkeit ab und trug mit elf Punkten, sieben Rebounds, drei Vorlagen und fünf Balleroberungen einen großen Teil zum sechsten Sieg im siebten Punktspiel des Jahres bei.

Gleich zu Beginn zeigten die Baskets, dass sie anders als gegen Bad Homburg im ersten Viertel voll da waren. Die zwei verwandelten Freiwürfe von Stupar legten den Grundstein, nach den ersten zehn Minuten stand es 17:14. Anna Schlaefcke eröffnete das zweite Viertel mit einem Treffer zum 19:14. Das Zuspiel in dieser Szene lieferte Lyndi Laborn, die sich als Centerin wenig später schon das dritte Foul einhandelte. Gut für das Team der Baskets war es in dieser Phase, dass es den Gastgeberinnen mit ihrer Top-Scorerin Stephanie Kleysen auch so ging.

Nun kam die zweite Garde der Gäste zum Zug. Nadine Ripper traf zum 21:15 (14.) und Monika Wotzlaw erhöhte auf 23:15 (15.). Ein 6:0-Lauf brachte Würzburg innerhalb von zwei Minuten wieder heran. So nahm Trainer Peter Kortmann beim Stand von 23:21 eine wichtige Auszeit. Auf die Neu-Ausrichtung des Trainers folgten dann die „Dietrich-Minuten“ mit Nellis Zwischenspurt zum 27:21. Pia Dietrich legte zum 29:21 nach (18.) und Nelli erhöhte auf 31:21 (19.), ehe Stupar die 33:24-Pausenführung herbeiführte.

Nach dem Seitenwechsel legte Laborn nach Assists von Nelli Dietrich und Ripper zum 37:24 vor. Dann waren es die kleinen schnellen Baskets Pia Dietrich und Verena Wilmes, die auf 43:30 erhöhten. Vor allem Verena Wilmes hatte jetzt ihre starke Phase, legte noch zweimal nach zum 49:38-Zwischenstand vor dem Schlussviertel.

Auch das Finish der Baskets konnte sich sehen lassen. Nach drei Dreiern in Folge von Nelli Dietrich (2) und Verena Wilmes stand es 59:40. Der 68:46-Endstand war so nur noch Formsache. „Wir haben offensiv abgezockt gespielt und mit unserer Defense wieder einmal den Grundstein für diesen Sieg gelegt“, analysierte Peter Kortmann.

Auch wenn es sein Team nicht mehr selbst in der Hand hat, in die Aufstiegsrunde der besten Vier einzuziehen, traut Kortmann seinem Team nach dieser Leistung alles zu. „In den letzten drei Spielen kann alles passieren. Wir rechnen aber wenn überhaupt erst vor dem letzten Spieltag damit. Wenn wir unseren Kram machen, ist sogar Platz zwei am Ende noch drin“.

Rhein-Main Baskets: Pia Dietrich (7 Punkte), Nelli Dietrich (14), Verena Wilmes (12), Lyndi Laborn (12), Anna Schlaefcke (2), Anja Stupar (11), Monika Wotzlaw (7), Nadine Ripper (3), Alica Köhler, Jasmin Weyell.

(awo)

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