Bis zum 15. April werden die Rhein-Main Baskets erst einmal nicht am Ball sein.
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Bis zum 15. April werden die Rhein-Main Baskets erst einmal nicht am Ball sein.

Basketball, 2. Bundesliga Süd

Baskets spielen nicht wieder vor dem 17. April

  • Volker Hofbur
    vonVolker Hofbur
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Frust bei den Damen und ihrem Trainer nach zwei Coronafällen

Hofheim -Die Rhein-Main Baskets werden heute wegen ihrer Quarantäne nicht in der 2. Basketball-Bundesliga Süd beim Tabellenführer Sharks Würzburg antreten. Auch das Spiel gegen den ASC Mainz am Samstag ist abgesagt. "Wir verlieren jedes dieser Spiele wie das gegen Ludwigsburg mit 0:20, dazu bekommen wir je einen Punkt abgezogen", erklärt Trainer Thorsten Schulz.

Seine Mannschaft stand bis zum Corona-Ausbruch vor dem Donnerstag auf dem dritten Platz und ist auf den sechsten Rang zurückgefallen. "Wir hatten stabil den dritten Platz und rutschen jetzt ab", erklärte Trainer Thorsten Schulz, "das ist mehr als unbefriedigend. Wir haben gefragt, ob wir mit einem positiven Test nach fünf Tagen aus der Quarantäne kommen können. Das Gesundheitsamt hat uns gesagt, dass wir uns das Geld sparen können. Dass uns der Verband in dieser Ausnahmesituation aber im Regen stehen lässt, ist einfach schlecht".

So kommt seine Mannschaft erst am Donnerstag, 15. April, aus der Quarantäne. Bereits wenige Tage später steht am Wochenende das nächste Spiel an. Bis auf die Amerikanerin Hanna Whitish hat Schulz nur Amateure. "Wir sind am Überlegen, ob wir nach dem Ende der Quarantäne noch Spiele machen. Wir haben einige Spielerinnen, die beruflich eingebunden sind oder im Studium ihre Klausuren schreiben. Unsere Kapitänin Pia Dietrich hat sich ja wegen der Corona-Problematik erst einmal aus dem Spielbetrieb zurückgezogen", erklärt der Trainer. Ob er diese beruflich und studienbedingt eingebundenen Spielerinnen noch einmal einsetzen wird, will er in einer Online-Konferenz mit allen Spielerinnen klären. "Vielleicht sparen wir es uns, machen mit den erfahrenen Spielerinnen Einzeltraining und treten mit den jungen Spielerinnen bei den ausstehenden Spielen an", erklärt der Baskets-Trainer frustriert, der die Kunst als Trainer sieht: "Wie motiviere ich in dieser Zeit eine Mannschaft, die so bestraft wird?" Da seine Spielerinnen durch die Regelungen des Verbandes einerseits nicht absteigen können und auf der anderen Seite derartig an Boden verlieren, sind die Überlegungen von Schulz sicherlich nachvollziehbar, Prioritäten zu setzen.

Übrigens: Den beiden infizierten Spielerinnen geht es soweit gut. "Der Spielerin, die zuerst positiv getestet worden war, geht es gut. Die andere hat Halsschmerzen, hat aber beim Online-Training bei den Übungen die Zeit gestoppt", kann Schulz zumindest etwas Positives vermelden. vho

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