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Die neuen C-Ligisten spielten schon gegeneinander. Der FSV Steinbach II (in Weiß) und die SG Oberhöchstadt II trennten sich 0:0.

Fußball, Hochtaunus

Beginn zweier Erfolgsstorys

Sowohl der FSV Steinbach als auch die SG Oberhöchstadt sind ab sofort wieder mit einer 2. Mannschaft in der Kreisliga C vertreten. Beide Teams haben sich hohe Ziele gesetzt.

Den Impuls für die neue Reserve des FSV Steinbach hatten Karsten Jädtke und Klaus Weinberg Anfang des Jahres gegeben. Die Jugendtrainer hatten bei einer Handvoll ihrer ehemaligen Schützlinge angefragt, ob nicht Interesse am Senioren-Fußball bestünde. Wie schnell sich die Sache dann entwickelte, kam für die zwei überraschend. „Es war der totale Wahnsinn“, berichtet Weinberg, „jeder von den Jungs hat in seinem Bekanntenkreis nachgefragt und beim ersten Kennenlernkick Mitte März standen bereits 24 Spieler auf der Matte.“ Im April waren es dann 27, jetzt zum Saisonbeginn stehen sogar 30 spielberechtigte Fußballer zur Verfügung. „Und ich befürchte fast, dass die auch alle weiterhin kommen werden“, sagt Weinberg schmunzelnd.

Wie motiviert die neue „Zweite“ ist, zeigte sich in den Antworten eines Fragenkatalogs, den die Trainer an die Spieler verteilt hatten. Dort wurde nach Wünschen und auch Zielen gefragt. Was das Saisonziel für die Spielzeit 2019/20 angeht, so war sich die Mannschaft schnell einig: Der Aufstieg soll es sein. Um diesen möchte auch die neue Reserve der SG Oberhöchstadt mitspielen. „Beim Testspiel gegen den FSV Steinbach II hat man gesehen, dass beide Mannschaften das Potenzial haben, um oben mitzumischen“, meint SGO-Coach Niels Gruben. Auch er hat einen Kader von 30 Mann zur Verfügung. Neben „zwei, drei alten Hasen der SGO“, die das Team führen sollen, ist auch sein Team im Durchschnitt recht jung – und couragiert bei der Sache. Regelmäßig konnte mit 18 bis 20 Spielern trainiert werden, obwohl im Sommer immer mal wieder jemand im Urlaub war.

Das sind traumhafte Bedingungen für den Trainerneuling Gruben, der früher selbst in der Jugend der SGO spielte. Ein zweiter Kreuzbandriss beendete seine aktive Karriere jedoch vorzeitig. „Fußball ist jedoch Leidenschaft, und ganz ohne geht’s eben nicht“, erklärt er. Also zögerte er nicht lange, als man ihm den Trainerposten angeboten hatte.

In den Reihen des FSV Steinbach II gibt es neben Jädtke und Weinberg noch ein paar weitere Trainer. „Als Jugendtrainer haben wir den Jungs schon immer ans Herz gelegt, den Schein selbst schon in jungen Jahren zu machen“, erklärt Weinberg. Sein Sohn Marcel – Spieler der neuen „Zweiten“ – genoss beispielsweise bereits eine Ausbildung zum Übungsleiter, ebenso seine Mitspieler Lukas Wolsztynski und Nils Halling. Alle drei könnten somit für die Reserve spielen und bei einem der Nachwuchsteams den Trainerstab ergänzen. „Wir wollen wieder mehr Vereinszugehörigkeit schaffen“, erklärt Weinberg, „und gleichzeitig haben wir auch den sportlichen Erfolg im Blick. Acht seiner Spieler traue er schon jetzt eine Rolle als Ergänzung der 1. Mannschaft zu.

Auch bei der SG Oberhöchstadt möchte man den jungen Spielern über die 2. Mannschaft wieder mehr Perspektiven im Senioren-Fußball bieten. Ob die Neulinge um den Aufstieg mitspielen, ist vollkommen offen. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte wurde aber schon vor dem Saisonstart sowohl in Steinbach als auch in Oberhöchstadt geschrieben.

ROBIN KUNZE

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