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Bei der Usinger TSG freut man sich über einen "richtigen Glücksgriff"

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Von: Wolfgang Bardong

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Hier trug er noch das Oberliga-Trikot des FV Bad Vilbel: Oleg Huwa, der einzige Winter-Neuzugang der Usinger TSG.
Hier trug er noch das Oberliga-Trikot des FV Bad Vilbel: Oleg Huwa, der einzige Winter-Neuzugang der Usinger TSG. © Christian Klein

Unsere Fußball-Serie über die Gruppenligisten aus dem Hochtaunus beschäftigt sich heute mit dem einzigen Team, das von einem Trainertrio betreut wird. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die UTSG bescheidene Ziele gesteckt.

Was war: In den Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 dürfte sich im Lager der Usinger T SG noch niemand mit künftigen Runden eine Etage tiefer - in der Gruppenliga - ernsthaft befasst haben. Die damaligen Abschlussplatzierungen in der Verbandsliga Süd (8., dann sogar 6.) deuteten eher darauf hin, dass an den Muckenäckern die Blicke nach oben gerichtet werden. Es kam jedoch anders. Die UTSG beendete die Saison 2018/19 auf Abstiegsplatz 14 - es ging in die Gruppenliga hinunter. Dort landeten die Usinger in den beiden Corona-Saisons 2019/20 (4.) und 2020/21 (9.) auf einstelligen Plätzen. Ein solcher soll es nun auch noch in der aktuellen Spielzeit werden. Bis dahin muss das Team des Trainer-Triumvirats Tim Tilger/Pascal Bretschneider/Kai Merkel allerdings noch kräftig strampeln und Gas geben: Nach 20 der insgesamt 36 Spiele zittert die UTSG auf Rang zwölf. Nur fünf Zähler trennen die Usinger vom ersten der insgesamt sechs Abstiegsplätze.

"Dabei hatten wir uns vor Saisonbeginn so viel vorgenommen", sagt Achim Kremsler. Er gehört neben Olaf Best, Clemens Konieczny und Heribert Sachs der vierköpfigen sportlichen Leitung an. So sei im Sommer das erste Tabellendrittel ins Auge gefasst worden. "Das jedoch klappte dann nicht. Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hat nicht so gestimmt", sagt Kremsler in der Retrospektive. Nachdem man sich im September von Trainer Cagakan Kiran getrennt und die Verantwortung in die Hände eines Spielertrios gelegt hatte, ging's wieder bergauf. Was sich im Winter getan hat: Einziger Abgang nach den bisherigen 20 Saisonspielen war mit Do-Jin Hang ein Ergänzungsspieler für Offensivaufgaben, der die Verantwortlichen an den Muckenäckern wegen seiner unzureichenden Trainingsbeteiligung nicht zufrieden stimmte. Der Südkoreaner wurde an den FSC Eschborn abgegeben. Diesem steht mit Oleg Huwa (Spvgg. Griesheim) allerdings auch nur ein einziger Zugang gegenüber - "mehr Verstärkungen mussten wir nicht holen", sagt Kremsler, "unsere Mannschaft sollte in der bisherigen Besetzung stark genug sein, um den Klassenerhalt zu schaffen".

Nichtsdestotrotz hat man mit Sven Hrubesch, Luca Birkenfeld (beide Defensive) und Adrian Veli (Offensive) jetzt noch drei Spieler aus der 2. Mannschaft "hochgezogen". Neben dem Trainertrio der "Ersten" hat auch Rainer Birkenfeld als Coach der Kreisoberliga-1b - ligaunabhängig - bereits für 2022/23 verlängert, Was schon gut klappt: "Der Mannschaftsgeist ist super ausgeprägt", kann Achim Kremsler zufrieden konstatieren. Und in der Offensive läuft es ebenfalls schon sehr beachtlich. 20 Tore in nur vier Vorbereitungsspielen - diese Bilanz kann sich wahrlich sehen lassen. Wo es noch klemmt: In der Defensive muss die Mannschaft noch zulegen. Und das tut sie auch, wie Achim Kremsler zufrieden berichtet. Winter-Zugang Oleg Huwa erweise sich diesbezüglich als "richtiger Glücksgriff", zollt Kremsler dem Spieler mit Hessenliga-Erfahrung (beim FV Bad Vilbel) großes Lob.

Wie es daheim, wie es in der Fremde läuft: In etwa gleichermaßen nur sehr mäßig: Sechs Heimniederlagen stehen sechs "Pleiten" in Auswärtsspielen gegenüber. Zu Hause gab es darüber hinaus drei Siege und ein Remis (bei 16:22 Toren), in der Fremde vier Siege und null Unentschieden (bei 22:24 Treffern). Will heißen: Beide Zwischenbilanzen sind noch deutlich ausbaufähig . . . Wo es heuer noch hingehen soll: Ein Platz im sicheren Mittelfeld wird angestrebt. "Wenn wir tabellarisch nicht mehr nach unten schauen müssen, haben wir alles richtig gemacht", formuliert es Kremsler. Je eher das geschieht, werde man die abstiegsgefährdete "Zweite" (Tabellenvorletzter der KOL) personell unter die Arme greifen. Was die Saison 2022/23 betrifft, will das Gruppenliga-Team die Blicke wieder nach vorne richten.

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