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Nur einmal gab es Grund zum Torjubel für die Spieler des TuS Dietkirchen in Waldgirmes.

Fußball-Hessenliga

Beim TuS Dietkirchen wird der 1. Advent verschoben

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Aller schlechten Dinge sind für den TuS Dietkirchen derzeit sechs – ohne sechs verletzte Stammspieler angetreten, brachten sechs Niederlagen in Folge den so euphorisch gestarteten Aufsteiger mittlerweile in eine sehr prekäre Situation und auf einen satten Abstiegsplatz in der Fußball-Hessenliga. Mit 1:3 (0:2) unterlagen die Reckenforstler beim SC Waldgirmes, haben aber bereits am nächsten Samstag, 14 Uhr, die Chance auf die Revanche im Rückspiel in Dietkirchen. „Der 1. Advent wird verschoben“, machte Dietkirchens Trainer Thorsten Wörsdörfer seiner Enttäuschung Luft. Wieder hatten seine Jungs alles reingelegt, was sie hatten, wieder hatten sie ihre Chancen gehabt, aber auch wieder hatten sie den Gegner zum Toreschießen eingeladen. Ziemlich tödlich, wenn das gleich in der 7. Minute, in der Findungsphase, geschieht. Es war der erste Waldgirmeser Angriff überhaupt. Nach einem Kopfballduell am 16er klärte TuS-Keeper Raphael Laux noch, aber gegen den Nachschuss von Luis Stephan war er machtlos. 0:1 aus Dietkircher Sicht – genau das hatten die Schwarz-Roten vermeiden wollen. Mund abputzen. Weiter. Und das machten sie in der Folge ganz gut. Nach 38 Minuten hätte Moses Nickmann nach schöner Kombination von Max Zuckrigl, Marco Müller und Miguel Granja egalisieren können. Doch nicht der Ausgleich fiel vor der Pause, sondern das 2:0 für den SCW, als bei einem Rückpass auf Raphael Laux ein Pressschlag notwendig geworden war, im Nachsetzen aber Barbaros Koyuncu jubelte. „Da standen wir mit dem Rücken zur Wand“, gibt Thorsten Wörsdörfer in der Nachbetrachtung zu. Nickmann und Hautzel mussten verletzt in der Kabine bleiben. Aber es ging gut richtig wieder los: Als Kevin Kratz’ langer Ball Max Zuckrigl erreichte und der auf den zentral stehenden Marco Müller schob, machte dieser das 1:2 (48.). Hoffnung keimte auf. Die Dietkircher waren jetzt dran, und Waldgirmes wirkte plötzlich verunsichert. Ein mit allen Mitteln abgefangener Konter mündete im Freistoß für die Heim-Elf. Volkan Öztürk scheiterte an Raphael Laux. Kurz darauf aber nahm Öztürk den Ball mit der Hand mit – kein Pfiff – und donnert ihn zum 3:1 in den Winkel. „Das war unser K.o.“, so der TuS-Coach, der sich ebenso wie sein Keeper, der das Handspiel reklamiert hatte, Gelb einfing. Wörsdörfer: „Ich kann meine Jungs doch in einer solchen Situation nicht allein lassen.“ Schlimmer traf es Patrick Schmitt, der sogar Gelb-Rot sah und am Samstag fehlen wird. Drei Punkte muss der TuS ganz einfach vor der Winterpause noch holen, zwei Gelegenheiten gibt es noch. Waldgirmes: Grutza, Schmidt, Cost, Golafra, Öztürk (90. Glasauer), Koyuncu, Schneider, Stephan (50. Dante de Bona), Siegel, Ciraci, Cinemre (82. Alberg) – Dietkirchen: Laux, Nickmann (46. Hölzenbein), N. Schmitt, Hautzel (46. Bergs), Kratz, Müller, Zuckrigl, Stahl, P. Schmitt, Granja, Böcher – SR: Rolbetzki (VfB Marburg) – Tore: 1:0 Luis Stephan (7.), 2:0 Barbaros Koyuncu (45.), 2:1 Marco Müller (48.), 3:1 Volkan Öztürk (61.).

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