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Isabel Gregor steuerte fünf Punkte zum Bad Homburger Kantersieg bei.

Basketball, 2. Bundesliga Süd, Damen

Beim Kantersieg der Bad Homburg Falcons trifft auch ein 14-jähriges Talent

  • vonGerhard Strohmann
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Der Zweitliga-Tabellenführer deklassiert die Saarlouis/Dillingen Diamonds mit 83:39. Allerdings darf der Gegner aus dem Saarland erst seit kurzem wieder trainieren.

Bad Homburg- Nur eine bessere Trainingseinheit war der gestrige 83:39-Kantersieg gegen die Saarlouis/Dillingen Diamonds, durch den die Falcons Bad Homburg weiter ungeschlagen sind und Rang eins in der 2. Basketball-Bundesliga Süd gefestigt haben.

Zur Ehrenrettung der Gäste muss allerdings erwähnt werden, dass sich die Mannschaft von Trainer Rouven Behnke wegen fünf positiv getesteter „Corona-Fälle“ seit Anfang November in Quarantäne befunden hatte und erst in der vergangenen Woche wieder das Training aufnehmen konnte.

Nach vier Minuten stand es bereits 12:1 für die Falcons, nach sieben Minuten schon 21:2 und erst 64 Sekunden vor Ende des ersten Viertels gelang den Saarländerinnen nach zwei Freiwurf-Punkten der erste Korb aus dem Spiel heraus. Maja Ensch traf dabei zum Zwischenstand von 25:4, ehe der erste Abschnitt mit 28:6 endete.

Nach 13 Minuten hatten die Gäste bereits 13 Fouls auf ihrem Konto (HTG nur 5), und so war es keine Überraschung, dass Spielmacherin Gina Gross schon nach 25 Minuten mit fünf Fouls vom Feld musste und die Diamonds damit an Qualität verloren.

Die erste Halbzeit der sehr einseitigen Partie war mit einem spektakulären „Buzzer Beater“ zu Ende gegangen: Laken James versenkte den Ball zeitgleich mit der Sirene von der Mittellinie aus zum 48:21-Pausenstand im Korb.

„Angesichts der Umstände, unter denen die Diamonds angetreten sind, ist dieser Sieg nicht mit normalen Maßstäben zu messen. Das Rückspiel läuft sicherlich unter ganz anderen Voraussetzungen ab“, relativierte Falcons-Coach Jay Brown die 44 Punkte Vorsprung am Ende, „mich hat es sehr gefreut, dass Finja Heubel zu ihrem Debüt in der 2. Bundesliga kam und Ida Bokemeyer ihre ersten Punkte in einem Pflichtspiel für die Falcons erzielt hat.“

Die ebenso wie Finja Heubel erst 14 Jahre alte Ida Bokemeyer erzielte ihren ersten Korb – nach Zuspiel von Laken James – in der ersten Halbzeit zum Stand von 45:18 und ließ den zweiten dann kurz vor Schluss der Begegnung zum 81:39 folgen. Idas sportliche „Fußstapfen“ sind übrigens sehr groß, denn Papa Jan Bokemeyer gehörte zu jener legendären Basketball-Mannschaft der Licher Bären, die 1999 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Seine Mitspieler waren damals unter anderem Stefan Koch und Tyron McCoy.

Mit den beiden Eigengewächsen hat die Zukunft für die Falcons bereits begonnen. Spiele wie die gegen Saarlouis/Dillingen sind ideal, um diese Talente im Team zu integrieren und an das Niveau der 2. Bundesliga heranzuführen. Zur Freude von Mannschaftsführerin Gergana Georgieva, die das 40-minütige Basketballfeuerwerk mit hochgelegtem linken Knie verfolgte. „Geri“ war am Freitag zur Untersuchung in der Orthopädie-Klinik Heidelberg, wird dort am morgigen Dienstag am Meniskus operiert und soll noch vor Weihnachten das gerissene Kreuzband geflickt bekommen.

Falcons Bad Homburg: Kämpf (25/1), James (18/1), Kammer (12/1), Koopmann (7/1), Rhein (7/1), Gregor (5), Bokemeyer (4), Johanns (4), Steinhoff (1), Heubel.

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