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Marc Eichfelder (rechts) gelang zuletzt gegen Unter-Absteinach der Anschlusstreffer für Walldorf. Doch der brachte kurz vor Schluss keine Wende mehr.

Verbandsliga

Beim Tabellenvierten kann es sich für Walldorf weisen, wohin es geht

Verbandsligist Rot-Weiß Walldorf ist am Sonntag in Ober-Roden gefordert.

Samet Demir hat sich, wie befürchtet, einen Nasenbeinbruch zugezogen. Nils Herdt und Dominik Lewis sind weiterhin verletzt. Also muss Rot-Weiß Walldorf nun ohne Strafraumstürmer auskommen. „Da muss ich mir was einfallen lassen“, sagt der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Max Martin. Dass er seine Mannschaft am Sonntag (15 Uhr) in der Offensive anders spielen lassen werde, liege aber weniger am fehlenden Fachpersonal im Sturmzentrum, sondern am Gegner: Gastgeber des Aufsteigers ist Germania Ober-Roden, der in der Abwehr für gewöhnlich mit einer Fünferkette spielt. Diese Formation bringe der Walldorfer Offensive „andere Probleme, aber auch andere Möglichkeiten“, sagt Martin.

Tabellarisch sind die Blau-Schwarzen aus Rödermark, die sich auf dem vierten Rang finden, und die drittplatzierten Rot-Weißen direkte Nachbarn. Nur ein Punkt trennt die Konkurrenten aus der Fußballregion Darmstadt. Martin sieht in diesem Spiel denn auch eine weitere Standortbestimmung für sein Team nach der jüngsten Heimniederlage (1:2 gegen Unter-Abtsteinach). Denn sicher, wo sein Team leistungsmäßig steht, ist sich der Trainer noch nicht. Nach dem Spiel auf dem Germania-Sportplatz an der Frankfurter Straße wisse man mehr. Die Ober-Rodener um Torjäger Mohammed Hakimi (neun Treffer in neun Spielen) hätten sowohl individuelle als auch spieltaktische Klasse. Bei diesem Gegner werde sich zeigen, ob die Walldorfer bei den Spitzenteams dieser Liga bleiben – oder eher im breiten tabellarischen Mittelfeld einzuordnen seien.

Mit der Leistung im Unter-Abtsteinach-Spiel ist Martin trotz der Niederlage nicht unzufrieden. Er gibt zu bedenken, dass seine Mannschaft ab der 40. Minute nur noch zu zehnt war, nach der Gelb-Roten Karte für Dragan Niksic. Eine Schiedsrichterentscheidung, über die sich Martin immer noch aufregt: „Das war ein absoluter Witz.“ Auch die Flut an Gelben Karten – insgesamt zehn – findet Martin ob eines „absolut fairen Spiels“ fragwürdig.

Trotz Unterzahl „waren wir stärker als der Gegner, dem außer lange Bälle nach vorne zu schlagen überhaupt nichts eingefallen ist“, sagt der Trainer. Martin moniert aber, dass sich seine Rot-Weißen zu wenige klare Torchancen erspielten. Auch bei Standardsituationen habe man zu wenig Torgefahr entwickelt. Aber in der Spieleröffnung, in der vergangenen Saison zuweilen eine Schwäche, sei das Team jetzt flexibel. dirk

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