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Berg-und-Tal-Fahrt mit Happy End für HTG

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?Kommt in meine Arme und lasst uns ordentlich feiern?, scheint Melanie Auz (2) ihren HTG-Kolleginnen Julie Teso (14), Anja Beyrich (13) und Christin Guschel (6) nach dem Sieg über den VfL Marburg zuzurufen.
?Kommt in meine Arme und lasst uns ordentlich feiern?, scheint Melanie Auz (2) ihren HTG-Kolleginnen Julie Teso (14), Anja Beyrich (13) und Christin Guschel (6) nach dem Sieg über den VfL Marburg zuzurufen. © Gerhard Strohmann

Sand gehört nun einmal nicht ins Getriebe. Das wissen auch die Volleyballdamen der HTG Bad Homburg – und trennen sich von ihm in ihrem ersten Oberliga-Match nach der Winterpause mit vereinten Kräften.

Aller Anfang ist schwer. Diese Erfahrung mussten am Samstagabend auch die Volleyballdamen der HTG Bad Homburg machen. Wenn sie auch durch einen 3:1 (25:22, 26:28, 25:15, 25:23)-Erfolg über den Tabellenvierten VfL Marburg ihren dritten Platz verteidigen konnten – den Schützlingen von HTG-Trainer Roger Tschenett war in vielen Phasen der Partie deutlich anzumerken, dass ihnen im ersten Spiel nach der „Winterpause“ noch die Automatismen gefehlt hatten.

„Wir hatten durchaus etwas Glück mit unserem Sieg“, räumte Tschenett ein, der quasi direkt aus seinem Skiurlaub in die Sporthalle gekommen war, „am Ende gaben unsere starken Aufschläge und auch die bessere Annahme den Ausschlag, doch leisteten wir uns immer wieder leichte Fehler.“ Nach nur drei Trainingseinheiten und einem Trainingsspiel unter der Woche gegen Regionalligist TG Groß-Karben war noch ein wenig Sand im Homburger Getriebe. Zumal Trainer Tschenett mit Zsuzsanna Bender (verletzt), Anke Limmer (erkrankt) und Sibel Cepe (Urlaub) obendrein noch drei Ausfälle kompensieren musste und prophylaktisch Theresa Vanhöfen sowie Noemi Klein als Ersatz nominiert hatte. Beide kamen aber letztlich nicht zum Einsatz.

Der erste Satz verlief über 2:2, 3:3, 5:6 und 8:7 zunächst total ausgeglichen, ehe sich die HTG-Damen auf 14:8 absetzen konnten. Marburg steckte dies aber weg und kämpfte sich wieder auf 17:16 heran, um dann sogar die HTG mit 18:20 in Rückstand zu versetzen. Kristin Bernius sorgte dann aber mit einer von sieben Punkten gekrönten Aufschlagsrallye für den neuerlichen Umschwung zum 25:22 und der 1:0-Satzführung.

Leichtsinnsfehler prägten das HTG-Spiel im zweiten Durchgang, der Marburg mit 12:10, 14:12 und auch 19:17 im Vorteil sah. Bad Homburg glich zum 23:23 aus und hatte dann beim 25:24 sogar Satzball. Den aber konnte man nicht nutzen, vielmehr angelte sich der VfL den Satz noch mit 28:26.

Beyrich löst den Knoten

Offen auch der Verlauf des dritten Satzes. Aus einem 3:5 machte die HTG ein 6:6 und eine knappe 11:10-Führung. Dann nahm Anja Beyrich beim 17:15 die Sache in die Hand und entschied den Abschnitt mit einer Aufschlagssalve zum 25:15 fast ganz allein. Coach Tschenett: „Immer dann, wenn wir unsere Aufschläge durchbringen konnten, war Marburg chancenlos.“ Der vierte Satz sollte Tschenetts Nerven dann einer besonderen Belastungsprobe unterziehen. Aus einem 7:7 wurde aus HTG-Sicht ein 11:13, und aus einem 13:13 ein 15:16. Und es ging kunterbunt weiter: HTG 19:18 vorne, HTG 20:22 hinten – bis die eingewechselte Franziska Edmaier für vier Punkte am Stück zum 24:22 sorgte.

Den ersten Matchball sollte ihr Team vergeben, den zweiten aber konnte Kapitänin „Nicky“ Moosbrugger zum 25:23- und 3:1-Endstand verwerten. Fazit von Roger Tschenett nach 110 nervenaufreibenden Minuten: „Ein typisches erstes Spiel nach längerer Pause. Am besten gefielen mir Annett Scholl und Christin Guschel als Mittelblockerinnen, die von Julie Teso gut eingesetzt worden sind.“

HTG: Auz, Scholl, Guschel, Teso, Bernius, Moosbrugger, Beyrich, Edmaier, Dabrowska. gg

Das nächste Spiel: FSV Bergshausen – HTG (Sa., 16.00, Sporthalle vor der Söhre).

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