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Nach Meinung des Schiedsrichters war dieses Foul von Tobias Uran (Weyer, links) an Gavin Schneider (Bierstadt) elfmeterreif.

FC Bierstadt lässt den RSV Weyer übelst über die Klinge springen

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Das ging mächtig in die Hose für den RSV Weyer, der im Spitzenduell der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden beim 3:8 gegen Tabellenführer FC Bierstadt kein Land sah.

Nach Meinung des Schiedsrichters war dieses Foul von Tobias Uran (Weyer, links) an Gavin Schneider (Bierstadt) elfmeterreif.

Von Spitzenspiel konnte auf dem Weyer Weilersberg nicht die Rede sein; Spitze war nämlich nur der FC Bierstadt, der den RSV Weyer mächtig über die Klinge springen ließ. Überhaupt spielten alle für Bierstadt: Die Spvgg. Eltville unterlag in Höchst, die SG Oberliederbach bei Hellas Schierstein. Lobeshymnen gibt es diesmal für den SV Elz, der einen 0:2-Rückstand in Niedernhausen dank dreier Treffer von Adrien Born zu einem 3:2-Sieg machte, und für die SG Kirberg/Ohren/Nauheim, die mit 2:0 gegen Meso-Nassau Wiesbaden gewann und auf Tuchfühlung zu den anderen Mannschaften im unteren Tabellendrittel ist. Der RSV Würges ließ in Eddersheim nach 2:0-Führung Federn. Eine Zitterpartie lieferte der SV Rot-Weiß Hadamar 2, der gegen die SG Oberliederbach mit 5:3 führte und sich durch ein Eigentor noch in die Bredouille brachte.

RSV Weyer – FC Bierstadt 3:8 (0:6). So eine Anfangsphase hat der Weilersberg noch nicht erlebt, jedenfalls nicht in die „falsche“ Richtung. Der Tabellenführer überrollte die Grün-Weißen geradezu, jeder Schuss war ein Treffer, während beim RSV nichts, aber auch gar nichts zusammenlief. Nach etwa 20 Minuten hatte man sich etwas gefangen, aber kurz vor dem Wechsel drehte Volkan Zer noch einmal auf und machte das halbe Dutzend voll. Alle Zuschauer waren sich einig, dass man so eine schlechte Halbzeit des RSV noch nicht gesehen hatte. Der viel zitierte „gebrauchte Tag“ setzte sich auch direkt nach dem Wechsel fort, ein simpler Freistoßtrick führte zum 0:7 durch Thomas Vogel. Es ist dem Team hoch anzurechnen, dass es trotz des drohenden Debakels fair weiterspielte und -kämpfte und so dann auch zum vielumjubelten Anschlusstreffer (oder besser Ehrentreffer?) kam. Christian Maus schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe, bevor David Seibel und Andi Petri noch zwei schöne Treffer erzielten. Fazit des RSV-Vorstands: „Zum Glück hat sich bei dem eisigen Ostwind keiner verletzt. Weyer: Hisenay, Uran (58. Roth), T. Sawall, M. Sawall, Haberkorn, L. Seibel, Kolodziejczyk, Schmidt, Schmitz (58. Wecker), D. Seibel, Petri – SR: Schulze (Heuchelheim) – Zuschauer: 80 – Tore: 0:1 Zer (5.), 0:2 Maus (9./FE.), 0:3 Schneider (12.), 0:4 Beck (18.), 0:5 Zer (36.), 0:6 Zer (40.), 0:7 Vogel (50.), 1:7 Schmidt (61.), 1:8 Maus (81.), 2:8 D. Seibel (85.), 3:8 Petri (88.).

SV RW Hadamar 2 – VfB Unterliederbach 5:4 (3:3). Fußball mit all seinen Höhen und Tiefen sahen die Zuschauer im Spiel der beiden unmittelbaren Tabellennachbarn, die zuletzt jeweils fünf Siege in Serie auf ihrem Konto hatten. Hadamar begann furios und führte nach sehenswert herausgespielten Treffern bereits mit 3:0 nach gut 20 Minuten. Die Gäste wussten zunächst gar nicht, wie ihnen geschah. Die Hausherren machten anschließend den Fehler, sich auf dem scheinbar komfortablen Vorsprung auszuruhen. Die Gäste merkten dies, witterten wieder ihre Chance und kamen mit einer Energieleistung zwischen der 41. Minute und der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach teilweise kapitalen Abwehrschnitzern tatsächlich zum 3:3-Ausgleich. Auch nach dem Seitenwechsel fand Hadamar zunächst überhaupt nicht mehr in den Rhythmus. Die Balance zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff war nicht vorhanden, so dass die nach wie vor mit sehr viel Laufarbeit agierenden Unterliederbacher dem Führungstreffer näher waren als die Hausherren. In den letzten 20 Minuten musste der VfB dann seinem hohen Einsatz Tribut zollen. Die Frankfurter Vorstädter ließen merklich nach, und Hadamar bekam wieder Oberwasser. Abwehspieler Ladipo erzielte nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus das 4:3. Als Yuki Noguchi mit seinem dritten Treffer nur eine Minute später auf 5:3 stellte, schien der Heimsieg in trockenen Tüchern. Doch ein Eigentor bei einem Abwehrversuch von Ladipo ließ Spieler und Anhänger des SVH wieder um den Erfolg bangen. Schließlich überstanden die Mannen von Heiko Weidenfeller die Schlussminuten ohne weiteren Schaden und verbuchten so doch noch den zunächst scheinbar ungefährdeten Erfolg für sich. Hadamar: Hasselbach, Alves Trindade, Ladipo, Steinebach, Burggraf (47. Mehmeti), Makana, Gerwalt, S. Neugebauer, Kilic, Noguchi, Schreiner (80. Kern) – Tore: 1:0 Gerwalt (6.), 2:0 Noguchi (15.), 3:0 Noguchi (20.), 3:1 Özdemir (41.), 3:2 Özdemir (43.), 3:3 Asbai (45.+3), 4:3 Ladipo (73.), 5:3 Noguchi (75.), 5:4 Ladipo (86./ET) – SR: Schürer (Wöllstadt) – Zuschauer: 100.

SG Kirberg/Ohren/Nauheim – SC Meso-Nassau Wiesbaden 2:0 (1:0). Die Wiesbadener hatten ihre beste Chance gleich zu Beginn der Begegnung, doch der völlig freistehende Meso-Stürmer Edis Sikiric verzog knapp am langen Eck vorbei. Kirberg/Ohren/Nauheim hatte kurze Zeit später per Kopf nach einer Standardsituation die erste nennenswerte Möglichkeit. Ansonsten war der erste Spielabschnitt relativ ausgeglichen und spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Kurz vor dem Seitenwechsel setzte sich Robin Butzbach nach einem langen Ball in die Tiefe mit Engagement durch und vollendete zur 1:0-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel nahm die SG KON zunehmend das Heft in die Hand. Durch das Übergewicht im Mittelfeld ergaben sich nach und nach mehrere gute Möglichkeiten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Nach einem Konter wollte Nico Mantel den Ball über SCM-Keeper W. Strzelecki heben, der aber außerhalb des Strafraumes mit der Hand abwehrte und anschließend die Rote Karte sah. In Überzahl bediente Recep Yücel seinen zentral mitgelaufenen Sturmpartner Nico Mantel, und dieser markierte den 2:0-Endstand. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein verdienter Heimsieg. Kirberg/Ohren/Nauheim: Y. Großmann, Kraft, Pollak, Pfeiffer, Enderich, Dylong, Reusch, R. Butzbach, Mantel, Scheu, Hummer (Zimmermann, Yücel, Paulus, Stephan) – SR: Werner – Tore: 1:0 Robin Butzbach (44.), 2:0 Nico Mantel (88.) – Zuschauer: 65.

FC Eddersheim 2 – RSV Würges 3:2 (0:1). Der RSV Würges hat sich einmal mehr selbst um den verdienten Lohn gebracht. Alles hatte so gut angefangen. Nicht nur, dass Manuel Meuth seinen RSV verdientermaßen nach einer guten Viertelstunde in Führung gebracht hatte; nein, Manuel Meuth schraubte das Ergebnis sogar auf 2:0 für Würges. Und das, obwohl sein Team Gelb-Rot gesehen hatte, aber nicht dezimiert wurde, weil auch die Eddersheimer eine Rote Karte zu verdauen hatten. Allerdings gab es für die „Roten“ eine weitere Ampelkarte (55.), und die brach ihnen förmlich das Genick. Zu neunt ging der Spielfluss verloren, und die Eddersheimer gaben Gas. Schmutzler machte das 1:2, und Alim Göceks Doppelpack in der letzten Viertelstunde brach dem RSV Würges schließlich das Genick. Wieder waren drei Punkte greifbar nah. Würges: Rock, Becker, Nukovic, Fries, Erwe, Manuel Meuth, Schmick, Maximilian Meuth, Pedraza, Böhmer, Harmouch (Pickhardt, Helling, Reitz, Kazerooni, Morawiec-Zingel) – Tore: 0:1 (16.), 0:2 (53.) beide Manuel Meuth, 1:2 Paul Schmutzler (65.), 2:2 (75.), 3:2 (80.) beide Alim Göcek.

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