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Sie haben ihren Spaß am Online-Training.

SG Heringen/Mensfelden

Mit "Bodyweight-Training" fit für die Runde

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Nichts geht mehr im NNP-Sport-Land. Außer einsamem „Durch-die-Pampa-Joggen“ ist so gut wie nichts möglich. Noch dazu sind die Bodenverhältnisse in der freien Natur derzeit eher grenzwertig. An Kontaktsport ist da natürlich schon gar nicht zu denken. Dennoch sind alle heiß – heiß auf Bewegung, auf Sport, auf Wettkampf und Spiel.

Wie schon im ersten Lockdown im Frühjahr zu sehen war: Not macht erfinderisch. Mit kreativen Ideen boten die Sportler der Seuche die Stirn. Jetzt, im zweiten Lockdown, können viele schon von den Erfahrungen profitieren. Aber es gibt auch zahlreiche neue Ideen.

Beim Fußball-A-Ligisten SG Heringen/Mensfelden setzt man unter anderem auf eine Lauf-App. Wie viel jeder Spieler läuft, lässt sich per Screenshot kontrollieren. Hinzu kommt das gemeinsame Training vor dem PC. Daniel Fonzo war auf die Idee gekommen, die Spieler mit „Bodyweight-Training“ online zu Hause fit zu halten. „Bodyweight“ funktioniert komplett ohne Gewichte und Trainingsgeräte. Es ist eine eigentlich simple Möglichkeit, den eigenen Körper zu formen – überall und jederzeit. Dabei wird auf Hanteln oder andere Sportgeräte komplett verzichtet. Der Widerstand wird einzig durch das eigene Körpergewicht erzeugt.

Und wie funktioniert das „Bodyweight-Training“? „Über ,Microsoft Teams’ verabreden wir uns im Internet“, erklärt Daniel Fonzo, der diese Trainingsmethode über eine Bekannte kennengelernt hat, die in einem Fitnessstudio arbeitet.

„Wenn die Kamera läuft, beginnt das Training“, erzählt Daniel Fonzo weiter. „Wir absolvieren jeweils sechs verschiedene Übungen, jede einzelne dauert etwa 45 Sekunden. Das Ganze wiederholen wir sechsmal. Das genügt auch vollkommen.“ Der Schweiß fließt, die Muskeln sind gefordert, die konditionellen und koordinativen Grundlagen für eine Rückkehr in den Spielbetrieb sind gelegt. Und noch dazu wird der Teamgeist gefördert, der Zusammenhalt gestärkt. „Im Kern sind zehn, zwölf Spieler mit an Bord“, freut sich Daniel Fonzo. Bei einigen trainieren die Lebenspartner mit, bei anderen die Kinder. Quer durch alle Altersklassen haben die Sportler aus dem TSV Heringen und dem TuS Mensfelden ihren Spaß. Trainer Sascha Merfels sollte mit dem derzeitigen Fitnesszustand seiner Spieler jedenfalls zufrieden sein.

Doch nicht nur die Spieler des A- und B-Liga-Teams der SG Heringen/Mensfelden haben „Blut geleckt“, in Kürze sollen auch die A- und B-Junioren der JSG Hünfelden miteingebunden werden. So schafft man ein tolles Gemeinschaftsgefühl im Verein.

Die Grundlagen für den möglichen Restart im Hessischen Fußball-Verband sind bei der SG Heringen/Mensfelden demnach gelegt. „Wir müssen dann eigentlich nur noch ins Spielerische reinkommen“, sagt Daniel Fonzo. Das sollte doch alles kein Problem sein . . .

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