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Breckenheim Wallau und Münster hoffen

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Von: Volker Hofbur

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Komplett freigespielt: Klaudio Hranjec kommt frei vor dem Petterweiler Tor zum Abschluss. FOTO: alix nickel
Komplett freigespielt: Klaudio Hranjec kommt frei vor dem Petterweiler Tor zum Abschluss. FOTO: alix nickel © Alix Nickel

Keine definitive Auskunft vom Verband - Münster trotzt Corona-Ausfällen

Main-Taunus -In der Abstiegsrunde der Handball-Oberliga herrscht allgemeine Verunsicherung. Eigentlich hatten die Verantwortlichen der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim gedacht, dass sie nach dem überzeugenden 36:26-Erfolg gegen die HSG Wettenberg den Klassenverbleib sicher hätten. Einen Tag später kamen Zweifel auf, wenn es zu einem Dreier-Vergleich zwischen Groß-Umstadt/Habitzheim, Breckenheim Wallau/Massenheim und Münster kommen würde. "Ich habe versucht, beim Klassenleiter eine Auskunft zu bekommen. Er sagte mir, dass er keine Lust hätte, es mir auch noch vorzurechnen. Wir sollten spielen, dann würde eine Entscheidung fallen", berichtete der konsternierte Sportliche Leiter Mathias Beer. Vorher war ihm gesagt worden, dass es einen direkten Vergleich zwischen Breckenheim Wallau/Massenheim und Umstadt/Habitzheim nicht geben kann, weil die Mannschaften nur ein Mal gegeneinander gespielt hatten. Das Rückspiel war trotz mehrfacher Ansetzung immer wieder der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

Auch die TSG Münster darf noch auf den Nichtabstieg hoffen, hat die Mannschaft doch trotz sieben Coronafällen in den Tagen vor dem Spiel den Tabellenführer TV Petterweil mit 30:22 bezwungen. Allerdings muss das Team von Spielertrainer Daniel Wernig darauf hoffen, dass die MSG Umstadt/Habitzheim ihr letztes Spiel bei der SG Bruchköbel verliert. Mit dem besseren direkten Vergleich könnte Münster den Konkurrenten hinter sich lassen.

TSG Münster - TV Petterweil 30:22 (15:14). Daniel Wernig war positiv überrascht von der Leistung seiner Mannschaft, die in dieser Konstellation wohl kaum noch zusammenspielen wird: "Am Freitag sind sieben meiner Spieler positiv getestet worden, darunter alle Kreisläufer. Das ist unfassbar. Ich bin sehr stolz, was die Jungs gezeigt haben. Es zeichnet den Verein aus, dass wir trotzdem 14 Spieler stellen konnten, auch wenn einige noch gar nicht mit uns trainiert hatten." Linus Marxer und Simeon Jökel lösten ihre Aufgabe am Kreis und in der Abwehr richtig gut. "Das muss uns Aufwind geben. Jetzt müssen wir im letzten Spiel in Wettenberg nachlegen", erklärte Wernig. Seine Mannschaft wollte die Qualität von Patrick Weber ins Spiel bringen und überraschte den Gast mit einer doppelten Manndeckung gegen die Rückraumspieler zu Beginn. "Wir haben alle möglichen Abwehrvarianten gespielt, um Petterweil immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen", berichtete der Münsterer Spielertrainer, der verdeutlichte: "Wir haben sicher auch davon profitiert, dass Petterweil den Klassenverbleib bereits sicher hat. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren können".

Nach einer guten ersten Halbzeit hatten die Gastgeber einen schwachen Start nach der Pause: "Wir hatten keinen Zugriff mehr in Angriff und Abwehr", musste Wernig erkennen, "das hatte sich schon vorher in zwei, drei Spielen angedeutet. Wir sind dann in der Abwehr wieder auf eine versetzte 5:1-Formation gegangen. Das hat uns geholfen". Und wie! Nach dem 16:19-Rückstand (35.) ließ seine Mannschaft in den verbleibenden 25 Minuten nur drei Gegentreffer zu und ließ 13 Minuten bis zum 23:19 (48.) kein Tor zu. "Ich bin stolz, dass die Jungs das so umgesetzt haben. Wir hatten Ballgewinne und kamen in die erste und zweite Welle. So haben wir ihnen den Zahn gezogen und unseren Vorsprung nicht mehr hergegeben", freute sich Wernig, der nun hofft, genauso in Wettenberg aufzutreten.

Münster: Thomas Bolling, Moritz Rausch; Patrick Weber 13/1, Daniel Wernig 4/1, Klaudio Hranjec, Tom Gerntke je 3, Linus Marxer 2, Felix Ikenmeyer, Sebastian Jacobi, Raffael Lodders, Jan Niklas Müller, Jan Fegert je 1, Mario Gonzalez Borja, Simeon Jökel.

HSG Breckenheim Wallau/Massenheim - HSG Wettenberg 36:26 (20:13). "Das war ein richtig gutes Spiel von uns", war der Sportliche Leiter Mathias Beer zufrieden. Die 350 Zuschauer trieben die Gastgeber schon in der ersten Hälfte zu einem klaren Erfolg. "Wir waren hinten nicht überragend, aber im Angriff sehr konzentriert und haben einen schönen Ball gespielt", berichtete Beer von einem guten Zusammenspiel seiner Rückraumspieler mit den Kreisläufern, "der Marc Teuner hat auf der zentralen Rückraumposition ein richtig gutes Spiel gemacht. Auch Eric Schaeffter hat es sehr gut im linken Rückraum gemacht und sich nur die Würfe genommen, die er sich nehmen konnte". Nach einem ausgeglichenen Beginn hatte sich die Mannschaft von Trainer Gilles Lorenz auf 11:7 abgesetzt (17.). Petterweil kam noch einmal auf 10:12 heran (20.), danach setzten sich die Gastgeber kontinuierlich bis zum Pausenstand von 20:13 ab. "Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren können. Allerdings muss ich auch sagen, dass wir nichts in der Oberliga verloren hätten, wenn wir dieses Spiel verlieren", resümierte Mathias Beer, "aber wir haben ein gutes Spiel als Mannschaft gemacht. Es ist kein Spieler abgefallen". Nun muss die HSG am Samstag beim TV Petterweil noch einmal alles mobilisieren, um ganz sicher in der Oberliga zu bleiben. Es sei denn, der Verein bekommt doch noch eine Auskunft, mit der es sich umgehen lässt.

Breckenheim Wallau: Dennis Quandt, Niklas Eul; Marc Teuner 10/3, Eric Schaeffter, Timo Treber, Henri Gottron je 5, David Buckel, Arne Walter je 4, André Avemann 2, Philip Botzenhardt 1, Paul Kaufmann, Luca Crecelius, Timo Mrowietz, Yannick Mrowietz. vho

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