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Breckenheim/Wallau und Münster müssen zittern

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Von: Volker Hofbur

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Da war guter Rat teuer. Auch nach den Auszeiten schafften die Handballer der TSG Münster die Wende nicht mehr. Foto: TSG Münster
Da war guter Rat teuer. Auch nach den Auszeiten schafften die Handballer der TSG Münster die Wende nicht mehr. Foto: TSG Münster © TSG Münster

Heimische Teams verlieren in Bruchköbel und Großenlüder

Main-Taunus -Für die heimischen Handball-Oberligisten TSG Münster und HSG Breckenheim Wallau/Massenheim gab es in ihren drittletzten Partien der Abstiegsrunde Rückschläge. Die TSG Münster verlor beim Absteiger HSG Großenlüder/Hainzell mit 25:32 (13:16) und braucht die Schützenhilfe der Mitkonkurrenten an den letzten Spieltagen, um noch auf den dritten Platz klettern zu können. Die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim musste sich ebenfalls deutlich mit 21:27 (10:13) bei der SG Bruchköbel geschlagen geben, hat den Klassenverbleib aber noch in eigener Hand. Allerdings sind mit der SG Bruchköbel und der HSG Wettenberg wieder zwei Mannschaften herangerückt, die sich auch wieder Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen können, wenn sie die beiden abschließenden Partien gewinnen würden.

HSG Großenlüder/Hainzell - TSG Münster 32:25 (16:13). Spielertrainer Daniel Wernig war angesichts der Niederlage beim fest stehenden Absteiger sehr enttäuscht. "Ich muss als Trainer die Verantwortung übernehmen, warum wir es nicht geschafft haben, besser in dieses Spiel zu kommen. Ich will nicht verstehen, warum wir in der Abwehr wie gelähmt waren und in jeder Formation, die wir versucht haben, keinen Zugriff auf den Gegner bekommen haben. Dazu kamen die Probleme der Münsterer ohne Harz", berichtete Wernig, "es sind schwere Zeiten für uns. Es ist bei den anderen Spielen alles bisher so gelaufen, wie wir es uns erhofft worden. Mit unserer Niederlage wird es nun zu einem Rechenspiel. Mit einem Sieg hätten wir es selbst in der Hand gehabt, nun müssen wir die beiden ausstehenden Spiele gegen den TV Petterweil und bei der HSG Wettenberg definitiv gewinnen".

Dabei kam seine Mannschaft mit einer 5:2-Führung gut in die Partie (6.). Nach zwölf Minuten lagen die Gäste immer noch mit 7:5 vorne, hatten aber schon bis dahin zwei Siebenmeter und drei Tempogegenstöße nicht genutzt. Damit bauten sie den Gegner auf, der anschließend bis auf 11:8 (21.) und 15:10 (25.) davonzog. "Wir waren in der Abwehr nicht bereit, dagegenzuhalten", erklärte der Spielertrainer, der sah, wie seine Mannschaft bis zur Pause auf 13:16 herankam und so ihre Chance wahrte. Anschließend hatten die Gäste beim Stand von 15:16 die Chance zum Ausgleich (32.), ehe sich Großenlüder/Hainzell wieder auf 21:17 absetzte. "Wir kamen in dieses Spiel nicht herein. Großenlüder wirkte als Absteiger agiler, wir wirkten dagegen gelähmt und auch beeindruckt vom Auftreten des Gegners und haben es nicht geschafft, dagegenzuhalten". Nach dem 20:23 (49.) kassierten die Münsterer drei Tore in Folge und waren chancenlos. "Für mich ist es einer der bittersten Momente meiner Karriere", so Wernig, "ich werde die Jungs wieder aufrichten. Es geht weiter".

Münster: Thomas Bolling, Sven Müller; Patrick Weber 10/6, Klaudio Hranjec 5, Sebastian Frieman, Jan Fegert, Björn Heller je 2, Daniel Wernig, Sebastian Jacobi, Tim Klotz, Julian Schuster je 1, Tim Kunz, Tom Gerntke.

SG Bruchköbel - HSG Breckenheim Wallau/Massenheim 27:21 (13:10). "Danke, Großenlüder", lautete der lapidare Kommentar des Sportlichen Leiters Mathias Beer, "sonst wären wir ganz mit hereingerutscht. So haben wir es weiterhin in eigener Hand". Beer musste mit ansehen, wie seiner Mannschaft von den Gastgebern der Zahn gezogen wurde: "Das haben sie mit ihrer aggressiven sowie harten Abwehr und ihrem guten Torhüter geschafft. Das war von ihnen eine sehr couragierte Leistung, wie sie sie schon in Münster gezeigt hatten." Seine Mannschaft musste auf die Mrowietz-Brüder verzichten, zudem fiel zu Beginn der zweiten Halbzeit auch noch Paul Kaufmann aus, der über Knieprobleme klagte. "Wir sind im Angriff nicht ins Spiel gekommen", musste Beer erkennen, "wir haben den Ball zu langsam laufenlassen und kamen oft auch in keine guten Wurfpositionen. Dazu hatten unsere besten Schützen keinen guten Tag". In der Abwehr standen die Gäste noch ganz gut. "Es war eine verdiente Niederlage, wir sind aber nie mehr herangekommen und hatten keinen Zugriff auf das Spiel, weil wir wie in Wettenberg viele Totalausfälle hatten. Wir hätten es ausklingen lassen können, aber haben es noch in eigener Hand. Aber nicht mit dieser Leistung", resümierte Beer.

Breckenheim Wallau: Dennis Quandt, Niklas Eul; Paul Kaufmann, Eric Schaeffter je 4, Henri Gottron 3, David Buckel, Timo Treber, Arne Walter je 2, Philip Botzenhardt 2/1, Marc Teuner 1, Fabian Luft 1/1, Luca Crecelius, Antonio Bogdanic, André Avemann. vho

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