Er wartet noch auf sein erstes Tor im Hadamarer Dress: Neuzugang Filip Pandza (vorne, links) - im Kopfballduell mit Walldorfs Julian Ludwig - würde liebend gerne heute Abend gegen den VfB Ginsheim "zuschlagen".

Fußball-Hessenliga

Brutale Offensive rollt auf Hadamar zu

In der Fußball-Hessenliga steht der SV Rot-Weiß Hadamar vor einer ganz schwierigen Aufgabe. Die Hadamarer treffen bereits am Freitagabend, 20 Uhr, auf den VfB Ginsheim. 

VON PATRICK JAHN

Der Blick auf die Tabelle der Fußball-Hessenliga lässt sich auch aus Sicht des SV Rot-Weiß Hadamar wieder deutlich besser ertragen. Nach nunmehr vier Spielen ohne Niederlage hat sich die Elf von Trainer Stefan Kühne auf den siebten Tabellenplatz gemausert. Am vergangenen Wochenende kamen die Fürstenstädter zu einem 2:0-Arbeitssieg beim SV Neuhof, der der Mannschaft sichtlich gut getan hat. Dennoch scheut der Coach den Blick auf das Gesamtklassement: "Noch schaue ich mir die Tabelle nicht an, weil ich weiß, dass sie mir noch nicht passen würde. Dennoch ist es schön, dass wir die letzten Spiele positiv bestritten haben, schließlich betreiben die Jungs einen großen Aufwand."

Wichtig wird es sein, die aktuelle Form in die nächsten Wochen zu transportieren, schließlich heißen die Gegner VfB Ginsheim (4.), Eintracht Stadtallendorf (3.) und KSV Hessen Kassel (8.). Vor allem aber wird es der heutige Gegner aus der Mainspitze in sich haben. Ginsheim stellt nach acht Partien mit wahnsinnigen 28 Treffern - das bedeutet einen Schnitt pro Spiel von 3,5 Toren - die beste Offensive der Liga und hat mit Can Özer (11 Tore) und Nils Fischer (6) echte Torjäger in seinen Reihen. Fakten, die auch Stefan Kühne großen Respekt abverlangen: "Der VfB ist eine absolute Top-Five-Mannschaft mit einer brutalen Offensive. Da wird Schwerstarbeit auf uns zukommen. Dennoch sage ich ganz klar, dass auch unsere Offensive nicht zu verachten ist." Angesichts von 20 erzielten Treffern hat der Übungsleiter damit absolut Recht. Der VfB - sicherlich etwas überraschend so weit vorne - ist, genau wie Hadamar, seit vier Partien unbesiegt und steht nicht umsonst auf Rang vier.

Worauf wird es ankommen, um möglichst drei Punkt zu holen? Stefan Kühne weiß es: "Wir müssen kompakt verteidigen und bei Ballgewinn blitzartig umschalten. Wenn wir an den Auftritt von Neuhof anknüpfen, 90 Minuten konzentriert sind und genau wie letzte Woche Willen und Leidenschaft zeigen, müssen sie uns erst einmal schlagen." Dabei kann Kühne auf nahezu den gleichen Kader wie vom letzten Sonntag bauen. Christian Jindra ist noch verletzt, Florian Kröner privat bedingt nicht dabei.

Mit einem weiteren Erfolgserlebnis heute Abend könnte der schlechte Saisonstart langsam, aber sicher, ad acta gelegt werden. Die Mannschaft wirkt mittlerweile eingespielter und gefestigter, auch wenn Stefan Kühne nach zweieinhalb Monaten Amtszeit auch weiß, "dass es noch Dinge gibt, die besser funktionieren müssen". Ab 20 Uhr können die Fürstenstädter Taten folgen lassen.

Freitag:

KSV Baunatal - FSV Fernwald 19.30

FV Bad Vilbel - Viktoria Griesheim 19.30

SV RW Hadamar - VfB Ginsheim 20.00 (Hadamar, Faulbacher Straße) 

Samstag:

Hessen Kassel - TuS Dietkirchen 14.00

Türk Gü. Friedberg - Rot-Weiß Walldorf 15.00

Eintr. Stadtallendorf - SV Neuhof 15.00

FC Hanau 93 - FC Eddersheim 15.00

SC Waldgirmes - SGB Fulda-Lehnerz 16.30

Hessen Dreieich - SV Steinbach 18.00

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