+
Auch der Nachwuchs der Hadamarer kann sich sehen lassen: Die E-Junioren sind Gruppensieger in der Kreisklasse.

SV Rot-Weiß Hadamar

Bühne frei für Chefcoach Stefan Kühne

  • schließen

Er kommt vom SV Wehen Wiesbaden und wird am Montagabend erstmals die Fußball-Hessenliga-Spieler des SV Rot-Weiß Hadamar für das erste Training um sich versammeln: Stefan Kühne. Wir haben nachgefragt, wie der neue Cheftrainer „tickt“.

Er ist jung, dynamisch, und er hat Ziele: Stefan Kühne, neuer Cheftrainer beim Fußball-Hessenligisten SV Rot-Weiß Hadamar trifft jetzt erstmals auf seine neue Mannschaft. Der 38-Jährige tritt die Nachfolge von Torsten Kierdorf an, der sich vor wenigen Wochen im Zorn von den Hadamarern getrennt, aber immensen Erfolg vorzuweisen hatte. Rang vier in der Abschlusstabelle. Bürde oder Motivation für den „Neuen“? „Das war schon gut, wie Torsten Kierdorf das in den letzten eineinhalb Jahren gemacht hat, da kann man nur gratulieren“, sagt Stefan Kühne frei heraus. „Aber ich möchte hier mein eigenes Spiel aufziehen, und dann mal schauen, was herauskommt.“ 

Viele Jahre Seniorenfußball-Erfahrung bringt der Wiesbadener mit. Der Ex-Profi des FSV Mainz 05, Holstein Kiel, Carl Zeiss Jena, Rot-Weiß Essen und Preußen Münster hatte in Essen erstmals als Co.-Trainer fungiert, coachte zuletzt die erfolgreiche U19 des SV Wehen Wiesbaden, die Vizemeister in der Hessenliga wurde. Mit dem SV Rot-Weiß Hadamar übernimmt er erstmals ein Senioren-Team als Cheftrainer. Unmögliches sieht er jedenfalls nicht auf sich zukommen. „Ich bin noch jung, ich spreche die Sprache der Spieler“, sagt Stefan Kühne. „Ich sehe mich eigentlich eher als Helfer für meine Jungs in der einen oder anderen Situation.“ Und er schiebt gleich nach: „Natürlich bin ich kein Messias.“ 

Nach den Streitigkeiten und dem abrupten Ende der Ära Kierdorf hatten die Verantwortlichen um Präsident Rainer Druck den Deal mit Stefan Kühne ratzfatz abgewickelt. „Eigentlich wollte ich ein halbes Jahr Pause machen und meinen eigentlichen Job als Speditionskaufmann intensivieren. Außerdem habe ich zwei kleine Kinder“, erzählt Stefan Kühne. „Aber als mich die Hadamarer angesprochen haben, musste ich nicht lange überlegen. Das ist für mich eine schöne Herausforderung.“ 

Und auf welche Weise will er diese angehen? Was ist seine Spiel-Philosophie? „Ich bevorzuge schon eine Art Ballbesitzfußball, aber ich möchte auch die Fertigkeiten nach vorne sehen, wie Schnelligkeit und Athletik. So wird heutzutage modern gespielt. Eben so, wie es mir mein Lehrmeister beigebracht hat und derzeit zelebriert.“ Und wer ist dieser Lehrmeister? „Jürgen Klopp, er war damals mein Trainer in meiner Zeit beim FSV Mainz 05“, schwärmt Stefan Kühne. Man kann eben nur von den Besten lernen . . . 

Kühnes Saisonziele sind weder „Klassenerhalt“ noch „Top 3“ oder ähnlich. Nein, er „will möglichst jede Partie gewinnen, eine gute Rolle in der Hessenliga spielen“. Seine Spieler will er zunächst einmal kennenlernen und sehen, was geht. „Natürlich ist es das vornehmliche Ziel, die bislang sechs Neuzugänge möglichst schnell ins Team zu integrieren und die Lücken, die durch den Weggang einiger etablierter Spieler entstanden sind, rasch zu schließen.“ 

Das Feld ist also bestellt beim SV Rot-Weiß Hadamar. Fünf Wochen hat der A-Lizenz-Inhaber Stefan Kühne nun Zeit, aus einer schlagkräftigen Truppe eine harmonierende Mannschaft zu formen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare