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10.09.2015, Fussball, Gruppenliga, Usinger TSG - FC Neu-Anspach. Trainer Leo Caic (UTSG). Foto: Heiko Rhode, Bad Homburg. ***WWW.FOTO-RHODE.DE*** FON 0172-6703266

Fußball, Gruppenliga

Leo Caic trainiert den FC Oberstedten

Bei der Trainersuche wollte die Vereinsführung des Fußball-Gruppenligisten FC Oberstedten nichts überstürzen. Knapp sechs Wochen nach der Trennung des langjährigen Übungsleiters Artur Rissling steht dessen Nachfolger nun aber fest: Leo Caic wird den Gruppenligisten ab dem morgigen Dienstag übernehmen.

Bei der Trainersuche wollte die Vereinsführung des Fußball-Gruppenligisten FC Oberstedten nichts überstürzen. Knapp sechs Wochen nach der Trennung des langjährigen Übungsleiters Artur Rissling steht dessen Nachfolger nun aber fest: Leo Caic wird den Gruppenligisten ab dem morgigen Dienstag übernehmen.

Mit dieser Verpflichtung sorgen die Verantwortlichen des FCO durchaus für eine Überraschung, denn Caic hatte wohl kaum ein Beobachter auf dem Zettel. Das hat freilich nichts mit dessen fachlichen Qualitäten zu tun, die er im Hochtaunuskreis bereits bei der Usinger TSG zweifelsfrei unter Beweis stellte, sondern viel mehr mit Caics Verfügbarkeit. Zuletzt stand er in der Nachwuchsabteilung der Kickers Offenbach unter Vertrag.

Als Oberstedtens Manager Rüdiger Rau den Tipp bekam, dass dieses Engagement keine Gültigkeit mehr besaß, da machte er Nägel mit Köpfen. „Ich habe einfach zum Telefonhörer gegriffen und Leo Caic angerufen“, berichtet Rau. Danach habe man sich zu einem Gespräch getroffen. Nach dem knapp einstündigen und sehr konstruktiven Austausch waren sich beide Seiten einig. Der Ex-Profi (von Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98) übernimmt die Mannschaft zunächst bis zur Winterpause. Danach wollen beide Seiten die Situation neu eruieren.

„Ich habe ihm aber schon erklärt, dass wir so etwas wie der SC Freiburg der Gruppenliga sind“, berichtet Rau schmunzelnd. Will heißen: Im Vergleich zu Caics ehemaligen Verein Usinger TSG, wo unter seiner Regie der Aufstieg in die Verbandsliga gelang, sind die Mittel beim FCO begrenzt. Kompensiert werden sollen die wirtschaftlich limitierten Möglichkeiten über Leidenschaft und Zusammenhalt auf dem Spielfeld. Dass diese Formel aufgeht, zeigte sich zumindest mit leichten Abstrichen am Freitagabend, als der FCO beim SC Dortelweil ein 2:2 erkämpfte.

Unter der Leitung von Lars Arr-You, der das Team gemeinsam mit Christian Roth in den letzten Wochen interimsweise trainiert hatte, lagen die Gäste zur Pause sogar mit 2:1 in Führung. Den ersten Stich machte zwar Andrei Dogot (15.) für Dortelweil, doch Nouri Jegham drehte die Partie mit einem Doppelpack. Erst traf der Edeltechniker aus rund 30 Metern zum 1:1 (18.), dann düpierte er bei einem Solo gleich zwei Gegenspieler und erzielte das 2:1 (35.) für den FCO. Erst in der Schlussphase konnte Oliver Steffen zum 2:2 (82.) ausgleichen.

Anschließend musste Jeghan (84. Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel) und dann Marvin Klempin (90.+6 Rot, grobes Foulspiel) vom Feld. „Nouri ist beileibe kein Kind von Traurigkeit, aber die Gelb-Rote war ein Witz“, sagte Rau, „und auch die Rote gegen Marvin war nicht berechtigt.“ Seinem Unmut verschaffte der Manager schon am Spielfeldrand Ausdruck und wurde von Schiedsrichter Ole Sicker des Innenraums verwiesen.

„Normalerweise hätte ich mich nicht so aufgeregt“, sagt Rau, „wenn ich aber sehe, dass sich meine Jungs voll reinhängen und gleichzeitig so benachteiligt werden, dann werde ich laut.“ Ganz so wie es auch Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, in der Bundesliga handhabt.

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