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Steinbachs Christian Dänner (r.) befindet sich im Anflug zu einem seiner 13 Tore, Giuseppe Pagano schaut hinterher.

Christian Dänner führt Steinbach zum Derbysieg in Ober-Eschbach

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Der Dreier-HSG aus dem Taunus gelingt im Abstiegskampf der Handball-Bezirksoberliga ein wichtiger 28:27-Sieg. Oberursel und Sulzbach präsentieren sich in Torlaune.

Hochtaunus -Wie das im Abstiegskampf oft so ist, entscheidet sich ein Spiel erst im letzten Angriff. Das spielerische Niveau der Mannschaften ist dürftig, die kämpferische Leistung umso besser, gejubelt wird aber fast immer nur auf einer Seite. In der Albin-Göhring-Halle reckten am Samstagabend die Handballer der HSG Steinbach/Kronberg/Glashüttendie Arme in die Höhe und ballten ihre Fäuste, als Torwart Salvatore Salamone den letzten Wurf der TSG Ober-Eschbachvon Rechtsaußen pariert und den 28:27-Auswärtssieg gesichert hatte. Mit ihm hat der Tabellenvorletzte der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt zum direkten Hochtaunus-Konkurrenten nach Punkten aufgeschlossen.

Mehrere Gründe machte HSG-Coach Jens Petry für den Coup im Derby aus: die überragende Vorstellung von Linksaußen Christian Dänner, der mit 13 Toren - alle zehn davon im ersten Abschnitt - nicht zu bremsen war. Die Umstellung auf eine 5:1-Deckung nach 20 Minuten. Und die "brutale mentale Stärke" seines Teams. Mit bis zu vier Treffern hatten die Gäste geführt, ehe Ober-Eschbach den Spieß zum 26:25 umdrehen konnte (53.), die Dreier-HSG aber nochmals konterte.

Auch Ober-Eschbachs Co-Trainer Dominik Seberkste war stolz auf die Moral seiner Mannschaft, jedoch ärgerte er sich maßlos darüber, dass Vorgaben nicht umgesetzt wurden. Deshalb sei Dänner mit ein und demselben Trick immer wieder zum Erfolg gekommen. Außerdem bedauerte Seberkste, dass die TSG in der Schlussviertelstunde mehrfach aufopferungsvoll verteidigt und so den Ball gewonnen habe, um ihn sogleich mit Fehlpässen wieder aus den Händen zu geben.

Schwacher Trost für Ober-Eschbach nach der bitteren Niederlage: Der direkte Vergleich mit Steinbach/Kronberg/Glashütten, der am Saisonende bei Punktgleichheit den Ausschlag gibt, spricht mit einem Tor Differenz für die TSG. HSG-Coach Petry, der mit Spielertrainer Daniel Sailler für eine weitere Spielzeit zugesagt hat, glaubt fest daran, dass sie diese mit ihrem Team in der Bezirksoberliga erleben werden. Linkshänder Mats Langhammer und Abwehrchef Johann Hausmann kämen bald nach Verletzungen zurück. "Ich bin zuversichtlich, dass wir noch ein paar Pünktchen holen."

TSG-Tore:Katic (8), Ball (5), Jankovic (5/2), Szczerbek-Orlowicz (4), Kongestol (3), Hess, Hahne (je 1). - HSG-Tore:Dänner (13/5), Niebergall (5), Beetz, Becker (je 3), Weigand, Sailler, Hellwig, Bechtold (je 1).

TSG Oberursel - MSG Sulzbach/Niederhofheim 39:36 (23:18).Ein harter Tag sei es für den Trainerstab auf der Bank gewesen, kommentierte Oberursels Betreuer Bernhard Schmidt, "gut, dass es nicht jedes Wochenende so ist". So sehr sich die Teams im Angriff auch anstrengten. Interesse am Verteidigen war nicht wirklich vorhanden.

Obwohl den routinierten Gästen um Felix Watkowiak (10/1) und Timon Schana (10/5) die großzügige Vorteilsregelung der Schiedsrichter zugute kam, sah Oberursel nach 39 Minuten wie der sichere Sieger aus (29:22). Um durch Abschlusspech bei mehreren Würfen nochmals in die Bredouille zu kommen. Torwart Ian Michelson verhinderte beim 31:30 (48.) mit einer Parade den Ausgleich, ehe sich die Hausherren wieder etwas absetzen konnten.

Der Garant für den zwölften Saisonsieg war für die TSGO Timo Günther. Der formstarke Kreisläufer half diesmal auch im Rückraum mit und hielt mit seinem Dutzend an Toren seine Mannschaft jederzeit auf Kurs.

TSGO-Tore:Günther (12), Juli (7/4), Felix Brühl (6), Scheich (4), Jonas Schmidt (3), Mertzlin, Avemann, Ilestro (je 2), Macho (1).

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