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Auf dem Sprung zum neuen Streckenrekord: Christian Oppel nimmt locker das letzte Hindernis des Weilnauer Cross-Laufes.

Wald-Crosslauf Altweilnau

Christian Oppel "pulverisiert" den Streckenrekord

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Christian Oppel aus Coburg überragt beim Wald-Crosslauf von TuS Weilnau. Anna-Lisa Hawlitschek (MTV Kronberg) läuft ebenfalls eine Zeit, die es in 20 Jahren bei diesem Lauf nicht gab.

20 Mal hat es den Wald-Crosslauf schon gegeben und mit knapp 130 Startern noch nie so viele Teilnehmer, aber solch ein Athlet wie Christian Oppel ist den Veranstaltern noch nicht untergekommen. Der Mann mit Laufshirt in Orange, kurzen Hosen, gelbem Schal um den Hals und dunklen Handschuhen tat einiges dafür, dass es ihm auf dem Querfeldeinkurs mit Start und Ziel auf dem Altweilnauer Sportplatz nicht kalt wurde.

 Oppel, der berufsbedingt momentan in Eschborn lebt und aktuell keinem Verein angehört, gab gleich von Beginn an mächtig Gas und setzte sich an die Spitze des Feldes. Als es nach Ende der ersten von zwei zu laufenden Runden durch den Start-Ziel-Bereich ging, hatte der überragende M20-Läufer bereits weit mehr als eine Minute Vorsprung auf seine „Verfolger“. Die fanden auch auf der zweiten Schleife keine Mittel, den Führenden auch nur im Ansatz zu gefährden. Oppel, der aus Coburg stammt, stürmte nach 30:08,9 Minuten über die Ziellinie. Er „pulverisierte“ dabei den alten Streckenrekord um gleich 51 Sekunden. Die bisherige Bestmarke hielt bereits seit mehreren Jahren Carsten Wenzek vom SSC Hanau-Rodenbach.

Rang zwei ging an Vorjahressieger Christian Spaich (TSG Oberursel/Altersklasse M40). Der Mann aus der Brunnenstadt, in der heimischen Laufszene eine feste Grüße, hatte in seiner Zeit von 33:37,3 Minuten nicht den Hauch einer Chance gegen Christian Oppel. Rechnet man die rund 3:30 Minuten Vorsprung des Bayern in Meter um, kommt man auf eine Distanz von ungefähr 800 Meter. Eine „Menge Holz“ bei einem Rennen, das über 8,7 Kilometer geht.

Das Podium komplettierte im Hauptlauf des Weilnau-Cross nach 33:54,1 Minuten Daniel Pittner (VLG Eisenbach/M35). Bei den Frauen trug sich Anabel Botha (TV Lich/W35) mit der Zeit von 41:59,0 Minuten in die Siegerliste ein. Ihr auf den Fersen war Anette Roth (Team Erdinger Alkoholfrei/W45), die 42:29,8 Minuten unterwegs war. Lokalmatadorin Heike Voigt (TuS Weilnau) hatte nach 42:56,5 Minuten Platz drei in der Gesamtwertung und den Sieg in der Altersklasse W50 sicher.

Auf der 4350 Meter langen Mittelstrecke holte sich Sebastian Bienert (LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain/M30) den Sieg. Der Routinier aus Steinbach war diesmal nach 15:48,0 Minuten im Ziel. Er hält in 15:05 Minuten seit 2015 auch den Streckenrekord. „Langdistanzler“ Oppel unterbot diese Bestmarke quasi im Durchlaufen (knapp 15 Minuten für die erste Runde), in die Bestenliste fließt diese Zwischenteit aber nicht ein.

Die Usingerin Anna-Lisa Hawlitschek, die für den MTV Kronberg läuft, folgte schon auf Rang drei. Mit ihrer bärenstarken Zeit von 17:35,0 Minuten unterbot sie den Rekord von Lisa Jäsert (Wiesbadener LV) um gleich 24 Sekunden.

„Da ich wegen Atemproblemen aufgrund der sehr trockenen Luft weder die hessischen, noch die süddeutschen Hallenmeisterschaften laufen konnte, war das hier ein wirklich guter Leistungstest. Für den Sommer habe ich mir die DM-Qualifikation über 1500 Meter als Ziel gesetzt“, verriet die Bahnspezialistin nach dem Rennen. Rang drei bei den Frauen ging an eine starke B-Jugendliche. Johanna Malin Uhlig (TSG Oberursel) lief die Strecke in 24:42,0 Minuten.

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