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Ibrahim Cigdem (Trainer Vatanspor Bad Homburg)

Fußball, Verbandsliga

Vatanspor-Trainer Cigdem: "Wir haben noch eine realistische Chance"

Vatanspor Bad Homburg und die Usinger TSG stecken im Abstiegskampf der Verbandsliga Süd. Am Sonntag geht es nun in die "Höhlen des Löwen".

Nach zwei im Rückblick unangenehmen Spieltagen, der "Karten-Orgie" bei Hanau 93 (Ergebnis: 3:5) und der Heimniederlage gegen den FV Sportfreunde Frankfurt (1:3) mit den vielleicht schlechtesten 45 Minuten der ganzen Saison, ist der TSV Vatanspor Bad Homburg auf Wiedergutmachung aus. Ob das ausgerechnet am Sonntag gelingt? Das stark abstiegsbedrohte Team von Ibrahim Cigdem tritt in der Fußball-Verbandsliga Süd um 15 Uhr beim Tabellenzweiten Rot-Weiß Walldorf an.

Der Aufsteiger hält sich seit Monaten beständig auf dem Relegationsplatz zum Aufstieg in die Hessenliga. Für den Vatanspor-Coach kommt das nicht überraschend. Bereits in der Saisonvorschau nannte er den Gegner als einen der Meisterschaftsfavoriten. „Ich kenne die Mannschaft recht gut und werde mir etwas einfallen lassen", kündigt Cigdem an für das Duell "David gegen Goliath" an.

Außer dem noch rotgesperrten Furkan Usta ist sein Team komplett. Zur Tabellensituation meint der Trainer der Homburger: "Sicher gibt es einige, die uns schon abschreiben. Aber wir haben noch eine realistische Chance, wenn wir in den kommenden Wochen eine Erfolgsserie hinlegen."

Usingen als Außenseiter nach Urberach

„Hinten muss die Null stehen“ - dieses Motto scheint nicht nur für Schalke-Trainer Huub Stevens die Basis für den Erfolg zu sein. Auch Urberachs Trainer, Ex-Profi Lars Schmidt, der seine Karriere als Spieler einst bei der SpVgg 05 Bad Homburg begann, praktiziert diese Taktik sehr erfolgreich. Mit nur 23 Gegentoren hat der derzeitige Tabellenvierte die mit Abstand sicherste Abwehr der Verbandsliga Süd. Das wird also keine leichte Aufgabe am Sonntag um 15 Uhr für die Offensive der Usinger TSG, die in diesem Jahr zudem noch auf den ersten Treffer wartet.

Spielertrainer Marcel Kopp und Torjäger Tim Pelka (12 Tore) wurden zuletzt bei der 0:1-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Darmstadt schmerzlich vermisst. Auf ihnen ruht nun die Hoffnung, aus dem Ortsteil der Gemeinde Rödermark nicht nur Torerfolge, sondern am besten auch einen Punktgewinn mit nach Hause zu bringen. Schon mit einem Unentschieden könnte Usingen den derzeitigen Abstiegsplatz verlassen.

WOLFGANG KULLMANN

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