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Noch hängt das Netz durch: Die Tennisclubs sind für die Öffnung der Plätze aber gerüstet.

Tennis im NNP-Land

Die Clubs sind bereit für Spiel, Satz und Sieg

Die Plätze sind präpariert, die Sicherheitsvorkehrungen nach dem entsprechenden Organisations- und Hygiene-Konzept des Hessischen Tennis-Verbandes (HTV) getroffen: Auch die Cracks aus dem NNP-Land scharren mit den Hufen. Hessens Innenminister Peter Beuth hat das kontaktlose Sporttreiben unter freiem Himmel ab Samstag, 9. Mai, wieder erlaubt.

Mit den großzügigen Lockerungen für die Sportler in Hessen ist es den Vereinen möglich, den Sportbetrieb unter Auflagen wieder aufzunehmen. Wettkämpfe und Wettbewerbe wird es zunächst allerdings noch nicht geben.

Beim TC Grün-Weiß Elz ist man für die Aufnahme des Sportgeschehens auf den sechs Freiplätzen gut gerüstet. "Wir sind bereit, stehen in den Startlöchern und müssen nur noch die Netze stramm ziehen", sagt der 1. Vorsitzende, Uwe-Martin Licht. Bereits am 26. April hat der Vereinsvorstand seine Mitglieder über die Maßnahmen des HTV und damit verbunden über "das Tennisspielen unter den veränderten Corona-Bedingungen" aufgeklärt und die Sportler inständig um Einhaltung der Regelungen gebeten.

Spielzeiten müssen angemeldet werden

Um den Mindestabstand von 1,50 Metern gewährleisten zu können, wurden die Bänke auf allen Plätzen weiter auseinander gestellt, um den Abstand der Sportler auch in den Spielpausen zu maximieren. "Vor unserem Clubhaus werden außerdem ausreichend Desinfektionsmittel und Einweg-Handtücher bereitstehen", fügt Uwe-Martin Licht an. "Dadurch, dass wir an den Elzer Sportpark angelehnt sind, bleiben die Umkleiden, Duschen und Toiletten nach den gesetzlichen Vorgaben ohnehin zunächst geschlossen." Sämtliche Vorgaben seien außerdem noch einmal auf einem Plakat, für alle gut sichtbar, auf dem Vereinsgelände nachzulesen.

Die Anmeldung für die Platzbelegung erfolgt beim TC Grün-Weiß fortan über eine Liste. Dies dient allerdings auch der Nachvollziehbarkeit, wer auf den verschiedenen Plätzen aktiv war. Um die Einhaltung der Regelungen zu kontrollieren, hat der Verein mit Sportwart Tom Gieshold, Jugendwart Milen Ianakiev und Geschäftsführer Raphael Pötz gleich drei sogenannte "Corona-Beauftragte" festgelegt, die des Weiteren auch als erste Ansprechpartner bei Fragen zum Thema Corona zur Verfügung stehen.

Bei Missachtung der Schutzmaßnahmen lässt die Satzung des Clubs auch Sanktionen von der Verwarnung bis hin zur Sperren und sogar dem Vereinsausschluss zu. "Das wird hoffentlich nicht notwendig sein. Wie gehen davon aus, dass alle vernünftig mit dieser besonderen Situation umgehen", so Uwe-Martin Licht.

Der Spielball lag daher bis zuletzt bei der Politik: "Wir haben alle Anpassungen vorgenommen und gehofft, dass wir schnellstmöglich wieder Tennis spielen können", erklärt Licht. "Es war kaum nachvollziehbar, dass in Diez gespielt werden durfte und bei uns nicht", bezieht sich der 1. Vorsitzende auf die Situation im benachbarten Rheinland-Pfalz. "Wir hoffen, dass auch die Medenrunde im Juni und der Jugend- und Outdoor-Cup im Juli stattfinden können. Die Leute wollen die Teamrunde."

Dass die bisher vorgenommenen Beschlüsse ihren Zweck erfüllen, berichtet Heinz Schlitt, Sportwart des TC Beselich, der im Austausch mit den Verantwortlichen des TC Diez steht. "Am Hain läuft das gut. Daher kann es doch jetzt auch bei uns losgehen", so Schlitt. Trotz aller Vorkehrungen und Hinweise appelliert dieser aber in erster Linie an die Vernunft der Sportler, die Schutzmaßnahmen strikt einzuhalten. YANNICK WENIG

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