Internationale Trainerkonferenz

Ein Coach aus Neu-Anspach traf Fußballgrößen

Der Neu-Anspacher A-Lizenz-Inhaber Gerhard Müller war bei der „Internationalen Trainerkonferenz 2018“ dabei. Als Veranstalter hatte der Bund Deutscher Fußball-Lehrer prominente und weniger prominente Übungsleiter nach Dresden eingeladen.

Zumindest die deutschen Teilnehmer der Internationalen Trainerkonferenz (ITK) einte unter den 1200 Teilnehmern ein Ziel: „Deutschland soll wieder führend im Weltfußball werden“ – in diesen Worten drückte es Gerhard Müller aus Neu-Anspach aus, der in Dresden zu diesen Trainern gehörte. Die Fußballlehrer zwischen Flensburg und Garmisch können zweifelsohne einen großen Teil zur Rückkehr in die Weltspitze beitragen.

Als der Termin für die Konferenz in Dresden angesetzt wurde, von der Müller jetzt berichtete, hatte noch niemand geahnt, welche Bedeutung die Veranstaltung tatsächlich haben wird. Das enttäuschende Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland war dann natürlich das alles beherrschende Thema.

In der sächsischen Landeshauptstadt wurden allerdings offizielle Statements zur WM vermieden. Das war kein offizieller Tagungsordnungspunkt. Man wartet gespannt auf Bundestrainer Löws Analyse, die dem Vernehmen nach bis zum 29. August vorliegen soll.

Der Name „Gerd Müller“ auf der Teilnehmerliste hat sicher Erstaunen ausgelöst. Fußballkenner wissen, dass der „Bomber der Nation“, Weltmeister 1974 und Bundesliga-Rekordtorschütze mit dem gleichen Namen an einer schweren Alzheimer-Erkrankung leidet. Warum der Neu-Anspacher Gerhard, genannt Gerd, Müller teilnahm, erklärt der Übungsleiter aus dem Taunus mit Pragmatismus. „Meine Trainer-A-Lizenz war kurz davor, abzulaufen. Die Teilnahme an so einer Konferenz führt automatisch zu einer Lizenzverlängerung von zwei Jahren“, erzählt der frühere Torjäger, der sich zurzeit in einer Schul-AG um die Förderung des Nachwuchses kümmert.

Was Müller als angenehm empfand, war der persönliche Kontakt zu „vielen Fußballgrößen ohne jegliche Starallüren“. Stefan Kunz und Christoph Daum nannte er exemplarisch. „Alles gute Typen, mit denen man sich prima unterhalten kann“, meint Müller. Dazu habe es interessante Ausblicke über den deutschen Fußball hinaus gegeben. So berichteten die Referenten Gernot Rohr und Volker Finke über den Stand des Fußballs in Afrika.

Besonders beeindruckt habe Müller die Rede von Matthias Sammer: „Sein Plädoyer für mehr Offensivfußball hat meine Meinung voll bestätigt. Die Trainingsmethoden im Nachwuchsbereich sollen den Kindern mehr Spaß machen und mehr Freiräume für eigene Entscheidungen im Spiel ermöglichen“, erzählt der Neu-Anspacher, der Sammers Meinung ist: „Die Unbeschwertheit des Straßenfußballs sollte wieder zurückkehren.“ Gerd Müller, dem ehemaligen Vollblutstürmer, gefällt das.

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