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Daniel Andrés Hecktor mit seinem Kunstrad.

Kunstrad

Daniel Andrés Hecktor: Bei seiner zweiten WM-Teilnahme verbesserte er sich um einen Platz

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Bei seiner zweiten Teilnahme bei einer Kunstrad-Weltmeisterschaft erreichte der Höchster Daniel Andrés Hecktor in Belgien einen ordentlichen, 17. Platz.

Bedenkt man, wie spät der 27-jährige Sportler aus dem Frankfurter Westen angefangen hat, diese hoch anspruchsvolle Sportart ernsthaft zu betreiben und welche Verletzungen ihn in der Vorbereitung heimsuchten, ist die Platzierung, die er vergangenen Samstag im 1er-Kunstrad-Wettkampf im belgischen Lüttich hinlegte, aller Ehren wert. „Ich bin mega-zufrieden“, stellt der Routinier, dessen Verein der RV Höchst ist, und der als einziger Starter überhaupt für sein Vaterland Spanien an den Start ging, klar. Nicht nur, dass er Platz 18 von der WM 2017 in Österreich um einen Rang verbesserte – auch sein Ergebnis von 87,51 Punkten war im Vergleich zum Vorjahr (87,44) – immerhin – um 0,07 Punkte besser. „Nach der Hälfte meiner Übungen war ich sogar auf 95 Punkte-Kurs“, beschrieb Andrés Hecktor seine fünfminütige Kür. Die ersten 15 Übungen hatte er sauber und problemlos – im Kreis fahrend – absolviert. „Dann bin ich bei einem Steiger-Rückwärts an den Lenker gekommen und musste kurz den Boden antippen, um zurück ins Gleichgewicht zu kommen“, beschrieb der Deutsch-Spanier seinen ersten, eingebüßten Punkt. Ein Sturz vom Rad am Ende seiner neuesten, der Standsteiger-Übung, kostete zwei weitere Zähler. „Und weil ich am Ende unter Zeitdruck stand, habe ich auch den Schluss etwas vergeigt“, nannte der Höchster die Gründe für die nichts geknackte 90 Punkte-Marke. Weil aber klar war, dass er nach gleich drei Verletzungen über den Sommer bis Ende August krankgeschrieben und erst im September langsam ins Training eingestiegen war, ordnete er sein Ergebnis als „vollkommen in Ordnung“ ein. Der Informatik-Doktorand an der Uni Mainz schaffte es zum Beispiel nur einmal nach Stuttgart zu seinem Mentor, Trainer, Landsmann und Vize-Weltmeister, José Arellano . „Mit seinen Tipps und Übungen hatte ich beim Weltcup in Erlenbach trotzdem die 90-Punkte-Marke geknackt. Das macht in der Vorbereitung schon Sinn und ich hätte es vielleicht öfter machen müssen“, meinte Andrés Hecktor. Mit 106,5 Punkten hatte er in Lüttich genau die Kür eingereicht, die bei der Europameisterschaft im Juli – vor seinen drei Verletzungen – zu einer 91-Punkte-Wertung geführt hatte. Dass es bei der WM nun nicht für diese Marke gereicht hatte, frustrierte den 27-Jährigen keineswegs. „Ich war von 24 Startern der 19. und bin auf Platz 17 geklettert. Das macht mich stolz. Weil ich mich im Vergleich zu den anderen, gleichaltrigen oder sogar älteren Mitstreitern noch fit und motiviert fühle, habe ich vor weiterzumachen.“ Und wer weiß, vielleicht sind bei Daniel Andrés Hecktor aller guten WM-Dinge drei und er knackt im nächsten Anlauf die magische 90-Punkte-Marke…

(awo)

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