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Daniel Meuth.

Fußball: RSV Würges

Daniel Meuth: Neun Tore in 70 Minuten

Die Nassauische Neue Presse hat sich bei der Wahl zum „Spieler des Monats März“ für Daniel Meuth vom RSV Würges 2 entschieden.

VON PATRICK JAHN

Es gab schon viele Gründe, warum ein Fußballer in der Vergangenheit der sogenannte NNP-„Spieler des Monats“ wurde. Von Fair Play-Aktionen über Verantwortung in jungen Jahren, einem Torhüter als Torschützen bis hin zu Akteuren mit einer besonderen Anzahl an Toren. Doch einer hat im abgelaufenen Monat den „Vogel“ so richtig abgeschossen: Daniel Meuth vom RSV Würges 2 ist am 16. März beim 14:2-Sieg seines Teams beim RSV Weyer 3 das Kunststück gelungen, sagenhafte neun „Buden“ zu erzielen. Zwischen der 20. und 89. Minute waren dem Angreifer, der in der Winterpause vom SV Walsdorf zurück zum RSV gewechselt war, dieses für ihn einmalige Erlebnis gelungen.

„Im Dress der SG Selters habe ich mal vier Tore in einem Spiel gemacht, aber neun hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht geschafft.“ Natürlich war den meisten Kickern bereits vor dem Spiel klar gewesen, dass es wohl nur um die Höhe des Sieges gehen würde. Beim RSV Weyer 3, der in der Kreisliga C2 mit 109 Gegentreffern auf dem drittletzten Rang steht, war der um den Aufstieg kämpfende RSV Würges 2 der turmhohe Favorit. Dass es aber gleich ein 14:2-Sieg werden sollte, damit konnte beileibe niemand rechnen. Für Daniel Meuth selbst war die besagte Partie zunächst ein Spiel wie viele andere: „Uns war klar, dass wir gewinnen würden. Mit meinem Führungstor und zwei weiteren Treffern war das Spiel quasi zum Pausenpfiff schon entschieden. In der zweiten Halbzeit wurden die Räume größer, und beinahe jeder Schuss war drin. Das war schon kurios.“

Keine Eintagsfliege

Ohnehin läuft es für den 37-jährigen Angestellten seit seinem Wechsel überragend. Im März traf der mittlerweile in Würges wohnende Daniel Meuth 15-mal in drei Spielen. Bei seinem Debüt Ende Februar tauchte der Name Daniel Meuth beim 11:1-Auswärtssieg bei WGB Weilburg 2 gleich mal sechsmal in der Torschützenliste auf. Wie soll das denn noch weitergehen?

Der Ex-Spielertrainer der SG Selters, der SG Niederems/Esch und des TuS Dietkirchen 2 hält sich bei seiner Antwort zurück: „Ich hoffe schon, dass noch das eine oder andere Tor hinzukommt, die Quote bisher ist ja ganz gut. Wir haben noch sieben Spiele, da ist es schon mein Anspruch, dass die Kugel ab und an im Netz zappelt.“

Auf die Frage, wie seine persönlichen Ziele aussehen, meint Daniel Meuth: „In erster Linie möchte ich verletzungsfrei bleiben. Schön wäre es, noch einmal mit meinem Bruder Manuel zu stürmen.“ Angesichts seiner Torquote dürfte ein Einsatz in der Würgers Gruppenliga-Elf zumindest nicht gänzlich ausgeschlossen sein. Die andere Möglichkeit wäre eine Abstellung Manuel Meuth in die zweite Mannschaft. Die erstgenannte Variante dürfte den Brüdern aber sicherlich viel besser schmecken.

Aufstiegsaussichten

In puncto Aufstieg sieht Daniel Meuth die Chancen bei bestenfalls vier Punkten Rückstand auf das Spitzenduo nicht ganz so rosig: „Ich fürchte, dass wir das nicht mehr schaffen. Der direkte Aufstieg wird sich zwischen der SG Taunus 2 und dem TuS Waldernbach 2 entscheiden. Demnach ist auch der Relegationsrang in Gefahr.“ Die Sportredaktion der Nassauischen Neuen Presse sieht diese Einschätzung anders, denn die SG Taunus 2 muss am vorletzten Spieltag noch zum direkten Duell nach Waldernbach.

Apropos TuS Waldernbach: Im Spitzenspiel vor zwei Wochen war Daniel Meuth beim 5:4-Sieg auch dreifacher Torschütze gewesen. Mit einer solchen „Waffe“ in der Offensiv-Abteilung ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass die Würgeser Reservisten in dieser Saison noch Punkte abgeben werden. Daniel Meuth und sein RSV Würges würden das sicherlich so unterschreiben.

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