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Daniel Wernig führt seine Mannschaft zum Überraschungssieg

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Von: Volker Hofbur

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Im vergangenen Jahr half Daniel Wernig beim Bundesligisten TSG Friesenheim aus, zwölf Monate später steht er für die TSG Münster auf dem Feld und machte den Unterschied in Hanau. FOTO: imago
Im vergangenen Jahr half Daniel Wernig beim Bundesligisten TSG Friesenheim aus, zwölf Monate später steht er für die TSG Münster auf dem Feld und machte den Unterschied in Hanau. © imago images/Eibner

Die TSG Münster siegt beim Tabellendritten HSG Hanau II

Münster -Eine Woche nach der herben 13:20-Heimniederlage gegen die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim schöpfen die Handballer der TSG Münster in der Oberliga Süd wieder Hoffnung. Sie gewannen beim Tabellendritten HSG Hanau II überraschend mit 26:23 (10:7).

Daniel Wernig war erleichtert. Nicht nur dass der Trainer der TSG Münster mit seiner Mannschaft den zweiten Saisonsieg feiern durfte. Nach einer weiteren Woche Training erwischte er in der Doorner Halle in Hanau-Steinheim einen Sahnetag und warf die Hälfte aller Münsterer Tore, obwohl er 40 Minuten Manndeckung gegen sich hatte. Zudem verwandelte er alle seine fünf Siebenmeter. "Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte", meinte Wernig, "wir haben Situationen und Räume bekommen, haben uns bei Freiwürfen etwas überlegt, um mehr Durchschlagskraft zu bekommen. Ich hatte ein gutes Gefühl, war mit meinen Schlagwürfen erfolgreich und kam immer wieder in Situationen, um Gefahr zu erzeugen".

Dabei begann das Spiel so, wie die Begegnungen zuvor aufgehört hatten. Nur Wernig traf in der sechsten Minute zum 1:2, bis zur elften Minute lagen die Gäste mit 1:4 zurück. "Ich war dennoch entspannt", erklärte der Münsterer Trainer, "wir haben uns die klaren Chancen herausgespielt. Aber ich hatte schon da das Gefühl, dass wir voll im Spiel waren. Wir sind ruhig geblieben und haben unseren Matchplan weiter verfolgt". Wichtiger Faktor in der Mannschaft war auch Torhüter Thomas Bolling, der ein starker Rückhalt für seine Mannschaft war - vor allem in kritischen Phasen half er damit seiner Mannschaft. Sebastian Frieman hatte schon aufgehört, wurde nun reaktiviert. "Er hat am Kreis für Stabilität im Angriff gesorgt, hat vier Tore erzielt und fünf Siebenmeter herausgeholt. Bei ihm ist es ein ähnliches Spiel wie bei mir. Er hat vor eineinhalb Wochen wieder mit dem Training begonnen. Wenn wir den Weg so weitergehen, können wir der Mannschaft helfen", so der Trainer. Er lobte auch die Abwehrleistung seiner Mannschaft, vor allem Tim Klotz als Abwehrorganisator in der Mitte und Felix Ikenmeyer auf der Vorgezogenen-Position. "Was die wegarbeiten, ist Extraklasse. Wir sind dann immer offensiver geworden, womit Hanau nie gerechnet hat", freute sich Wernig. So festigte sich die Abwehr seines Teams und drehte das Spiel bis zum 7:4 (19.), doch blieb Hanau dran, weil bei den Münsterern die Kräfte etwas nachließen, da sie so viel in die Abwehr investierten. Immerhin: In den letzten Minuten der ersten Hälfte trafen sie zum 10:7.

Danach zeigte sich, dass die Mannschaft noch nicht sicher ist. "Wir dürfen nicht nachlassen, müssen immer 100 Prozent geben", so Wernig, der den Ausgleich zum 12:12 sah (37.). In der entscheidenden Phase waren es die routinierten Spieler, die Ruhe in die Aktionen der Gäste brachten und mit einem 5:0-Lauf zum 23:17 (53.) das Spiel entschieden. "Der Sieg fühlt sich schön an, aber wir haben gesehen, dass wir noch weiterarbeiten müssen und unsere Rückraumspieler weiter einbinden müssen", resümierte Wernig.

Münster: Thomas Bolling, Sven Müller; Daniel Wernig 13/5, Sebastian Frieman 4, Felix Ikenmeyer, Jan Fegert je 3, Tim Kunz, Sebastian Jacobi, Tim Klotz je 1, Klaudio Hranjec, Mario Gonzalez Borja, Julian Schuster, Tom Gerntke, Björn Heller. vho

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