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Ist immer wieder ein gerngesehener Gast bei den Handball-Camps in der Region: Daniel Wernig.

Handball

Daniel Wernig kommt in seine Heimat zurück

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Seit über einem Jahr ist es geplant – jetzt hat Daniel Wernig seinen Plan in die Tat umsetzen können.

Schon länger gab es den Plan bei Daniel Wernig, ein Freundschaftsspiel zwischen seinem Heimatverein und seinem jetzigen Verein in die Tat umzusetzen. Nun ist es gelungen.

Die Handballer der TSG Münster erwarten am Freitag, 25. Januar, um 20 Uhr in der Eichendorff-Halle den TV Hüttenberg. Lange sind diese beiden Mannschaften einen gemeinsamen Weg gegangen. Erst in der Regionalliga Südwest, dann in der 2. Bundesliga. Viele packende Partien haben sie bestritten, ehe sich die Wege der beiden Teams trennten. Die TSG Münster musste aus der 2. Liga absteigen, als aus zwei Klassen eine gemacht wurde, und versucht nun, sich erst einmal in der Oberliga zu etablieren. Der TV Hüttenberg schaffte sogar zwei Mal den Sprung in die 1. Bundesliga, schaffte dort aber jeweils nicht den Klassenverbleib. Und nun treffen sich beide Mannschaften am Freitag wieder – zur typischen Heimspiel-Zeit der Münsterer in der 2. Bundesliga um 20 Uhr in der Eichendorff-Halle.

Gespielt wird für den guten Zweck. „Meine Familie ist schon seit zehn Jahren bei Bärenherz involviert. Mein Großonkel hat damit angefangen, für diese Stiftung Spenden zu sammeln“, erläutert der 30-Jährige, „ich bin selbst junger Familienvater mit zwei Kindern. Bei uns ist alles gesund. Das sollte man wertschätzen und denjenigen helfen, denen es nicht so gut geht, damit sie einmal vom Kinderhospiz aus Ausflüge machen können oder ihnen ein anderer Wunsch erfüllt wird, den sie sich nicht erfüllen können“.

Wernig ging mit dieser Idee auf die TSG Münster und den TV Hüttenberg zu und erhielt von beiden Seiten Bereitschaft, dass man dieses Benefizspiel in die Tat umsetzen würde. „Ich habe mich um die Organisation gekümmert, bis auf die Bereiche, die die Vereine untereinander Dinge abklären mussten“, erklärt der Linkshänder. So wird es im Rahmen des Spiels auch noch eine Tombola für den guten Zweck geben. „Ich bekomme noch ein Trikot von der deutschen Nationalmannschaft, dazu stellt Dominik Klein ein Trikot zur Verfügung und auch mein Weggefährte Eric Schmidt ein Trikot von den Füchsen Berlin. Und mein guter Kumpel Kent Mahé wird ebenfalls ein Trikot spenden“, freut sich Daniel Wernig über den Zuspruch seiner Kollegen, die ihm auch dabei helfen, eine möglichst große Spendensumme für Bärenherz zu bekommen.

Knapp 100 Karten hat Wernig bereits im Vorverkauf absetzen können. „Wir haben das Spiel extra auf 20 Uhr gelegt, weil nach dem derzeitigen Spielplan die deutsche Mannschaft das Halbfinale um 17.30 Uhr spielen würde. Danach könnten die Leute nach Münster in die Halle kommen. Das wäre ja dann die gute alte Anwurfzeit aus Zweitliga-Zeiten.“

Für seinen Verein, den TV Hüttenberg, wird das Spiel der erste Test vor der am 9. Februar beginnenden Rückrunde. „Wir kommen mit Mannschaftsbus und voller Besetzung“, verspricht Wernig, dessen Team seit einer Woche wieder trainiert. Er stellt sein Team vor: „Unser Trainer Emil Kurtagic ist ein Perfektionist, ist sehr kommunikativ und kann gut mit jungen Leuten arbeiten. In Gummersbach hat er einen Julius Kühn weiterentwickelt.“ In seinem Team steht der ehemalige Wallauer Tobias Hahn, der lange in der 1. Liga in Wetzlar spielte, ebenso wie Christian Rompf und Torhüter Nikolai Weber. Und dazu steht noch so ein erfahrener Rückraumakteur wie Thomas Sklenak im Team, der lange für den ThSV Eisenach erfolgreich auf Torejagd ging.

Bereits seit acht Jahren spielt Wernig beim TV Hüttenberg, ist zwei Mal mit seinem Team in die Bundesliga aufgestiegen. „Es ist ein sehr familiäres Umfeld, ich fühle mich pudelwohl hier“, bekräftigt der Linkshänder, „mein Vertrag läuft im Sommer aus. Wir sind in Gesprächen. Ich will aber noch weiter professionell Handball spielen. Ich bin gesund und habe Lust, Hüttenberg wieder nach vorne zu führen“.

Nach dem Bundesliga-Abstieg gab es in Hüttenberg einen Umbruch mit elf Abgängen und zehn Neuzugängen, die man taktisch und menschlich integrieren muss. „Wir tun uns noch etwas schwer, sind derzeit Neunter, haben aber zuletzt 9:3 Punkte aus den letzten sechs Spielen geholt“, erklärt Wernig, „wir mussten uns in der neuen Zweiten Liga erst mal akklimatisieren, weil das Spiel etwas langsamer ist und es mehr auf das Körperliche ankommt“. Dennoch sagt er: „Die Zweite Liga ist näher an die Bundesliga gerückt. Es fehlen aber 16 Vereine dort, in denen sich die deutschen Talente erst einmal entwickeln können.“

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