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Das drittbeste Team in Deutschland

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Von: Harald Joisten

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Eschborns D-Jugend holt beim Bundesfinale der DMSJ überraschend die Bronzemedaille

Eschborn -Das ist es, was Sportler antreibt. Was sie motiviert. Ohne Wettkampf, ohne Erfolg erlahmt irgendwann jeder Antrieb. Umso glücklicher war der Nachwuchs des Schwimmclubs Westerbach (SCW) Eschborn, endlich wieder an einem großen Wettkampf teilnehmen zu können. Im Gegensatz zu den Erwachsenen (Aktiven-Klasse), die auch in diesem Jahr die Absage der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) verkraften mussten, konnte die Jugend-DMS (DMSJ) trotz Corona ausgetragen werden. Und nicht nur das: Die Eschborner D-Jugend schwamm beim Bundesfinale in Wuppertal auf den überraschenden dritten Platz. Erstmals seit zehn Jahren hatte sich ein Team aus Eschborn überhaupt wieder für das Finale der besten zwölf deutschen Teams über die Landesentscheide qualifiziert.

Austragungsort des Endkampfes war die ehrwürdige Schwimmoper Wuppertal. In der weitläufigen Halle mit 1600 Sitzplätzen gab es genügend Platz, damit die Teams das strenge Hygienekonzept des Deutschen Schwimmverbandes erfüllen konnten. Zuschauer waren nicht zugelassen.

Geschwommen wurden - wie üblich bei einer DMSJ - von jeder Schwimmlage eine Staffel sowie eine Lagenstaffel, jeweils in Stärke von vier Personen. Am Ende werden die Zeiten der insgesamt fünf Staffeln addiert und führen zu einem Gesamtergebnis.

Die D-Jugend des SCWE war als Sechstplatzierter ins Finale eingezogen. Das Ziel der begleitenden Trainer Karin Grebe und Manuel Martin hieß: "Platz halten." Zum Auftakt landeten Alexander Wang, Tom Mühlbauer, Oskar Immisch und Arne Roth über 4x100-Meter-Freistil auf Platz sechs. In der Brust-Staffel brachte Startschwimmer Taku Missel, aktuell Führender in der deutschen Saisonbestenliste seines Jahrgangs über 100 Meter Brust, die Eschborner in Führung. Alex Wang baute den Vorsprung noch aus. Auch Arne Roth konnte die Führung halten, ehe Tom Mühlbauer aufgrund starker Konkurrenz noch knapp abgefangen wurde und als Dritter anschlug. Nun war Eschborn im Gesamtklassement schon auf Rang drei vorgerückt. Nach der Rücken- und Schmetterlings-Staffel lag der SCWE mit einem Rückstand von 1,77 Sekunden auf Aqua Berlin und 2,15 Sekunden auf Münster wieder auf dem undankbaren vierten Platz. Es folgte die entscheidende Lagen-Staffel. Alle acht Jungs, auch die bis dahin noch nicht eingesetzten Fabian Holz und Matteo Mackensen, standen hochmotiviert bereit.

Aufholjagd im allerletzten Rennen

Die Trainer entschieden sich für die Besetzung Alex Wang (Rücken), Taku Missel (Brust), Tom Mühlbauer (Schmetterling) und Arne Roth (Freistil). "Es wurde kein Rennen für schwache Nerven", meinte Eschborns Sportwart Manuel Martin, "es kam bei der letzten Teilstrecke Kraul zum Showdown. Arne musste noch gut zwei Sekunden gutmachen." Und Arne Roth gelang das Kunststück. Er führte die Lagenstaffel noch auf Platz zwei und damit im Gesamtklassement zur Bronzemedaille. "Alle lagen sich in den Armen", freute sich Martin. Nach der stimmungsvollen Bus-Heimfahrt wurde das Team abends am heimischen Wiesenbad von Vereinsmitgliedern, Familien und Freunden mit Wunderkerzen und dem Gesang "So sehen Sieger aus" empfangen. Harald Joisten

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