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Das Fieber steigt am „Buch“ und am „Stellweg“

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Von: Marion Morello

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Hoch hinaus ging es bisher in der Bezirksliga Rheinland-Ost für den SV Hundsangen um Defensivmann Simon Schwickert (rechts). Doch auch die Runde des TuS Burgschwalbach kann sich im gesicherten Mittelfeld sehen lassen, was unter anderem an den 13 Treffern von Torjäger Julian Ohlemacher (links) liegt.
Hoch hinaus ging es bisher in der Bezirksliga Rheinland-Ost für den SV Hundsangen um Defensivmann Simon Schwickert (rechts). Doch auch die Runde des TuS Burgschwalbach kann sich im gesicherten Mittelfeld sehen lassen, was unter anderem an den 13 Treffern von Torjäger Julian Ohlemacher (links) liegt. © Andreas Egenolf

In der Fußball-Bezirksliga Rheinland-Ost greifen die Fußballer des SV Hundsangen und des TuS Burgschwalbach am Wochenende wieder in den Pflichspielbetrieb ein. Während beide Teams den Klassenerhalt schon sicher zu scheinen haben, darf sich zumindest eine der beiden Mannschaften nach 15 Jahren berechtigte Hoffnungen auf eine Rheinlandliga-Rückkehr machen.

Eine der größten Überraschungen der bisherigen Saison ist ganz klar der SV Hundsangen: Die Elf von der rheinland-pfälzisch/hessischen Landesgrenze legt unter dem Trainerduo Ralf Hannappel und René Wörner bisher eine Runde hin, die viele Fans so nicht erwartet hatten. Mit einer jungen, hungrigen Mannschaft, die rund um erfahrene Größen wie Daniel Hannappel und Fabian Steinebach aufgebaut wurde, stehen die Hundsänger aktuell auf Platz zwei - mit 34 Punkten einen Zähler hinter Tabellenführer EGC Wirges. Damit dürfen die Rot-Weißen weiterhin an die Rückkehr in die Rheinlandliga nach 15 Jahren glauben.

Dass dieser Traum von der sechsthöchsten deutschen Spielklasse bei den Westerwäldern weiterlebt, haben die Kicker vom „Buch“ unter anderem ihrer starken Defensive zu verdanken: 15 Gegentore in 16 Liga-Spielen bedeuten die beste Defensive, hinter der mit Patrick Weimer im SV-Tor ein Dauerbrenner zu finden war. Der Hesse stand in allen Punktspielen über die volle Dauer im Hundsänger Kasten und sorgte mit dafür, dass nur wenige gegnerische Offensiv-Aktionen erfolgreich endeten.

Ebenfalls den Hundsängern in die Karten zu spielen scheint, neben dem Kunstrasenplatz, die Breite des Kaders, was die Torschützen angeht: Während andere Spitzenteams, wie etwa Wirges, von den Toren eines Goalgetters wie David Röhrig lebt, sticht bei den Hundsängern niemand hervor: Benedikt Bouillon hat als bester Schütze zwar acht Treffer erzielt, doch insgesamt verteilen sich die bisherigen 39 SVH-Treffer auf 14 Schultern. Das ist Spitze - gemeinsam mit dem TuS Burgschwalbach.

Das zweite Team aus dem NNP-Land legt bisher ebenfalls eine mehr als zufriedenstellende Runde unter Trainer Walter Reitz hin. Während die Elf vom Märchenwald in den beiden Vorjahren mitten im Abstiegskampf stand und zuletzt nur durch den coronabedingten Abbruch den Abstieg hatte verhindern können, sieht es in der laufenden Saison anders aus: Der solide 7. Platz mit 26 Punkten steht derzeit zu Buche.

Zudem hat sich die Reitz-Elf bereits ein solides Polster auf die ersten Abstiegsränge erarbeitet. Der Grundstein hierfür war die enorme Heimstärke auf dem Kunstrasen am Stellweg: In acht Heimspielen ging bisher noch kein Gegner als Sieger vom Platz. Sieben Siege und ein Remis sind die bisherige starke Bilanz in Burgschwalbach. Hinzu kommt ein echter Goalgetter: Julian Ohlemacher hat bereits 13 Tore im TuS-Sturm erzielt, was Rang vier im Torjäger-Ranking bedeutet. Um sich endgültig aller Abstiegssorgen zu entledigen, braucht es für die Mannschaft von Walter Reitz vor allen Dingen Auswärtserfolge: In acht Spielen gelang bei vier Unentschieden und vier Niederlagen bisher noch kein Sieg in der Fremde.

SVH gegen Ahrbach, TuS muss nach Linz

In der Vorbereitung zeigten sowohl der SV Hundsangen als auch der TuS Burgschwalbach, dass auch in den noch ausstehenden 14 Saisonspielen wieder mit ihnen zu rechnen ist. Während sich die Hundsänger in ihren sechs Vorbereitungsspielen nur Oberligist Sportfreunde Eisbachtal (0:5) und dem hessischen Verbandsligisten FC Waldbrunn (1:2) geschlagen geben mussten, lief es für Burgschwalbach sogar noch einen Tick besser: In ebenfalls sechs Begegnungen verlor die Reitz-Elf nur zum Testauftakt beim Rheinlandligisten SG Malberg (0:2). Ansonsten gelangen sechs Siege. Zum Re-Start tritt Hundsangen am Sonntag, 15 Uhr, gegen die SG Ahrbach an, der TuS Burgschwalbach um 15.30 Uhr beim VfB Linz. ANDREAS EGENOLF

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