Der Trainer und sein Sorgenkind: Marco Reifenscheidt (rechts) und Lars Hendrik Jung.
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Der Trainer und sein Sorgenkind: Marco Reifenscheidt (rechts) und Lars Hendrik Jung.

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord

Das ist Moral: Eisbachtal punktet in der 97. Minute

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Beim 2:2 (1:1) der Eisbachtaler Sportfreunde bei der Drittliga-Reserve des 1. FC Kaiserslautern spielten sich die entscheidenden Szenen in der Nachspielzeit ab.

Die Eisbachtaler Sportfreunde sind zweifellos gut drauf. Dennoch stehen nach drei Punktspielen in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord nur zwei Punkte auf der Habenseite. Das sollte Verantwortliche und Mannschaft aber nicht grämen, denn das Startprogramm war heftig, am Sonntag folgt das dritte Auswärtsspiel. Beim 1. FC Kaiserslautern 2 war die Mannschaft von Trainer Marco Reifenscheidt zwar mit dem nötigen Respekt, keineswegs aber ängstlich angetreten. Zum Schluss stand ein beinahe schon sensationelles 2:2 (1:1) zu Buche. Die besten Szenen hatten sich in der Nachspielzeit ereignet.

1. FC Kaiserslautern 2 – Eisbachtaler Sportfreunde 2:2 (1:1). Nicht nur für den Sportlichen Leiter Patrick Reifenscheidt war es ein stressiger Abend. Als es auf dem „Betze“ richtig rund ging, war er gerade mit Lars Hendrik Jung unterwegs zum Krankenhaus; der Spieler hatte sich wohl eine schwere Knieverletzung zugezogen und musste in seinen 23. Geburtstag im Klinikbett „reinfeiern“. Von dieser Stelle: Glückwunsch und vor allem rasche Genesung!

Was sich währenddessen auf dem Nebenplatz des Fritz-Walter-Stadions abspielte, war filmreif. Es stand 1:1 nach wirklich intensiven 90 Minuten. Schiedsrichter Niebergall zeigte in der Nachspielzeit auf den Punkt – die Chance für die Lauterer, einen späten „Dreier“ einzusacken. Mohamed Morabet traf auch, und die „Roten Teufel“ brachen in Siegesjubel aus. Doch weit gefehlt; sie hatten die Rechnung ohne die erneut aus tolle Mannschaft auftretenden „Eisbären“ gemacht. Die reagierten nämlich eiskalt und abgeklärt: Julius Duchscherer nutzte die durch die Verletzung Lars Hendrik Jungs etwas länger ausgefallene Nachspielzeit und hämmerte einen Freistoß aus gut und gerne 40 Metern einfach mal so ins FCK-Tor. Jetzt war der Jubel auf Seiten der Westerwälder, die sich für ihren engagierten Auftritt zumindest „ein bisschen“ belohnten.

Der Vollständigkeit halber: In der ersten Viertelstunde der Partie hatte Mohamed Morabet (10.) die Lauterer in Führung gebracht, die der später schwer verletzte Lars Hendrik Jung „aus dem Nichts“ (O-Ton Patrick Reifenscheidt) ausglich (13.). Natürlich war letzten Endes aufgrund etlicher Eisbachtaler Chancen auch mehr drin gewesen, aber Trainer Marco Reifenscheidt mahnte zur Demut: „Es wäre natürlich vermessen, davon auszugehen, hier als Sieger vom Platz zu gehen. Aber letztlich war es möglich.“

Kaiserslautern: Hozlinger, Hotopp, Kajinic (75. Aghajanyan), Theobald, Wettengl (90.+1 Chahloul), Kleinsorge, Morabet, Mackic, Nicklis (67. Diallo), Fath, Fesser – Eisbachtal: Schuhmacher, Kleinmann, Brühl (71. Jost), Heene, Moog, Duchscherer, Tuchscherer (82. Tautz), Jung (67. Trabusch), Hesse (63. Arnolds), Moritz Hannappel, Maximilian Hannappel – SR: Niebergall (Jägersburg) – Tore: 1:0 Mohamed Morabet (10.), 1:1 Lars Hendrik Jung (13.), 2:1 Mohamed Morabet (90.+4/FE), 2:2 Julius Duchscherer (90.+7).

Am Samstag wartet der SV Gonsenheim

Drittes Auswärtsspiel am 4. Spieltag: Das ist schon wirklich hart. Die Eisbachtaler müssen am Sonntag, 15 Uhr, beim SV Gonsenheim antreten und wollen dort endlich den ersten Saisonsieg. Die Gonsenheimer haben zwar zuletzt in Bingen verloren, aber – Obacht! – mit 2:1 gegen Meisterkandidat Eintracht Trier gewonnen. marion morello

Samstag:

FSV Salmrohr - SV Eintr. Trier 15.30

Alem. Waldalgesheim - TuS Koblenz 15.30

FC Karbach - Hassia Bingen 17.30

FV Engers 07 - Emmelshausen 17.30

Sonntag:

Mülheim-Kärlich - 1. FC Kaiserslautern 2 14.30

SV Gonsenheim - SF Eisbachtal 15.00

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