Sie absolvierten ein starkes Spiel, gewannen in der 2. Bundesliga Süd am Ende sicher gegen den TV Dingolfing: die Volleyballerinnen der TG Bad Soden. Foto: marcel lorenz
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Sie absolvierten ein starkes Spiel, gewannen in der 2. Bundesliga Süd am Ende sicher gegen den TV Dingolfing: die Volleyballerinnen der TG Bad Soden.

Volleyball, 2. Bundesliga Süd

Das perfekte Geburtstagsgeschenk

Die Damen der TG Bad Soden erfreuen ihren Trainer mit dem 3:1 gegen Dingolfing

Bad Soden -Ein Geburtstagsgeschenk mit Schleifchen: Die Volleyballerinnen der TG Bad Soden beschenkten ihren Trainer Steffen Pfeiffer mit einem 3:1-Sieg (25:21, 25:17, 25:27, 25:13) gegen den TV Dingolfing.

Die Bad Sodener Startformation blieb im Vergleich zu den letzten Wochen bis auf eine Ausnahme unverändert: Anna Koptyeva bildete gemeinsam mit Angela Martin den Mittelblock. Zu Beginn steckten die Damen in einem kollektiven Tiefschlaf. Nach einigen Abstimmungsproblemen im Angriff und einer schwachen Annahme von Jonna Lieb zog Trainer Pfeiffer beim Stand von 1:5 die erste Auszeit: "Die musste ich nehmen. Wir waren überhaupt nicht im Spiel." Bis zum 11:14 rannte Bad Soden dem Rückstand hinterher. Mit dem nächsten erfolgreichen Ballwechsel kam Paula Gürsching an die Aufschlagline. Auf zwei Asse ließ sie noch fünf weitere druckvolle Angaben folgen. Die Gäste konnten keinen eigenen Angriff aufbauen. Erst beim 19:14 streute die Sodener Außenangreiferin einen Fehler ein, der den Lauf stoppte. Auch in der Schlussphase des Satzes übernahm Paula Gürsching die entscheidende Rolle im Angriff. Beim Stand von 22:20 legte sie den Ball an den Block, von dem der Ball im Aus landete. Im nächsten Ballwechsel war sie durch die Mitte erfolgreich. Den zweiten Satzball vollendete sie mit einem erfolgreichen Block gemeinsam mit Anna Koptyeva - 25:21.

Spielentscheidende

Aufschläge

Im zweiten Durchgang diktierten die Bad Sodenerinnen das Geschehen. Nur beim 1:2 lagen sie in Rückstand. Mit einer ersten Aufschlagserie von Angela Martin zogen sie auf 7:3 davon. Fortan setzten alle Spielerinnen die Annahme des TV Dingolfing schon beim Aufschlag unter Druck. Fünf zu weite Annahmen mussten die Kurstädterinnen nur noch ins Feld drücken. Zudem schafften es die Gäste dadurch nur vereinzelt, sich aussichtsreiche Angriffssituationen zu erspielen. Erst mit insgesamt elf Satzbällen im Rücken wurde die TG Bad Soden nachlässiger, gewann den Durchgang aber dennoch sehr souverän mit 25:17.

Einen Matchball

vergeben

Im dritten Satz brachte Pfeiffer US-Außenangreiferin Emma Vente und Mittelblockerin Matylda Bartoszewska. Monika Dolezajova kam als Libera für Jacqueline Pfeiffer in die Begegnung. Auf den schnellen 0:4-Rückstand folgte abermals eine Aufschlagserie von Paula Gürsching, die auf 6:4 stellte. Beide Teams begegneten sich fortan auf Augenhöhe. Die Führungen wechselten mehrfach. Nach dem erfolgreichen Block von Paula Gürsching/Bartoszewska hatten die Sodenerinnen beim 24:23 den ersten Matchball. Paula Gürsching schlug den Ball jedoch knapp ins Aus. In der Verlängerung kämpften beide Teams um jeden Punkt. Am Ende verwertete Teresa Piller den Satzball für Dingolfing - 27:25.

Ein Geniestreich

von Jonna Lieb

Pfeiffer ließ in Satz vier sein Start-Sextett beginnen. Wie schon im zweiten Durchgang ließ die TG Bad Soden dem Tabellensiebten keine Chance. Die gesamte Mannschaft knüpfte wieder an das druckvolle Aufschlagspiel aus den ersten beiden Sätzen an. So kam Bad Soden zu vielen schnellen Punkten - begünstigt durch Probleme in der Annahme bei Dingolfing. Mit dieser Leichtigkeit klappten auch Geniestreiche, wie der von Jonna Lieb zum 10:4: Nach einem umkämpften Ballwechsel, in dem keines der beiden Teams zu einem geordneten Spielaufbau kam, baggerte sie den Ball ansatzlos über die verdutzten Gäste-Spielerinnen in die freie rechte Ecke. Mit dem letzten Aufschlagfehler der Gäste stand nach dem 25:13 der 3:1-Erfolg fest.

"Die Aufschläge waren entscheidend", betont Pfeiffer. In der ersten Auszeit forderte er von seinen Spielerinnen Druck beim Aufschlag ein. Die Vorgabe setzte sein Team tadellos um. Zudem war die eigene Annahme ein großes Plus. "Kosta (Co-Trainer Konstantinos Katikakis, d. Red.) hat mir während des Spiels gesagt, dass wir in den ersten beiden Sätzen die beste Annahmequote der Saison hatten", sagt der Trainer. Mit dem dritten Satz war er hingegen nicht zufrieden: "Dingolfing hat noch einmal geschnuppert, weil wir sie schnuppern haben lassen", merkt Pfeiffer an. Nichtsdestotrotz war es aus seiner Sicht das "perfekte Geburtstagsgeschenk". Bad Soden: Paula Gürsching, Matylda Bartoszewska, Monika Dolezajova, Jonna Lieb, Franziska Koob, Jennifer Burda, Nieke Stock, Angela Martin, Jacqueline Pfeiffer, Hannah Gürsching, Samantha Habrich, Emma Vente, Anna Koptyeva, Anna Kunstmann. Marcus Mühlenbeck

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