Die Krifteler Zweitliga-Volleyballer wollen morgen zum Saisonstart wieder viele Punktgewinne´und einen Heimsieg feiern. FOTO: marcel lorenz
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Die Krifteler Zweitliga-Volleyballer wollen morgen zum Saisonstart wieder viele Punktgewinne´und einen Heimsieg feiern.

Volleyball, 2. Bundesliga Süd

Das Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz

  • Volker Hofbur
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Die TuS Kriftel möchte am Samstag endlich auch mal ein Auftaktspiel gewinnen

Kriftel -Mit einem fast unveränderten Kader starten die Volleyballer der TuS Kriftel am Samstag in die neue Saison der 2. Bundesliga Süd.

Torben Tidick-Wagner, der als Zuspieler zur TuS Kriftel kam, nach der Ausbreitung der Corona-Pandemie aber nicht mehr spielte, wechselte zum ersten Krifteler Gegner TGM Mainz-Gonsenheim. Auch Markus Floren steht aus beruflichen Gründen den Kriftelern nicht mehr zur Verfügung, bleibt der Mannschaft als Team-Manager aber im Umfeld erhalten. Luca Wanek konnte aus beruflichen Gründen das Trainingspensum nicht mehr stemmen und ging in die Zweite Mannschaft. Als Neuzugänge holte Trainer Tim Schön aus dem eigenen Unterbau Victor Breburda und Fynn Müller. Damit waren alle Spieler und auch der Trainer früher schon in der Krifteler Jugend aktiv. Das dürfte es in den höchsten Volleyball-Ligen Deutschlands nicht allzu oft geben.

Trainer Tim Schön geht mit einem guten Gefühl aus der Vorbereitung: "Ich denke, wir haben einige gute Höhen und auch kleine Tiefen gehabt. Das war auch durch den Urlaub bedingt, zumal einige Spieler auch Krankheiten mitgebracht und dadurch gefehlt haben." Dennoch überwiegen die positiven Aspekte: "Die Jungs sind körperlich besser drauf. Wir haben zwei Mal wöchentlich Athletik-Einheiten gemacht. Sie haben mir das Feedback gegeben, dass sie sich körperlich besser fühlen. Das war auch ein Ziel von mir nach der vergangenen Saison." In den Zeiten der Pandemie hatten die Spieler in diesem Bereich nur wenig für die Physis machen können.

Auch in ihrem Spielsystem haben die Krifteler Veränderungen vorgenommen. Auch hier bekam der Trainer positive Rückmeldungen, dass sich seine Spieler gut damit fühlen und zurechtkommen. "Ich denke, es wäre noch mehr gegangen, aber ich bin zufrieden", erläutert Schön, "da jammere ich gerne auf hohem Niveau". In spieltechnischer Hinsicht arbeitete das Team am Abwehrverhalten gerade im Block. "Im Angriff wollen wir versuchen, für den Angriff aus der Annahme heraus mehr zu machen, was uns liegt. Es soll auf die individuellen Stärken der Angreifer gemünzt sein", erklärt der Krifteler Trainer.

Blickt er auf das Saisonziel, sagt Tim Schön: "Wir haben uns im vorletzten auf das letzte Jahr sicher verbessert und unser Spielniveau gesteigert. Ich hoffe, dass die Nervosität bei uns herausgeht. Die Stammkräfte sind alle schon zwei Jahre mindestens da. Daher setze ich uns einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel."

Von den Stammkräften wird nur Markus Floren nicht mehr dabei sein, der ein guter zweiter oder dritter Mann im Block war. "Dadurch bekommt Philipp Büchi eine tragendere Rolle. Ich habe bei ihm auch gesehen, dass er in seiner Entwicklung einen weiteren Schritt gegangen ist. Auch Sebastian Ruhm wird uns Stabilität geben und Ruhe in unser Spiel hereinbringen", meint Schön, "ich sehe uns einen Schritt weiter, aber für einen Aussetzer werden wir auch immer gut sein".

Am Samstag (20 Uhr, Weingartenhalle) geht es zum Auftakt gegen die TGM Mainz-Gonsenheim. "Das ist ein Derby. Wir haben in der vergangenen Saison zwei Mal gegen sie gewonnen, aber sie haben sich verstärkt. Für uns ist der Druck da, einen Gegner zu Hause zu schlagen, der in der letzten Saison hinter uns stand", erklärt Schön, der nach den zwei knappen Spielen in der abgelaufenen Saison wieder eine emotionale Partie erwartet, in der sein Team hoffentlich die Nerven behält.

Noch viel Arbeit vor dem ersten Spiel

Im Hintergrund wird bei den Kriftelern mit Hochdruck gearbeitet. "Wir freuen uns darauf, wieder einige Zuschauer hereinzulassen. Durch das Hygienekonzept wird es aber personalisierte Plätze durch Online-Tickets geben", erklärt Team-Manager Markus Floren, "wir werden hoffentlich eine Lösung haben. Es dürfen etwa 100 Getestete und Kinder in die Halle, dazu kommen noch Geimpfte, aber wir beschränken es auf weniger, um auf Nummer sicher zu gehen". Er versichert, dass die Verantwortlichen ihr Möglichstes tun werden, es wird aber Abstände zwischen den Plätzen geben.

Eine weitere Neuerung, die den Vereinen viel Arbeit abverlangt: In der Ersten und Zweiten Volleyball-Bundesliga hat der Liga-Verband VBL nun festgesetzt: Ein Livestream ist jetzt Pflicht. "Es ist eine Chance, aber definitiv auch ein Aufwand. Wir müssen bewegte Bilder und einen Kommentator stellen", erklärt Markus Floren, "dazu müssen wir eine Ausrüstung mieten, um einen VBL-Standard sicherzustellen. Dass die Anlage dann läuft, müssen wir bewerkstelligen". So haben die Krifteler Verantwortlichen noch einige Arbeit vor sich, bis am Samstag wieder um Punkte in der Zweiten Liga gespielt werden. Und vielleicht der Wunsch von Trainer Tim Schön in Erfüllung geht: "Wir wollen endlich mal ein Auftaktspiel in der Zweiten Bundesliga gewinnen. Das haben wir bisher noch nicht geschafft." Volker Hofbur

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