Stefan Hickl spielt für die Sentinels bald Football und Fußball.
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Stefan Hickl spielt für die Sentinels bald Football und Fußball.

Fußball, Hochtaunus

Das Ziel der Sentinels-Fußballer: "Bestes Team der Stadt"

  • vonStefan Fritschi
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Bad Homburgs American-Football-Club gründet überraschend eine Fußballmannschaft. Die Abteilung baut ein Ex-Profi von Kickers Offenbach auf.

Bad Homburg -Mit dem Slogan "American Football in der Kurstadt" werben die Bad Homburg Sentinels auf ihrer Homepage. Doch künftig wird bei den "Wächtern" nicht nur das ovale Ellipsoid geworfen und gekickt, sondern auch mit dem runden Ball gepasst. Ab der Saison 2021/22 nimmt der Club am Spielbetrieb des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) teil. Football und Fußball in einem Verein - dies ist eine un-, ja außergewöhnliche Kombination. Was hat die Sentinels zu diesem Schritt veranlasst?

"Unsere Motivation ist, größer zu werden. Im Football ist ein gewisses Potenzial ausgereizt, da gilt es sich nach dem Aufstieg in die GFL 2 (German League Football 2, d. Red.) zu stabilisieren. Schon vor Monaten war im Grundsatz klar, eine neue Abteilung zu gründen. Und beim Fußball hat man ein geringes finanzielles Risiko", nennt der 2. Vorsitzende Maximilian Schwarz die Gründe und fügt an: "Unser langfristiges Ziel ist, die beste Mannschaft in Bad Homburg zu werden."

Start in der Kreisliga C Hochtaunus

Diesen Status hat zurzeit der Gruppenligist DJK inne. Zunächst gelte es laut Schwarz aber, die neue Abteilung gesund aufzubauen, "dann kommen auch mehr Sponsoren". In der untersten Spielklasse, der C-Liga, müssen die Sentinels-Fußballer anfangen - bisher ein Auffangbecken für 2. und 3. Mannschaften.

In Stefan Hickl, dem Kicker und Receiver des Aufsteigers in die GFL2, hat der Verein einen Mann in seinen Reihen, der so manche Tür öffnen kann - nicht nur bei Spielern, auch bei Sponsoren. Der 33-Jährige war einst Fußballprofi, unter anderem beim FSV Frankfurt, bei Kickers Offenbach und Darmstadt 98, und soll künftig den Erfolgsweg ebnen. Hickl wird die Abteilung leiten, Sportlicher Leiter sein und soll auf dem Feld dafür sorgen, die Gegentrefferquote gering zu halten. "Es ist aber nicht mein Ziel, auch Trainer zu sein", sagt er selbst. Die Suche nach einem Coach sei noch im Gange. Einsätze Hickls im Football-Team soll es aber auch weiterhin geben.

Jedenfalls, das betont Hickl, "sind schon 15 Spieler im Kader". Welche, darüber will er nicht sprechen. Es müssen aber gestandene dabei sein, wenn die Vorgabe umgesetzt werden soll. "Wir wollen so schnell wie möglich aus der C-, B- und A-Liga raus", bekräftigt Hickl, der zuletzt mit seinem ehemaligen FSV-Kumpan Adrian Matuschewski "just for fun" für die 2. Mannschaft der SG Ober-Erlenbach in der Kreisliga A aktiv war.

Erst einmal nur eine Fußball-Mannschaft

In den ersten zwei Jahren wollen die Sentinels nur mit einer Mannschaft spielen. "Alles weitere werden wir dann sehen, wir schauen uns die Entwicklung an", sagt Hickl dazu. Auch erst dann werde die Entscheidung fallen, wie sich Jugendarbeit auch im Fußball gestalten könnte. Trainieren werden die Sentinels-Fußballer in Ober-Eschbach am Sportplatz am Massenheimer Weg. Laut Schwarz ist es noch nicht geklärt, wo die Heimspiele stattfinden: entweder dort oder im angestammten Football-Refugium Sportzentrum Nord-West.

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