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Den Spitzenreiter „zerlegt“: Das ist der Eisbachtaler Klassenerhalt!

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In seinem vorerst letzten Heimspiel für die EIsbachtaler Sportfreunde gehörte Masaya Wieland-Omotezako (links), hier im Zweikampf mit Pfeddersheims Emirkan Oruc, zu den stärksten „Eisbären“. Der Defensivmann steuerte selbst einen Treffer zum Sieg seiner Sportfreunde bei.
In seinem vorerst letzten Heimspiel für die EIsbachtaler Sportfreunde gehörte Masaya Wieland-Omotezako (links), hier im Zweikampf mit Pfeddersheims Emirkan Oruc, zu den stärksten „Eisbären“. Der Defensivmann steuerte selbst einen Treffer zum Sieg seiner Sportfreunde bei. © Andreas Egenolf

Die Eisbachtaler Sportfreunde haben endgültig Gewissheit: Nach einem 8:1 (4:1)-Husarenstück gegen den Spitzenreiter der Abstiegsrunde, die TSG Pfeddersheim, bleiben die Westerwälder auch in der Saison 2022/23 Oberligist. Im Mittelpunkt des imposanten Heimsieges standen vor allem aber die Spieler, die den Verein teilweise nach Jahren verlassen werden.

VON ANDREAS EGENOLF

So etwa Robin Stahlhofen. Der Hundsänger durfte von Beginn an ran und drängte sichtlich darauf, noch einmal vor Heimpublikum für seine „Eisbären“ zu treffen. Das gelang dem Offensivmann zwar nicht, doch die 380 Zuschauer sahen zumindest zwei Torvorlagen des 28-Jährigen. Mehr Glück vor dem Pfeddersheimer Tor hatten da schon Masaya Wieland-Omotezako und Marvin Kleinmann. Das ansonsten eher wenig treffsichere Duo, das im Sommer zur SG Hundsangen/Steinefrenz/Weroth beziehungsweise zur SG Ellingen wechselt, durfte sich zum Abschied noch einmal in die Torjägerliste eintragen.

Generell war es ein umjubelter Tag auf dem Nentershäuser Kunstrasen, wofür ein furioser Auftritt der Eisbachtaler gegen personell gebeutelte Gäste sorgte. Die Sportfreunde ließen von Beginn an keine Zweifel, dass sie vor eigenem Publikum den Klassenerhalt endgültig sichern wollten. Dass es auch so kam, dafür sorgten die Westerwälder frühzeitig: Robin Stahlhofen bediente nach sieben Minuten von der Torauslinie Takuya Kakui, der im Fünfer nur noch den Ball über die Linie drücken musste (7.). Der zwischenzeitliche Ausgleich von Finn Mörschel (14.), dem in der Entstehung ein klares, aber ungeahndetes Foulspiel an Eisbachtals Tommy Brühl vorangegangen war, vermochte die Feierstimmung der Sportfreunde nur kurzzeitig zu trüben. Kakuya Kakui mit einem platzierten Gewaltschuss aus 16 Metern (18.) und Jonah Arnolds (36.), der einen abgeblockten Schuss Robin Stahlhofens unfreiwillig von der TSG-Defensive serviert bekam, sorgten noch vor der Pause für eine beruhigende Führung, die Jonah Arnolds mit dem Pausenpfiff nach einer perfekt servierten Ecke von Lukas Tuchscherer per Kopf auf 4:1 ausbaute (45.).

Pfeddersheim ergab sich mit zunehmender Spielzeit immer mehr der ungebremsten Eisbachtaler Spiellaune, wodurch zwangsläufig zahlreiche Torchancen und am Ende auch weitere Treffer entstanden. Masaya Wieland-Omotezako (58.) mit einem Kunstschuss aus 16 Metern, Lukas Tuchscherer per Freistoßes aus 17 Metern (63.), Jonas Arnolds im Einzelduell mit TSG-Schlussmann Patrick Stofleth (66.) und Marvin Kleinmann nach einem Abpraller (90.) schraubten das Endergebnis auf 8:1 in die Höhe.

Nach dem Schlusspfiff konnten dann die langersehnten Feierlichkeiten zum Klassenerhalt auf Eisbachtaler Seite beginnen, die sich dem Vernehmen nach bis tief in die Nacht hinein zogen. Zudem fügten die „Eisbären“ auf den Tag genau 50 Jahre nach dem Aufstieg in die damals zweithöchste deutsche Spielklasse, die Regionalliga Südwest, mit dem Klassenerhalt ihren Geschichtsbüchern ein weiteres erfolgreiches Kapitel hinzu.


Eisbachtal: Schuhmacher – Kleinmann, Heene, Brühl (46. Lauer), Plum (66. Reitz) – Olbrich (74. Ramcilovic), Tuchscherer, Wieland-Omotezako, Kakui – Stahlhofen (78. Moritz Hannappel), Arnolds – Pfeddersheim: Stofleth – Bhatti, Lutz, Nagel, Oruc (71. Neumann) – Haber, Schmidt, Bräuner, Mörschel (86. Schygulla) – Yeboah (83. Rißmann), Chaloul (83. Loch) – SR: Zemke (Püttlingen) – Zuschauer: 380 – Tore: 1:0 Takuya Kakui (7.), 1:1 Finn Constantin Mörschel (14.), 2:1 Takuya Kakui (18.), 3:1, 4:1 Jonah Arnolds (36., 45.), 5:1 Masaya Wieland-Omotezako (58.), 6:1 Lukas Tuchscherer (63.), 7:1 Jonah Arnolds (66.), 8:1 Marvin Kleinmann (90.)

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