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Der Abstiegskampf verspricht Spannung

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Von: Klaus Wiebe

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Angel Ramiro Garces Tezada (l.) kämpft mit der SG Hoechst um den Klassenerhalt, Arijan Goharnia (r.) hofft mit der zweitplatzierten TuS Hornau noch darauf, Spitzenreiter Dorndorf abzufangen. FOTO: Lorenz
Angel Ramiro Garces Tezada (l.) kämpft mit der SG Hoechst um den Klassenerhalt, Arijan Goharnia (r.) hofft mit der zweitplatzierten TuS Hornau noch darauf, Spitzenreiter Dorndorf abzufangen. © Marcel Lorenz

Sechs Teams müssen eventuell runter - "45 Punkte wohl nötig"

Main-Taunus -"Aufgrund der aktuellen Lage wird es keine Restrunden-Besprechung geben", hat Dirk Webert vor einigen Tagen den Vereinen der Fußball-Gruppenliga mitgeteilt. Der Klassenleiter hat daher die jeweiligen Verantwortlichen aufgefordert, dass sie ihre terminlichen "Verlegungs-Wünsche untereinander absprechen und ihm dann bis spätestens 20. Februar melden müssen".

Bereits fest steht, dass die beiden bisher einzigen Nachholspiele FC Dorndorf gegen RW Hadamar II sowie Germania Okriftel gegen den VfB Unterliederbach am 27. Februar (Sonntag, 14.30 Uhr) ausgetragen werden sollen. Der erste komplette Spieltag ist dann wieder für den 6. März geplant. Als eventuelle Nachholtermine sind der Ostermontag (18. April) und Himmelfahrt (26. Mai) vorgegeben.

Nach dem derzeitigen Stand in der Tabelle steht der FC Dorndorf als einzige noch ungeschlagene Mannschaft recht einsam an der Spitze. Das junge Team des TuS Hornau (2.) konnte lange Zeit Schritt halten, zeigte aber kurz vor Beginn der Winterpause ein paar Schwächen, was zu vier Punkten Rückstand (bei einem mehr ausgetragenen Spiel) geführt hat. Den ambitionierten Dorndorfern sollte somit der Aufstieg kaum noch verbaut werden können.

Lange Zeit dicht dahinter folgte der VfB Unterliederbach auf dem dritten Rang. "Wir hatten schon Anfang Juni das Training wieder aufgenommen, dieses aber in einer sehr dosierten Form durchgeführt. Das hatte offensichtlich viel Gutes, beim Beginn der Runde waren alle bei uns auf einem sehr guten Stand. Einen solchen Start hat der VfB schon ewig nicht mehr hinbekommen", berichtetet Celal Yesil. Der routinierte Offensivspieler steht seit dieser Saison Trainer Thomas Gräf zur Seite. "Zudem sind wir dieses Mal als Mannschaft besser zusammen gewachsen", fährt er fort. Doch im November folgte ein Einbruch der Leistungen, was vor allem auf die zwei Spielausfälle zurückzuführen war. "Wir konnten zwei Mal wegen der Erkrankungen und der Quarantäne je eine Woche nicht trainieren, unser Rhythmus war dahin", schildert Yesil. "Obwohl unsere betroffenen Spieler geimpft waren, hat es sie erwischt", betont der Sportliche Leiter Peter Voss. Derzeit steht sein Team auf Platz sechs.

Sollte es tatsächlich noch zu einem Abbruch der Runde kommen, käme keiner der bis zu sechs Absteiger aus dem Main-Taunus-Kreis. Am Tabellenende sind die SG Selters, der RSV Würges und die Fvgg. Kastel kaum noch zu retten, selbst der Tabellen-15. Hellas Schierstein müsste viele Punkte aufholen.

Der TSV Bleidenstadt (14.) möchte dagegen seine Aufholjagd weiter fortführen, es ist ihm durchaus zuzutrauen. Bei sechs Absteigern kämen dann allerdings mindestens noch acht Mannschaften in Frage. Die dazu gehörenden Teams der SGN Diedenbergen (11.), SG Hoechst (10.), von TuRa Niederhöchstadt (9.) und der SG Oberliederbach (7.) haben das Potenzial, die für den Klassenerhalt nötigen Zähler in ihren verbleibenden 15 Begegnungen zu holen.

Keine Neuzugänge

in Diedenbergen

"Wenn es sechs Absteiger gibt, werden wohl gar 45 Zähler nötig sein, um sicher zu gehen. Daher werden wir von Beginn an darauf aus sein, stets das Optimale zu holen", sagt der Diedenbergener Trainer Benjamin Apidopoulos, der nach der Winterpause weiterhin auf seinen bewährten Stamm vertraut. "Wenn wir am 23. Januar wieder mit dem Training beginnen können, werden keine Neuverpflichtungen dabei sein", führt der Trainer dazu aus. Sollte die Pandemie keinen Strich durch die Rechnung machen, wird es in der überwiegend recht ausgeglichen besetzten Gruppenliga auf jeden Fall mit Blick auf die Abstiegsfrage an Spannung nicht mangeln. Aber vielleicht schwächelt an der Spitze auch der FC Dorndorf auch noch einmal. kbe

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