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Der Ball fliegt einfach nicht ins Tor

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Von: Volker Hofbur

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Mario Gonzalez Borja (rechts, gegen den Dotzheimer Johannes Schuhmacher) versuchte mit seinen Teamkollegen alles, aber die Schwächen im Abschluss sorgten für die vierte Saisonniederlage der TSG Münster. FOTO: marcel lorenz
Mario Gonzalez Borja (rechts, gegen den Dotzheimer Johannes Schuhmacher) versuchte mit seinen Teamkollegen alles, aber die Schwächen im Abschluss sorgten für die vierte Saisonniederlage der TSG Münster. © Marcel Lorenz

Münsterer Handballer verwerfen beim 15:19 gegen Dotzheim 20 freie Bälle

Münster -Die Handballer der TSG Münster verpassten erneut ein Erfolgserlebnis in der Oberliga Süd. Gegen den TuS Dotzheim gab es eine 15:19 (7:9)-Niederlage. Die Ursache dafür ist unverkennbar.

Trainer Daniel Wernig verzichtete aus dem aktuellen Kader auf die angeschlagenen Thomas Bolling (Knieverletzung), Klaudio Hranjec (Handverletzung), Bastian Schwarz (Sprunggelenksprobleme) und Marc Zelser (Rückenprobleme), auf die er in der Rückrunde im Januar und Februar hofft. Und dennoch spielten die Münsterer nicht schlecht. "Die Jungs sind derart fokussiert, motiviert und auch konzentriert, aber sie belohnen sich nicht. Wir haben sieben von neun Siebenmetern und 13 freie Bälle verworfen, das ist brutal", fand Wernig schnell den Grund für die Niederlage seiner Mannschaft, "mit 20 Fehlwürfen gewinnst du in der Oberliga kein Spiel".

Seine Mannschaft spielte gut, verteidigte stark und bot dem Favoriten Paroli. Bis zur sechsten Minute gelang den Gastgebern nur ein Treffer beim 1:3-Rückstand. Zehn Minuten später hatten sie ohne einen weiteren Gegentreffer zum 3:3 ausgeglichen. "Bis dahin haben wir drei Siebenmeter und drei freie Würfe aus dem Spiel vergeben", sah der Münsterer Trainer viele vergebene Chancen, in Führung zu gehen. Auf der anderen Seite sah er eine starke Abwehrleistung seiner Mannschaft, die in dieser Phase zwölf Minuten kein Gegentor zuließ. Danach wechselte Wernig durch, erhoffte sich neue Impulse für das Angriffsspiel. "Einige der eingewechselten Akteure hatten keine Bindung zum Spiel. So musste ich nach zehn Minuten wieder zurückwechseln, um wieder Ruhe in unser Spiel zu bringen", beschrieb er die schlechteste Phase seiner Mannschaft, in der sie mit 4:9 in Rückstand geriet (25.), "in der Phase sind uns einige technische Fehler unterlaufen, die Dotzheim mit seinem Tempospiel bestraft hat". Immerhin zeigte seine Mannschaft Moral, verteidigte sehr stark und verkürzte bis zur Pause auf 7:9.

Das setzte sich in der zweiten Halbzeit fast noch extremer fort. Bis zur 38. Minute hatten die Münsterer auf 9:10 verkürzt, anschließend bis fünf Minuten vor Schluss den Rückstand bei zwei Toren gehalten. "In der Schlussphase haben wir noch offensiver gedeckt und mehr riskiert, so ist die höhere Niederlage zustande gekommen", berichtete der Münsterer Trainer.

Für Wernig ist die Sache klar: "Die Jungs brauchen ein Erfolgserlebnis. Wir erspielen uns unsere Chancen gut und lassen sie dann teilweise kläglich aus. Da müssen wir erkennen, dass uns einige Prozent Potenzial fehlen. Wir müssen nichts anders machen - nur die Bälle rein." Die Mannschaft arbeitet so hart in der Abwehr, belohnt sich aber nicht - wie in allen Spielen außer in Obernburg und Bürgel. "Unser Problem ist das Abschlussverhalten. Das geht nur über einen größeren Willen. Wir werden das analysieren", so Wernig. Seine Spieler haben heute Training, danach neun Tage Pause.

Münster: Sven Müller, Moritz Rausch; Mario Gonzalez Borja 4, Jan-Niklas Müller 3, Tim Kunz, Stefan Mollath 2/1, Julian Schuster, Jan Fegert, Björn Heller je 1, Tom Gerntke 1/1, Moritz Prause, Sebastian Frieman, Felix Ikenmeyer, Tim Klotz. vho

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