Zufrieden im Ziel: Alexander Seitz (Mitte) vom TV Wallau mit Frau Britta (2. v. r.) und Tochter Pauline, Weilbachs Jochen Hinsel (r.) und Birger Friedrichs, Wahl-Amerikaner auf Heimatbesuch. FOTO: mirwald
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Zufrieden im Ziel: Alexander Seitz (Mitte) vom TV Wallau mit Frau Britta (2. v. r.) und Tochter Pauline, Weilbachs Jochen Hinsel (r.) und Birger Friedrichs, Wahl-Amerikaner auf Heimatbesuch.

Leichtathletik

Der etwas andere Weilbacher Silvesterlauf

  • VonWalter Mirwald
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Nach der Absage im Vorjahr laufen die Teilnehmer für sich

Weilbach -Als Werner Siebel am Morgen des Silvestertages aus dem Fenster schaute, wurde er wehmütig. "Wenn heute bei diesem tollen Wetter der 11. Weilbacher Silvesterlauf in der gewohnten Form stattfinden könnte, hätte es gewiss wieder einen Teilnehmerrekord wie 2019 gegeben", meinte der Organisationschef des Laufes. Nachdem 2020 gar nichts ging, war Siebel aber nun froh, dass zum Jahresende 2020 die Veranstaltung zumindest in einer der Corona-Pandemie angepassten Form ausgetragen werden konnte.

Gelaufen wurde in der Zeit vom 29. bis zum 31. Dezember. Es gab keine Anmeldung. Jeder konnte zu einer beliebigen Uhrzeit in diesem Zeitraum starten. Es wurde kein Startgeld erhoben. Dennoch war jeder Teilnehmer über die TG Weilbach beim Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) versichert. Jeder stoppte für sich die gelaufene Zeit und konnte sie an die TG Weilbach melden, die es auch ermöglichte, Urkunden auszudrucken. Es wurde auch um Spenden gebeten, um die Leberecht-Aktion des Höchster Kreisblatts zu unterstützen.

Der Kreisblatt-Reporter war am Silvestermorgen auf der Strecke entlang der Regionalparkroute, um zu sehen, ob der Corona-geschuldete Lauf der anderen Art angenommen wurde. Und er traf etliche Läuferinnen und Läufer, die am letzten Tag des Jahres noch einmal richtig Gas gaben, um auch die TG Weilbach und die Leberecht-Aktion zu unterstützen.

Mit von der Partie war der Organisator des Wallauer Mitsommerlaufs, Alexander Seitz, der im Sommer 2020 wegen der Pandemie auch den Traditionslauf nicht veranstalten konnte. In Weilbach war er mit seiner Frau Britta und seiner Tochter Pauline wie auch in den vergangenen Jahren auf der Laufstrecke unterwegs. "Das ist heute ein Traumtag, die Strecke ist wunderbar ausgeschildert", lobte Britta Seitz. Tochter Pauline war mit ihrer Zeit von 58:46 Minuten auf der rund 12,5 Kilometer langen Langstrecke hochzufrieden. Damit wäre sie vielleicht sogar ganz vorne gewesen, wenn es eine offizielle Wertung gegeben hätte. Die Familie Seitz hat jedenfalls das letzte Lauferlebnis 2020 genossen. "Eine Spende geben wir natürlich auch", sagte Alexander Seitz.

Der Weilbacher Jochen Himsel freute sich im Ziel über die große Resonanz: "Wenn man das alles zusammenrechnet, hätte das ein großes Starterfeld bedeutet."

Start und Ziel waren wie gewohnt am Hintereingang zur Jahn-Turnhalle vor dem Turnplatztor. Die Umkleidekabinen und Duschen waren geschlossen. Das war für die Läuferschar bei Temperaturen bis zu 16 Grad in der Sonne kein Problem. wm

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