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Der Himmel hängt voller Dorndorfer Geigen

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Kreispokalsieger 2022: FC Dorndorf.
Kreispokalsieger 2022: FC Dorndorf. © Patrick Jahn

Im Finale des Fußball-Kreispokal-Wettbewerbs hat der FC Dorndorf dem (noch) zwei Klassen höheren SV Rot-Weiß Hadamar ein Schnippchen geschlagen und sich durch einen 3:2-Erfolg den „Pott“ gesichert. Damit hat die Elf von Spielertrainer Florian Hammel das „Double“ in der Tasche. Nach Abpfiff vor 600 Zuschauern in Eschhofen kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

VON PATRICK JAHN

FC Dorndorf – SV Rot-Weiß Hadamar 3:2 (2:1). Die Partie begann mit einem Knallbonbon: Marian Dillmann hatte nach nicht einmal 120 Sekunden einen Rückpass zu Keeper Christopher Strauch gespielt, der die Kugel falsch einschätzte und mitansehen musste, wie sie über die Linie trudelte – 0:1. Hadamar hätte schnell antworten können, doch Marco Koch verpasste eine gute Flanke von Luca Teller knapp (4.).

Wer vermutete, der Hessenligist würde den Takt bestimmen, sah sich getäuscht. Die Dorndorfer waren meist einen Schritt schneller, aggressiver in den Zweikämpfen, ja, schlichtweg besser. Junmoon Park wäre beinahe der zweite Treffer gelungen, doch sein Kopfball nach Freistoß-Hereingabe Thomas Wilhelmys ging knapp vorbei (16.). Eine gute halbe Stunde war vorüber, da jubelte der FCD zum zweiten Mal: Ajmir Koochi war über die linke Seite durchgebrochen, spielte einen überlegten Querpass, den Fabio Dahlem nur noch über die Linie drücken musste – 2:0 (32.).

Was war mit Hadamar? Die Kühne-Elf fand zu keiner Zeit in die Partie, zeigte eine schlechte Körperspache, kam dann aber doch noch vor der Pause zurück: Nach Tiefenpass von Jerome Zey räumte Florian Hammel den einen Tick schnelleren Marco Koch im Strafraum ab – Elfmeter. Jerome Zey setzte das Spielgerät unmissverständlich in den rechten Giebel; nur noch 2:1 (45.+3).

Auch nach Wiederbeginn änderte sich wenig. Die Fürstenstädter kamen kaum zu gefährlichen Abschlüssen – ganz im Gegensatz zu den Schwarz-Weißen. Florian Kröner schoss aus halblinker Position drüber (53.), und Christopher Strauch rettete gegen den aus spitzem Winkel abschließenden Thomas Wilhelmy (58.). Und dann kam das, was sich abgezeichnet hatte: Mohamed Zouaoui schloss aus 16 Metern stramm ab, Christopher Strauch parierte stark, wurde dann aber von seinen Teamkollegen im Stich gelassen – Zouaoui schaltete am schnellsten und besorgte wuchtig das 3:1 (59.).

Dorndorf, von seinen zahlreichen Fans weiterhin angetrieben, ging aber so langsam die Puste aus. Das Blatt wendete sich. Spätestens, als Ruben Monteiro-Carvalho mit klugem Pass Marco Koch auf die Reise schickte, dieser querlegte und Niklas Kern zum 3:2 vollendete, wurde es richtig spannend (66.). Zwar hatte Ajmir Koochi die Entscheidung auf dem Fuß (75.), doch die Rot-Weißen starten in der Endphase Angriff um Angriff. Mirco Paul schoss knapp links daneben (78.), Marian Dillmann zielte etwas überrascht aus kurzer Distanz drüber (90.), und auch ein Fallrückzieher Tristan Burggrafs segelte über den Querbalken (90.+2).

Nein, Hadamar hätte den Ausgleich an diesem Tag nicht verdient gehabt; der FC Dorndorf den Pokalsieg nach aufopferungsvollen 96 Minuten dafür aber umso mehr. Der VfL Eschhofen war im Übrigen ein prächtiger Gastgeber und hatte wirklich an alles gedacht.

Dorndorf: Hammel, Mansur, Kunz, Schneider, Park, Wilhelmy, Zouaoui, Dahlem, Tuzlak, Koochi, Kröner (Cano Cifuentes, Vogt, Jede, Krahnefeld) – Hadamar: Strauch, Paul, Dimter, Kittel, Teller, Zey, Dillmann, Burggraf, Bangert, Neugebauer, Koch (Monteiro-Carvalho, Kern) – SR: Tim Dalef (Hünfelden) – Tore: 1:0 Marian Dillmann (2., Eigentor), 2:0 Fabio Dahlem (32.), 2:1 Jerome Zey (45.+3, Foulelfmeter), 3:1 Mohamed Zouaoui (59.), 3:2 Niklas Kern (66.) – Zuschauer: 600.

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