Michael Eitner ist neuer Sportvorstand im JFV Friedrichsdorf.
+
Michael Eitner ist neuer Sportvorstand im JFV Friedrichsdorf.

Fußball, Hochtaunus

Der JFV Friedrichsdorf stellt sich neu auf

  • VonStefan Fritschi
    schließen

Der TV Burgholzhausen, der TV Seulberg und der FSV Friedrichsdorf stellen mittlerweile das Gros der Nachwuchsspieler im Jugendförderverein. Auch im Vorstand gab es Veränderungen.

Ein neuer Vorstand will mit neuem Konzept den Jugendförderverein (JFV) Friedrichsdorf wieder in Schwung bringen. Seit April führen Michael Rexhausen (Vorsitzender, SV Seulberg), Michael Eitner (Vorstand Sport, TV Burgholzhausen) und Torsten Iba (Vorstand Finanzen, FSV Friedrichsdorf) den JFV. „Nach der Gründungseuphorie ist Stillstand eingetreten, die Stammvereine sind unzufrieden geworden“, sagt Eitner. Zwar sei noch mal ein Projekt angelaufen, doch „die Differenzen waren nicht mehr zu überbrücken. Sie wollten mit der bisherigen Führung nicht weitermachen.“

Eitner ist der Protagonist, der das Konzept grundlegend überholte. Nicht nur die leistungsstärksten Mannschaften stünden wie zuvor im Blickpunkt, sondern alle. „Wir wollen sämtliche Jugendlichen einheitlich trainieren und dies ab der nächsten Saison umsetzen“, erklärt der 53-Jährige. Es gehe darum, Spaß am Fußball zu erhalten. 2021/22 sollen sieben Teams am Spielbetrieb teilnehmen, davon jeweils zwei A- und B- sowie drei C-Junioren-Mannschaften. Zuletzt habe es nur ein statt zwei A-Junioren-Teams gegeben. Die drei 1. Mannschaften der Altersklassen spielen in der Kreisliga, die restlichen in der Kreisklasse. Derzeit verfügt der JFV über 133 Spieler (nur Jungs). Die Aufteilung auf die fünf Clubs differiert stark. Nach Eitners Angaben stellen der SV Seulberg (45) und TV Burgholzhausen (41) das Gros. Während der FSV Friedrichsdorf mit 30 noch leicht über dem Durchschnitt liegt, fallen Teutonia Köppern (12) und die Sportfreunde Friedrichsdorf (5) deutlich ab.

Nach der „Notbremse“ der Bundesregierung ist der Trainingsbetrieb beim JFV wieder mehr eingeschränkt. Lediglich Spieler unter 14 Jahren trainieren in kleinen Einheiten. „Das betrifft nur 15 Spieler“, sagt Eitner. In drei Fünfergruppen werden Passspiel und Torschüsse geübt, Kontakt ist nicht erlaubt. „Es ist bitter für die Jungs“, konstatiert Eitner. Immerhin hat er Hoffnung, dass bis zu Beginn der nächsten Spielzeit sich die Lage spürbar entspannen wird. „Es wird zwar nicht so sein wie vor zwei Jahren, aber wir werden wieder auf dem Platz stehen, und die Jugendlichen brauchen dies auch. Sie lechzen nach einem Angebot“, sagt der gebürtige Badener, der sich nun in Burgholzhausen heimisch fühlt und auch als Jugendtrainer fungiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare