Lasse Ohl vom TuS Holzheim, hier vor dem Wahrzeichen der Ortsgemeinde, der Burg Ardeck, startet durch.
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Lasse Ohl vom TuS Holzheim, hier vor dem Wahrzeichen der Ortsgemeinde, der Burg Ardeck, startet durch.

Handball

Der nächste Ohl im Visier der Bundestrainer

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Der TuS Holzheim ist eine sogenannte „Handball-Hochburg“. Der Verein hat schon mehrfach große Talente hervorgebracht. Aber eine Familie sticht in dieser Hinsicht ganz besonders heraus: die Familie Ohl. 

Die Holzheimer „Handball-Dynastie“ sorgt nun mit einem weiteren Familienmitglied für Schlagzeilen im nationalen Handballsport. Lasse Ohl – jüngerer Bruder von Paul Ohl, der in der Jugend-Bundesliga spielt und im Oktober Torschütze des Monats war – darf sich vom 30. März bis 1. April bei einem dreitägigen Sichtungscamp des Deutschen Handball-Bundes (DHB) im nordrhein-westfälischen Warendorf vor den Augen der DHB-Nachwuchstrainer präsentieren.

Der 16-Jährige hatte auf Empfehlung des hessischen Landestrainers Rastislav Jedinak eine Einladung für diese Maßnahme erhalten. Aufgrund der Corona-Pandemie verläuft die Sichtung in diesem Jahr mit veränderten Rahmenbedingungen ab, denn es werden pro Landesverband weniger als die üblichen zwölf Nachwuchstalente zur Sichtung gebeten. Der DHB orientiert sich an den Vorschlägen der Verbandstrainer, die ihre stärksten Spieler entsenden. Lasse Ohl ist einer von sieben Akteuren, die den Hessischen Handball-Verband (HHV) repräsentieren werden. Als Kreisläufer will er sich bei den sportmotorischen und handballspezifischen Tests empfehlen.

Nachwuchs-Chef-Bundestrainer Jochen Beppler betont, dass sich der derzeit unterschiedliche Stand der Öffnungsschritte in den einzelnen Bundesländern auf die Sichtung auswirkt: „In einigen Bundesländern kann seit geraumer Zeit überhaupt nicht trainiert werden. Die betroffenen Spieler jetzt anderen, die sich bereits im Trainingsbetrieb befinden, gegenüberzustellen, sei wie ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. „Jeder Kandidat wird nach und nach seine Einstiegsmöglichkeiten bekommen. Unsere Talentscouts werden die nächsten Vergleichsturniere der Landesverbände deshalb ganz genau verfolgen“, macht der Langgönser deutlich, dass der DHB alles Mögliche tun werde, damit auch in diesen – für Spieler genauso wie für Trainer – schwierigen Zeiten kein Talent verlorengehe. alo

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