Badminton, Main-Taunus

Der nächste Schritt folgt

  • Volker Hofbur
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Der Hofheimer Mark Niemann wechselt an den DBV-Stützpunkt Mülheim

Hofheim -Im Alter von acht Jahren hat Mark Niemann mit dem Badmintonspielen angefangen. Sieben Jahre später gehört er dem Nationalkader NK2 an und wurde nun für die U17-Europameisterschaft als Jahrgangs-Jüngerer nominiert. Und er geht nun den nächsten Schritt: Er wird nach diesem Schuljahr an den Bundesstützpunkt Mülheim/Ruhr wechseln. "Ich werde dort an einem Gymnasium zur Schule gehen, das mit dem Deutschen Badminton-Verband kooperiert und werde in einem in der Nähe liegenden Internat wohnen", erklärt der 15-Jährige.

Eigentlich hatte er geplant, in das Internat am Olympiastützpunkt Frankfurt zu gehen und an der Carl-von-Weinberg-Schule in Goldstein seine Schule weiterzumachen. Dann folgten Gespräche mit Matthias Hütten. Der ehemalige Bundestrainer für die Jugend ist jetzt Referatsleiter für den Leistungssport der Jugend und zudem Bundesstützpunkt-Leiter in Mülheim. "Er hat seinen Standort angepriesen", erläutert Niemann, "als er in Frankfurt bei meinem Vater und mir sowie dem Hessischen Landestrainer in der Sache vorsprach. Danach habe ich eine Probewoche beim Bundesjugendtrainer Michael Fuchs absolviert. Anschließend haben wir entschieden, dass ich dorthin gehen werde".

Mark Niemann entschied sich aus schulischen und sportlichen Gründen für Mülheim. "In den anderen Bereichen ist es eine komplizierte und nicht ganz einfache Entscheidung gewesen", sagt er, "die drei Stunden Bahnfahrt muss ich in Kauf nehmen, aber ich möchte mich in meinem Kader behaupten".

Das Schöne für seinen Verein: Mark Niemann kann weiterhin für den TV Hofheim und auch für Hessen spielen. "Das ist für mich als Kadermitglied möglich", freut er sich. In Hofheim könnte er in die Regionalliga-Mannschaft aufrücken. Dennoch ist es für ihn ein Schritt in einen neuen Abschnitt: "Ich möchte diesen Weg gehen. Das Umfeld kenne ich, die Mitspieler und Trainer kenne ich auch. Der Unterschied ist, dass ich permanent dort und von hier weg sein werde."

Natürlich ändert sich der Trainingsumfang für ihn. Bisher standen fünf bis sechs wöchentliche Trainingseinheiten für ihn an, in Zukunft werden es zwei bis drei tägliche Einheiten sein. "Es ist eine schöne Herausforderung, der ich mich stellen möchte", zeigt sich die Vorfreude bei Niemann, der dort auch längerfristig keine Probleme mit Trainingspartnern bekommen wird, da er auch mit den Älteren aus dem Bundesstützpunkt trainieren kann.

Auch wenn Mark Niemann eine trainingsintensive Zeit bevorsteht, hat er das Bewusstsein, sich ein zweites Standbein mit einer Ausbildung zu schaffen. Eine Verletzung kann immer kommen, das weiß auch er. "Langfristig möchte ich eine Ausbildung machen, mir schwebt da ein Studium im technischen Bereich vor", blickt er voraus.

Sportlich wird es jetzt für ihn intensiv. In dieser Woche reiste Niemann zu zwei internationalen Turnieren nach Bulgarien, Ende Juli geht es zu einem achttägigen Europameisterschafts-Vorbereitungslehrgang (Nations Camp) in die Schweiz und Ende August zu den U17 Europameisterschaften ins slowenische Podcetrtek. "Meilenstein ist für mich die U19-Europameisterschaft 2024, die mit dem Ende der Schulausbildung zusammenkommt", erklärt Niemann, "das haben wir uns als Ziel gesetzt". Und darauf wird der 15-Jährige jetzt seinen Fokus legen. Volker Hofbur

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