Um jeden Ball wird gekämpft, wie hier zwischen Steffen Moritz (TuS Dietkirchen, links) und Brooklyn Wölfinger (SV RW Hadamar).
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Um jeden Ball wird gekämpft, wie hier zwischen Steffen Moritz (TuS Dietkirchen, links) und Brooklyn Wölfinger (SV RW Hadamar).

Fußball von Mittwochabend

Der Reckenforst bebt: 4:1-Derbysieg gegen Hadamar

Drittes Derby innerhalb von sechs Wochen. Und dieses Mal ging das Duell an den TuS Dietkirchen, der in der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, am Mittwochabend mit 4:1 gegen Tabellenführer SV Rot-Weiß Hadamar gewann. In der Gruppenliga Wiesbaden verteidigte der FC Dorndorf Rang eins mit einem 1:0-Erfolg beim SV Rot-Weiß Hadamar 2. Favoritensiege landeten die SG Nord (A-Liga) und der SV Wilsenroth (B1).

HESSENLIGA

TuS Dietkirchen – SV Rot-Weiß Hadamar 4:1 (2:0). Es war Feuer unter dem Dach. Schon nach zwei Minuten lag der Ball im Hadamarer Tor, doch Max Zuckrigls Hinterkopf-Treffer war aus einer Abseitsstellung entsprungen. Dann ging ein Leukel-Kopfball haarscharf drüber. Hadamar brauchte einen Moment, um sich zu finden. Und schon traf der schnelle Marco Koch das Außennetz. Im Gegenzug das frühe Verhängnis: Rot-Weiß-Keeper Christopher Strauch spielt Mirco Paul kurz an, Max Zuckrigl geht dazwischen, Paul trifft ihn am Fuß – der Pfiff, Foulelfmeter für den TuS und Rot für Paul. Eine harte Entscheidung. Solche Gelegenheiten lässt sich Steffen Moritz nicht entgehen: 1:0 (15.).

Fortan war allerdings nicht zu sehen, dass die Wörsdörfer-Elf in Überzahl spielte. Jann Bangerts Steckpass erreichte Jerome Zey, der zielte knapp vorbei. Auf der Gegenseite unterlief Brooklyn Wölfinger fast ein Eigentor. Jetzt war richtig was los. Nach einer Kratz-Ecke köpfte Zuckrigl an die Latte; Gegenzug über Marco Koch, der aber, ebenso wie Bangert im Nachschuss, in Raphael Laux seinen Meister fand. Zey in die Gasse auf Koch – Offensivfoul. Andere Richtung. Niklas Schmitts langen Ball erlief Robin Böcher, der legte zurück auf Zuckrigl – 2:0 (42.), Halbzeit, durchatmen.

Drei Minuten nach Wiederbeginn foulte Dennis Leukel Jann Bangert im 16er, und Luca Teller traf per Elfer zum 1:2-Anschluss. Ein Hauch von Nervosität ging jetzt durch die Reihen der Reckenforstler. Höchste Konzentration war gefragt. Alle Zweifel aber waren verflogen, als ein Kopfball-Querschläger von Robin Böcher den hochsteigenden Nils Bergs erreichte und der aus sechs Metern zum 3:1 einköpfte (60.). War das schon die Vorentscheidung? Mitnichten!

Die Mannschaft von Stefan Kühne hatte sich noch längst nicht aufgegeben, wollte noch was reißen, hatte aber Glück, dass der Schiedsrichter das Foul von Luca Teller an Jonathan Mink nicht mit einem Strafstoß ahndete (63.). An die Hereingabe Jann Bangerts kam Marco Koch am zweiten Pfosten nicht richtig heran (65.). Es war ein super Spiel, beste Unterhaltung für das Publikum. Das Glück war an diesem verregneten Abend auf der Seite der Dietkircher. Fünf Minuten vor Schluss landete eine Flanke von Niklas Schmitt am kurzen Pfosten bei Dennis Leukel – 4:1. Die Entscheidung. Der Tabellenführer gab zwar noch immer nicht auf; allein: Es war ein Kampf gegen die Windmühlen. PATRICK JAHN

Dietkirchen: Laux, N. Schmitt, Böcher, Müller, Kratz, Leukel, Zuckrigl, Bergs, Moritz (70. Dankof), Mink (81. Cakir), Weis – Hadamar: Strauch, Paul, Wölfinger, Kittel (60. Monteiro-Carvalho), Teller, Zey, Dillmann, Velemir (77. Neugebauer), Burggraf, Bangert, Koch (66. Kern) – SR: Schandry (1. FC-TSG Königstein) – Tore: 1:0 Steffen Moritz (15./FE), 2:0 Maximilian Zuckrigl (42.), 2:1 Luca Teller (48./FE), 3:1 Nils Bergs (60.), 4:1 Dennis Leukel (85.) – Rot: Mirco Paul (H./15./Notbremse) – Zuschauer: 430.

GRUPPENLIGA WIESBADEN

SV RW Hadamar 2 – FC Dorndorf 0:1 (0:0). Dass der FC Dorndorf eine Mannschaft ist, die in den Schlussminuten ihre Erfolge einfährt, hat sie auch in Niederhadamar unter Beweis gestellt. Ein typisches 0:0-Spiel entschied ausgerechnet der Hadamarer Thomas Wilhelmy zwei Minuten vor dem Ende mit einem unhaltbaren Flachschuss ins lange Eck. Pech für den SVH, denn eine Minute zuvor hatte Sean Murphy mit einem Heber über den zu weit vor seinem Gehäuse stehenden FC-Spielertrainer Florian Hammel nur die Latte getroffen. Beide Mannschaften agierten mit in defensiven Grundordnungen, so dass sich vor den Toren weniger tat als üblich. Markus Rausch (14.) und Jura Gross (22.) hatten die ersten Angriffsaktionen der Partie, die sehr von der Taktik geprägt war. Koochi prüfte Woloszyn mit einem Schuss ins kurze Eck (25.), und der Rot-Weiß-Torwart war bei einem Wilhelmy-Schuss zur Stelle. Nach dem Wechsel waren Eckstöße hier wie da die gefährlichsten Aktionen. Hadamars Offensivakteure Kosuchin und Kazerooni waren von ihren Gegenspielern zugestellt. In der 80. Minute prüfte Kazerooni Hammel mit einem Aufsetzer. Die Schlussminuten brachten dann die Entscheidung mit dem besseren Ende für Dorndorf. rei

Hadamar: Woloszyn, Stahl, Steinebach, Murphy, Horz, Kazerooni, Rausch, Kosuchin, Gros, Hetzl, Schröder – Dorndorf: Hammel, Mansur, Kunz, M. Schneider, Park, Wilhelmy, Dahlem (90. Vogt), Hindic, Koochi (87. Parisi), Jede (46. Tuzlak), Kröner – Tor: 1:0 Thomas Wilhelmy (88.) – Zuschauer: 200.

KREISLIGA A

SG Nord – VfL Eschhofen 5:1 (2:1). Vor allem in der zweiten Halbzeit war die SG Nord dem Gegner in allen Belangen überlegen. In den ersten 45 Minuten war viel Leerlauf. Lag es am frühen 1:0 Marke „Tor des Monats“, als Andrei Moise den Ball fast von der linken Seitenauslinie über Schmitt im VfL-Tor ins lange Eck zelebrierte? Die Eschhöfer wirkten geschockt, glichen aber kurz vor der Pause durch Leukel aus. Das direkt folgende 2:1 nach Zauberpass von Eberlein auf Tajik sorgte für den moralischen Tiefschlag. Nach knapp einer Stunde war die SGN endgültig Herr der Lage und spulte ihr Pensum routiniert ab. Der kleinste Mann auf dem Platz, Ercan Gencer, traf per Kopf zum vorentscheidenden 3:1. ros

Nord: Fischer, Schneider, Hen, Rademacher, Gencer, Eberlein, Tajik, Moise, Landeis, Schuth, Herdering (Schlimm, Orschel) – Eschhofen: Ch. Schmitt, Becht, Jung-König, Möller, Bozorgzadeh, Leukel, Weyer, Strohbach, Stahl, Klemm, Jung (L. Schmidt, Merfels) – Tore: 1:0 Andrei Moise (5.), 1:1 Manuel Leukel (41.), 2:1 Javad Tajik (43.), 3:1 Ercan Gencer (57.), 4:1 (73.), 5:1 (90.) beide Artur Landeis.

KREISLIGA B1

FC Rubin Limburg-Weilburg – SV Wilsenroth 0:4 (0:1). Bewegten sich beide Kontrahenten im ersten Durchgang noch auf Augenhöhe, so ließ der haushohe Favorit im zweiten Durchgang die Muskeln spielen. Das Gästeteam von Trainer Christian Hartmann war rundum zufrieden, vor allem mit dem tollen Comeback von Torjäger Corrado Pizzio. – Tore: 0:1 Jan Jung (20.), 0:2 (65.), 0:3 (76.) beide Corrado Pizzio, 0:4 Stefan Türk (86.).

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