Walldorfs Torwart Kevin Darmstädter (in Blau), der ins Aufbauspiel häufig miteinbezogen wird, sein Teamgefährte Maximilian Thomasberger (Mitte) und der Dietkircher Dennis Leukel (in Rot).
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Walldorfs Torwart Kevin Darmstädter (in Blau), der ins Aufbauspiel häufig miteinbezogen wird, sein Teamgefährte Maximilian Thomasberger (Mitte) und der Dietkircher Dennis Leukel (in Rot).

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

Der Reckenforst bebt: 5:2-Sieg gegen Walldorf

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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In der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, hat der TuS Dietkirchen eine unglaubliche Effektivität an den Tag gelegt und den Favoriten, Rot-Weiß Walldorf, beim 5:2 deutlich in die Schranken gewiesen.

TuS Dietkirchen – Rot-Weiß Walldorf 5:2 (5:2). Der Reckenforst erlebte eine denkwürdige erste Halbzeit – vielleicht die außergewöhnlichste der bisherigen TuS-Hessenliga-Historie. Dietkirchen lieferte ein Paradebeispiel dafür ab, wie man aus fünf Chancen fünf Treffer macht. Walldorfs Hintermannschaft hatte daran aber zugegebenermaßen einen riesengroßen Anteil, was die tolle Leistung der Wörsdörfer-Elf aber nicht schmälern soll. Bereits nach zwölf Minuten leistete sich Rot-Weiß im Spielaufbau einen groben Schnitzer, den Maximilian Zuckrigl dankend annahm, Dennis Leukel auf die Reise schickte, der cool zum 1:0 einschob. Walldorf, das ausnahmslos alles spielerisch zu lösen versuchte, reagierte wütend. Einmal waren die sonst so kompakt verteidigenden Dietkircher zu weit aufgerückt, da schaltete Fabian Borger schnell um, bediente Nico Struwe, dessen Flanke und den Abschluss Raphael Laux stark parierte, doch als Fabian Borger aus dem Gewühl heraus kompromisslos vollstreckte, war der Keeper machtlos – 1:1 (18.).

Von Schockzustand keine Spur. 120 Sekunden später fiel Maximilian Thomasberger bei einem langen Ball in den Tiefschlaf, Maximilian Zuckrigl hob den Ball fantastisch über den zu weit vor dem Tor postierten Kevin Darmstädter zum 2:1 ins Netz (20.). Es ging hin und her – Walldorf enttäuschte im Spiel nach vorne keineswegs, doch die TuS-Akteure verteidigten vielbeinig. Als Timo Kunert einen Freistoß fast von der Seitenauslinie auf den zweiten Pfosten zog, stieg Jonas Herberg am höchsten und nickte unhaltbar zum 2:2 ein (31.). Walldorf wähnte sich psychologisch im Vorteil und hatte Pech, dass Raphael Laux ein strammes Geschoss Julian Ludwigs über den Querbalken lenkte (33.). Es folgten sieben Minuten des Grauens für den Favoriten, der in dieser Phase das Spiel verlor. Wieder war es ein langer Ball Marco Müllers, wieder war die RW-Defensive abwesend, wieder war es Max Zuckrigl, der technisch anspruchsvoll vollendete – 3:2 (35.). Ein abgewehrter Kratz-Freistoß landete genau vor den Füßen von Marco Müller, der nur noch einschieben musste – 4:2 (39.). Dietkirchen war obenauf und kombinierte sich teilweise rasend schnell nach vorne. Scheiterte Dennis Leukel noch an Keeper Darmstädter, machte es Robin Böcher besser und traf ins verwaiste Gehäuse zum 5:2 (42.).

Dass an diesem Nachmittag so gar nichts mehr anbrennen würde, wurde im zweiten Durchgang relativ schnell klar. Zwar gaben sich die Walldorfer nicht auf, je länger die Partie dauerte, desto mehr war die Luft raus. Beim TuS aber hätte gleich mehrfach der Ausbau folgen können. Erst scheiterte Dennis Leukel am Torhüter (75.), dann zielten Max Zuckrigl und Dennis Leukel kurioserweise an den Pfosten (77.).

„Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war überragend“, freute sich Thorsten Wörsdörfer. „Gegen so einen Gegner eine solche Einstellung und Laufbereitschaft an den Tag zu legen, war schon klasse.“ PATRICK JAHN

Dietkirchen: Laux, Nickmann, Böcher, Müller, Kratz, Leukel, Zuckrigl (87. Hautzel), Bergs, Mink (71. Dankof), Weis, Schmitz (80. Moritz) – Walldorf: Darmstädter, Herberg, Ludwig, Struwe, Kunert, Vogt, Thomasberger (46. Ech Chad), Matheisen (55. Deumlich), Borger, Dogan, Boukayouh (46. Schneider) – SR: Wiebke Schneider (Birstein) – Tore: 1:0 Dennis Leukel (12.), 1:1 Fabian Borger (18.), 2:1 Maximilian Zuckrigl (20.), 2:2 Jonas Herberg (31.), 3:2 Maximilian Zuckrigl (35.), 4:2 Marco Müller (39.), 5:2 Robin Böcher (42.) – Zuschauer: 200.

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