Sie läuft und läuft und läuft: Friederike Schoppe von der LSG Goldener Grund.
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Sie läuft und läuft und läuft: Friederike Schoppe von der LSG Goldener Grund.

Leichtathletik

Der „Showdown“ der Friederike Schoppe

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Auch und vor allem die Sportler haben es dieser Tage sehr schwer. Besonders die  Wettkämpfe fehlen und somit das „Salz in der Suppe“ des Leistungsgedankens. Wie kann man sich helfen in einer Situation, in der man nur zu zweit oder mit einer weiteren Person aus dem eigenen Hausstand Sport treiben darf? 

Der Spiridon Club Frankfurt hatte eine Idee und hat im Frankfurter Stadtwald verschiedene Strecken ausgemessen. Von Ende März bis Mitte April durfte jeder interessierte Läufer für sich oder auch zu zweit die Strecke in Angriff nehmen. Mittels eines GPS-Trackers war es möglich, nachzuweisen, dass man die Strecke gelaufen ist und in welcher Zeit. 443 Sportler haben dieses Angebot mit Begeisterung genutzt. Unter ihnen auch drei Athleten aus dem NNP-Land. Und die trumpften im Halbmarathon (21,1 Kilometer) richtig stark auf.

Persönliche Bestzeit im Halbmarathon

Friederike Schoppe von der LSG Goldener Grund gewann gleich die Gesamtwertung der Frauen und lief zugleich als Zweite des gesamten Feldes ins Ziel. Ein einziger Mann war schneller als sie. 1:20:40 Stunden zeigte die Uhr – das war neue persönliche Bestzeit für die LSG-Athletin.

In ihrem Sog erreichte ihre Teamgefährtin Mara Fladung das Ziel nach erstaunlichen 1:28:55 Stunden. Damit war sie die Zweitschnellste der Frauenklasse und Zehnte im Gesamt-Einlauf. „Was für eine tolle Leistung, die nur durch gezieltes, konzentriertes und durchdachtes Training zustande kommt“, freute sich der LSG-Vorsitzende Martin Rumpf.

Marko Kolbach von der VLG Eisenbach wurde nach 1:29:01 Stunden gestoppt. Damit belegt er die achte Position der Altersklasse M40 und Rang 40 der Gesamtwertung. Martin Rumpf: „Das Ganze ist ein schöner Lichtblick in diesen Zeiten, und vielleicht kann so etwas eine Möglichkeit sein, auch im Raum Limburg-Weilburg die Laufszene wieder zu beleben.“

Für den 9. Mai war eigentlich eine Marathon-Veranstaltung geplant, die allerdings aufgrund der angespannten Pandemie-Situation sicherlich so nicht wird stattfinden können. Die Veranstalter denken gerade über eine Verschiebung nach und suchen nach einer Lösung, wie man den Lauf „sicher“ durchführen kann. mru

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