Enttäuschung bei Jannik Weber (links) und Marius Büchi: Die Krifteler Volleyballer ließen die wenigen sich bietenden Chancen gegen Tabellenführer Karlsruhe aus. Foto: marcel Lorenz
+
Enttäuschung bei Jannik Weber (links) und Marius Büchi: Die Krifteler Volleyballer ließen die wenigen sich bietenden Chancen gegen Tabellenführer Karlsruhe aus.

Volleyball, 2. Bundesliga Süd

Der Tabellenführer Karlsruhe ist zu stark

  • Volker Hofbur
    vonVolker Hofbur
    schließen

Die TuS Kriftel muss sich mit 0:3 geschlagen geben

Kriftel -Dieser Gegner war einfach eine Nummer zu groß. Gegen den Tabellenführer Baden Volleys SSC Karlsruhe mussten sich die Volleyballer der TuS Kriftel mit 0:3 (19:25, 19:25, 22:25) geschlagen geben. "Die waren schon sehr gut", musste Trainer Tim Schön anerkennen, "sie haben einen sehr großen und guten Block. Außerdem war Karlsruhe in der Annahme unheimlich gut. Da haben sie eine hohe Qualität und haben so auch aus unseren guten Aufschlägen noch gute Gegenangriffe gestartet".

Allerdings sah der Krifteler Trainer auch gute Möglichkeiten, die seine Mannschaft nicht genutzt hatte. "Deshalb bin ich schon enttäuscht", meinte er, "wir haben uns ein paar Sachen gut erarbeitet, aber dann unsere Angriffe nicht genutzt. Das war schade. Ich hatte gehofft, dass wir ein bisschen cooler und befreiter auftreten würden, aber dann hatten wir bei leichten Bällen einige hektische Aktionen. Da wollten wir einfach zu viel". Von daher sprach Schön von einer "verdienten Niederlage": "Wir sollten versuchen, die paar guten Sachen aus diesem Spiel mitzunehmen."

Erstmals wieder dabei nach langer Pause war Fabian Däke. "Nachdem der Lockdown zuletzt aufgeweicht wurde, kam er wieder ins Training", berichtete sein Trainer, "er hat mich angerufen und gesagt, dass er nun wieder mit dabei sein würde. Er hat sich sehr gut fit gehalten, so dass er gleich Einsatzzeiten bekommen hat. Man hat nicht gemerkt, dass er die vergangenen drei Monate nicht mit dabei war".

Im ersten Satz setzte sich der in diesem Jahr ungeschlagene Tabellenführer nach einem ausgeglichenen Auftakt auf 10:6 ab, ehe Schön die erste Auszeit nahm. "Wir hatten dann zwei, drei gute Möglichkeiten, wo wir uns Selbstvertrauen hätten holen können", berichtete Schön, doch kam seine Mannschaft nicht näher als bis auf drei Punkte heran. "Karlsruhe ist sehr groß gewachsen bei seinen Angriffsaktionen. Wir hatten wenig Chancen, aber machen sie nicht", erklärte der Trainer, "wir hätten so drei und vier Punkte mehr machen können".

Im zweiten Durchgang waren die Krifteler bis zum 13:14 dran, dann setzten sich die Gäste mit drei Punkten in Folge ab. "Sie sind alle um die 1,90 Meter groß. Ihr Aufschlagdruck ist unheimlich groß, mit ihren bis zu 2,05 Meter großen Spielern haben sie im Aufschlag gut variiert. Wir hatten einige Situationen gegen nur einen Spieler im Block, aber auch dann haben sie immer noch geblockt", erklärte Schön.

Danach hatten die Krifteler gute Aufschläge, wo sie Gegenangriffe starten konnten. "Die Situationen waren wenig, weil Karlsruhe eine andere Liga von seiner Klasse her war. Du brauchst da etwas Glück und musst am Limit spielen", sah Schön einen ausgeglicheneren dritten Satz, in dem sein Team bis auf 22:23 herankam, aber dann doch verlor. "Wir müssen uns auf die nächsten Spiele am Donnerstag in Mainz und darauf in Delitzsch konzentrieren", resümierte Schön.

TuS Kriftel: Florentin Richter, Nils Kreitling, Marius Büchi, Jannik Weber, Florian Bonadt, Tobias Thiel, Fabian Däke, Luca Wanek, Florian Ruhm, Cedric Braetsch, Sebastian Ruhm, Markus Floren, Cajetan Richter, Sebastian Bock. Volker Hofbur

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare