Das siegreiche Team der DMV White Tigers, hinten von links: Bastian Pedersen, Julian Bielmeier, Jesper Kudsen, Teamchef Frank Bordihn Vorn: Sandro Wassermann (links) und Lukas Wegner. FOTO: goffelmeyer
+
Das siegreiche Team der DMV White Tigers, hinten von links: Bastian Pedersen, Julian Bielmeier, Jesper Kudsen, Teamchef Frank Bordihn Vorn: Sandro Wassermann (links) und Lukas Wegner.

Speedway

Der Titel ist noch drin

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
    schließen

DMV White Tigers gewinnen das Heimrennen in Diedenbergen

Diedenbergen -Es war eine rundum gelungene Veranstaltung des MSC Diedenbergen in der Rhein-Main-Arena. Vor allem sportlich konnten die Verantwortlichen der DMV White Tigers das vergangenen Wochenende auch als Erfolg verbuchen. Mit dem dritten Platz beim Rennen des MSC Berghaupten, das ebenso wie das Heimrennen am zweiten Tag beim MSC Diedenbergen stattfand, und dem Sieg dort haben die Diedenbergener gute Chancen auf den Titel.

Beim Heimrennen der Black Forest Eagles des MSC Berghaupten, das der MSC Diedenbergen wegen der Corona-Hygienebedingungen ausrichtete, belegte die Mannschaft von Teamchef Frank Bordihn mit 30 Punkten hinter Berghaupten (36) und Olching (31) den dritten Platz. Die Torros aus Güstrow konnten mit 22 Punkten nicht in den Dreikampf eingreifen. "Berghaupten war stark. Mit dem ehemaligen Diedenbergener Max Dilger, der in der Klasse bis 500 Kubikzentimeter fünf Mal startete und fünf Mal gewann, hatten sie den überragenden Fahrer", berichtete Pressesprecher Wolfgang Geiler.

Aber auch Bastian Pedersen von dem DMV White Tigers überragte. In der Klasse bis 250 Kubikzentimeter holte der 14-Jährige an der vierten Position 14 von 15 möglichen Punkten. "Er ist ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent und hat einen Dreijahres-Vertrag bei uns", freut sich Geiler. Bei Pedersen liegt das in der Familie. Sein Onkel Nicki Pedersen ist Weltmeister, sein Vater Ronni fuhr früher für den MSC Diedenbergen.

Bei den anderen Fahrer der Tigers lief es nicht so richtig rund. Sandro Wassermann erfuhr sich acht Punkte, womit er noch im Bereich des möglichen war. Julian Bielmeier und Lukas Wegner erreichten jeweils vier Punkte. "Es hätte mehr sein können, aber die Konkurrenz war stark. Bielmeier und Wegner blieben jeweils in einem Rennen ohne Punkte, weil die anderen Mannschaften auf ihren Positionen starke Fahrer hatten", resümierte Geiler.

Nur 18 Stunden später stand das "echte Heimrennen" für den MSC Diedenbergen auf dem Programm. Gegner waren die Fighters des MSC Cloppenburg, Die Torros aus Güstrow und die Wikinger aus Brokstedt. Für Lukas Wegner startete am Sonntag mit Jesper Knudsen der zweite Däne im Team der DMV White Tigers. Er rechtfertigte seine Aufstellung, denn er erfuhr zehn Punkte. "Am Samstag konnte er nicht, weil er noch in Dänemark gestartet ist. Er kam aber am Sonntag an und hat die Spitzenposition bei den 500 Kubikzentimeter-Fahrern übernommen, dadurch rutschten Sandro Wassermann und Julian Bielmeier eine Position tiefer", beschrieb Wolfgang Geiler die bessere Ausgangslage für seine Fahrer. Punktbester Fahrer war jedoch wieder Knudsens Landsmann Bastian Pedersen, der erneut 14 Punkte einfahren konnte. Da auch Sandro Wassermann und Julian Bielmeier auf ihren Positionen mit jeweils acht Zählern gut punkteten, feierten die DMV White Tigers den Heimsieg mit 40 Punkten mit doch immerhin vier Punkten Vorsprung. Zweiter wurden die Torros aus Güstrow (36), die mit Lukas Baumann den punktbesten Fahrer stellten. Dritter wurden die Fighters des MSC Cloppenburg (34), während die Wikinger aus Brokstedt mit ihren zehn Punkten keine Chance gegen die "großen Drei" hatten und Vierte wurden.

Mit diesem Sieg haben DMV White Tigers mit sechs Matchpunkten die Tabellenführung übernommen. Allerdings punktgleich mit den Black Forest Eagles aus Berghaupten, so dass die Entscheidung um den Titel erst zum Saisonschluss fallen wird. Die White Tigers haben aber acht Laufpunkte mehr erzielt als Berghaupten. Der letzte Lauf findet am 10. Oktober in Olching statt. "Auch dieses Team hat noch Chancen auf den Titel, denn Olching hat am 12. September noch ein Rennen. Wenn sie das gewinnen, würden die Bayern in Führung gehen, bei einem zweiten Platz würden sie punktgleich mit den führenden Teams sein und hätten im entscheidenden Rennen Heimvorteil. "Wir wollen unseren Vorsprung dort verteidigen", bleibt Geiler optimistisch.

Ein großes Arbeitspensum mussten die Helfer und Verantwortlichen leisten. Neben der Youth Gold Trophy, der Flattrack-Weltmeisterschaft und dem Rennen um den Super-Cup der Oldies und Gespanne, wurden auch noch zwei Rennen im Speedway-Team-Cup ausgefahren. Sowohl am Samstag wie auch am Sonntag wurden alle Rennen pünktlich abgewickelt, so dass die Zuschauer in den Genuss von Bahnsport total kamen.

"Alle Fahrer und Vereine haben die Organisation gelobt", erklärte Sprecher Wolfgang Geiler. Die Diedenbergener konnten das Rennen austragen und das komplette Programm durchziehen, weil genug Kabinen zur Verfügung standen und das Stadion groß genug ist, um für die Teilnehmer und die 500 Zuschauer die Hygienebedingungen zu schaffen. "Die Fans waren richtig heiß", berichtete Geiler, "vor dem Rennauftakt hatte es ein Dreivierteljahr keine Rennen gegeben". Volker Hofbur

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare