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Der Traum von der Profitour

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Von: Harald Joisten

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Aryan Saleh wurde im Winter ohne Satzverlust U 18-Hessenmeister. Seit seiner Kindheit gehört er dem TC Schwalbach an. FOTO: Lorenz
Aryan Saleh wurde im Winter ohne Satzverlust U 18-Hessenmeister. Seit seiner Kindheit gehört er dem TC Schwalbach an. © Hikmet Temizer

Der Schwalbacher Aryan Saleh (18) plant den Sprung aufs College

Schwalbach -Noch gut ein Jahr, dann ist er weg. Zumindest vorübergehend. So der Plan. "Ich mache nächstes Jahr mein Abitur. Wahrscheinlich gehe ich danach direkt auf ein College", sagt Aryan Saleh. In den USA will er seinem Traum vom Tennis-Profi einen weiteren Schritt näher kommen. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Und der 18-Jährige hat nicht nur Mut, er hat auch das Potenzial, das ihn an den Sprung auf die ATP-Tour glauben lässt. Im vergangenen Winter wurde er einmal mehr Hallenmeister, diesmal in der Altersklasse U 18. Er gab im Turnierverlauf keinen Satz ab. Und vergangene Woche überstand er bei einem internationalen Weltranglisten-Turnier der Junioren in Offenbach die Qualifikation. In der ersten Runde des Hauptfeldes bot er dem Franzosen Paul Barbier Gazeu, Nummer 66 der Junioren-Weltrangliste, einen guten Kampf - verlor letztlich mit 3:6, 4:6.

Im Hauptfeld beim

Weltranglisten-Turnier

Seitdem trainiert er wieder überwiegend bei seinem Vater Abdi Saleh, zugleich Cheftrainer des TC Schwalbach. Mit seinem Heimatclub startete Aryan Saleh vergangenes Wochenende in die Medenrunde. Er ist das Aushängeschild der Herren-Mannschaft in der Gruppenliga, trotz seiner erst 18 Jahre. Seine Auftaktpartie gewann er an Position eins gegen den Spanier Jordi Ribera Armengol 6:1, 6:1. "Ich hatte in den vergangenen Monaten viele Angebote von anderen Vereinen", berichtet Aryan Saleh. "Doch weil mein Vater hier Trainer ist, bin ich in Schwalbach geblieben."

Zudem trainiert der 18-Jährige regelmäßig im Leistungszentrum des Hessischen Tennis-Verbandes (HTV) in Offenbach. Er ist dankbar, unter der Woche in der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn gewisse Sonderfreiheiten zu genießen. "Mein Klassenlehrer ist gleichzeitig auch der Schulleiter. Montags darf ich etwas früher gehen, um beim HTV trainieren zu können." Sein Einzug vorige Woche ins Hauptfeld beim ITF-Turnier in Offenbach gab ihm einen weiteren Motivationsschub. "Ich habe gesehen, dass ich gegen die besten Junioren der Welt mithalten kann." Es war seine dritte Teilnahme an einem Turnier des Weltverbandes International Tennis Federation (ITF). In der Qualifikation bezwang er einen höher eingeschätzten Rumänen, obwohl die Partie schon verloren schien. "Ich habe es geschafft, das Spiel mit meiner Laufleistung im Tiebreak zu drehen", so Saleh.

In der Medenrunde trifft er auch auf gute Spieler. "Viele Gruppenligisten haben einen Ausländer an der Spitzenposition." Zudem will er weitere "gute Turniere spielen und im Sommer vielleicht noch ein ITF." Im nächsten Jahr soll es dann aufs College gehen. "Das wäre eine Option. Ich muss noch schauen, auf welches College", sagt der Schwalbacher. Einer seiner Trainer habe gute Kontakte. Sicher ist: "Ich suche eins, das mich gut auf die Profitour vorbereitet." Harald Joisten

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