Sie wollen bald wieder Handball spielen: Elisabeth Brederecke (Nr. 22) und Luisa Holtei (5) vom SV Bad Camberg sowie Pascale Heep von der HSG Eschhofen/Steeden.
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Sie wollen bald wieder Handball spielen: Elisabeth Brederecke (Nr. 22) und Luisa Holtei (5) vom SV Bad Camberg sowie Pascale Heep von der HSG Eschhofen/Steeden.

Handball im NNP-Land

Der Trend geht zum Feldhandball

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Während Tennisspieler, Leichtathleten, Golfer und sämtliche Freiluftsportler angesichts der derzeit sinkenden Infektionszahlen in Hessen sowie im gesamten Bundesgebiet und im Landkreis Limburg-Weilburg durchaus auf baldigen ordentlichen Trainings- und Wettkampfbetrieb hoffen dürfen, sieht es für die Hallensportarten nach wie vor düster bis ganz dunkel aus.

Arg gebeutelt sind beispielsweise die Handballer, die nach einem zögerlichen Saisonstart im Herbst 2020 bereits nach – wenn überhaupt – drei, vier Spieltagen wieder „einpacken“ mussten. Wir haben uns bei einigen Vereinen exemplarisch umgehört und Situationsberichte eingeholt.

SV Bad Camberg. Die Minis, E-/D- und C-Jugendspieler (unter 14-Jährige) trainieren aktuell einmal wöchentlich auf dem Sportplatz unter freiem Himmel. Der Verein bietet verschiedene Trainingsinhalte an – soweit draußen möglich, auch mit Ball. Mit der Frauenmannschaft läuft einmal wöchentlich ein Online-Training, darüber hinaus nutzen Männer, Frauen und weibliche Jugend die „Teamfit“-App, um ihre sportlichen Aktivitäten aufzuzeichnen und miteinander zu teilen. Ansonsten ruht das Vereinsleben größtenteils, doch warten alle sehnsüchtig darauf, endlich wieder loslegen zu können.

Größere Toleranz im Handball-Bezirk

Gibt es Abmeldungen im Jugend-, aber auch im Seniorenbereich? Das sei aktuell schwierig abzusehen, war zu hören. Offizielle Abmeldungen seien bislang nicht bekannt. Definitiv sehen werde man das aber erst, wenn es in die Halle geht. Kann man überhaupt schon absehen, mit welchen Mannschaften eine mögliche Saison 2021/22 gespielt werden kann? Die Meldefristen für die Jugendmannschaften sind schon durch. „Die Meldungen sind jetzt erst einmal auf Grundlage der Mannschaftsgrößen der zurückliegenden Saison erfolgt. Da von Bezirksseite aber eine größere Toleranz bei Zurückziehungen oder Änderungen angekündigt wurde, sehen wir hier kein Problem“, sagt Daniel Wagner vom SVC. „Wenn man davon ausgeht, dass alle Kinder wieder zum Handballsport zurückkehren (die Rückmeldungen sehen da bisher nicht so schlecht aus), dann sollten wir schon recht gut abschätzen können, mit welchen Mannschaften wir antreten können.“

Limburger HV. Andreas Kullmann, Trainer der 1. Männer-Mannschaft, berichtet: „Nach einer starken Vorbereitung letztes Jahr und der Vorfreude auf das erste Saisonspiel, das leider nicht stattfand, wurde es Woche für Woche ruhiger. Die Kontakte reduzierten sich auf Whatsapp-Nachrichten sowie das eine oder andere Online-Meeting. Mehr ist in den letzten Monaten nicht zustande gekommen.“ In der kommenden Saison werde der LHV zwei Männer-Teams am Start haben und weiter versuchen, im Jugendbereich wieder etwas auf die Beine zu stellen. „Hier soll – sobald es möglich ist – freitags wieder Training angeboten werden“, sagt Andreas Kullmann. „Die Jungs aus der 1. Mannschaft sind nach dem Aufstieg natürlich heiß darauf, wieder loszulegen. Ich werde in der kommenden Saison wieder die 1. Mannschaft trainieren mit Marcel Hartwig als Betreuer. Die Vorbereitung wird Mitte Juli starten, in der Hoffnung, eine Saison spielen zu können.“

HSG Eschhofen/Steeden. Jugendkoordinator Achim Schenk erklärt: „Der gesamte Trainingsbetrieb ruht noch. Allerdings befinden sich die Nachwuchsspieler sozusagen in den Startlöchern und fiebern den ersten Trainingseinheiten entgegen.“ Bestes Beispiel sei etwa die Nachfrage einer Mutter gewesen, die ihrem Filius zu Ostern einen Handball schenken wollte und nach der korrekten Größe des Balles fragte. „Überhaupt kommen aus der Elternschaft immer mehr Forderungen, dass die Kinder und Jugendlichen sich endlich wieder sportlich bestätigen sollen“, sagt Achim Schenk.

Weitere Mannschaft bei der HSG

Der Hessische Handball-Verband ermöglicht Spielern, die den Auswahlkadern angehören, unter strengsten Hygienevorschriften erste Trainingseinheiten zu absolvieren. Und was ist mit den Frauen? „Die Frauen der HSG bevorzugen das Fitnesstraining online, um in Form zu bleiben. Auch hier fiebert man der Öffnung der Sportstätten entgegen“, weiß Achim Schenk. Aktuell gebe es bezüglich der Meldungen „keine negativen Ergebnisse“. Im Gegenteil: Im weiblichen Jugendbereich werde sogar gegenüber dem Vorjahr eine weitere Mannschaft dazu kommen. Bei den Senioren geht man bei der HSG weiterhin von jeweils zwei Männer- und Frauen-Teams aus. ALOIS FRIEDRICH

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