Ihr Blick geht in die gleiche Richtung: Helmut Hampl (links) und Sven Rehde bilden ab Juli den Sport-Vorstand des TTC OE Bad Homburg.
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Ihr Blick geht in die gleiche Richtung: Helmut Hampl (links) und Sven Rehde bilden ab Juli den Sport-Vorstand des TTC OE Bad Homburg.

Tischtennis, 1. Bundesliga

Der TTC OE Bad Homburg bleibt in der 1. Bundesliga

  • vonGerhard Strohmann
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  • Thorsten Remsperger
    Thorsten Remsperger
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Nach dem Saisonabbruch in der 2. Liga gibt es in der höchsten Spielklasse keine Absteiger. Der TTC OE bastelt derweil an seinem Kader. Zwei Abgänge stehen fest.

Bad Homburg -Die gute Nachricht vorab: Der TTC OE Bad Homburg wird - Stand heute - auch in der Saison 2021/22 in der 1. Tischtennis-Bundesliga (TTBL) an den Start gehen. Nachdem das Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) im Anschluss an eine Video-Konferenz mit den Vertretern der Landesverbände am Dienstagabend den Abbruch der Saison von der 2. Bundesliga bis zur Regionalliga verkündet hat, gibt es als Konsequenz daraus in der TTBL keine Absteiger.

Der TTC Zugbrücke Grenzau und der TTC OE Bad Homburg, die nach 19 von 22 Spieltagen die beiden Abstiegsplätze belegen, genießen damit sportlichen "Bestandsschutz". Vorausgesetzt, sie erfüllen die wirtschaftlichen Voraussetzungen, die für das Lizenzierungsverfahren gelten. Die Bewerbungen müssen bis zum 28. Februar bei der Geschäftsstelle der TTBL Sport GmbH in Fulda eingereicht werden.

"Wir werden die erforderlichen Unterlagen pünktlich einreichen", ist Sven Rehde, der Sportliche Leiter des TTC OE Bad Homburg, sehr zuversichtlich, dass der letztjährige Aufsteiger auch diesmal seine finanziellen Hausaufgaben erfüllen und das Budget von knapp 200 000 Euro stemmen kann. Wenngleich die Folgen der Corona-Pandemie und das für den 20. bis 26. Juni geplante Profitennisturnier der Damen im Bad Homburger Kurpark die Akquirierung von Sponsoren gewiss nicht leichter macht.

Obere Tabellenhälfte als langfristiges Ziel

Aber Rehde wäre nicht Rehde, wenn er diese Aufgabe nicht als Herausforderung der besonderen Art interpretieren würde. Zumal ihm ab dem 1. Juli mit Helmut Hampl eine "Trainer-Legende" im Tischtennis als überaus kompetenter und bestens vernetzter Unterstützer zur Seite steht. Gemeinsam bilden Rehde/Hampl in der Saison 2021/22 den Sportvorstand des ambitionierten Clubs aus dem Stadtteil Ober-Erlenbach.

Der 20-jährige Rumäne Rares Sipos (li.) soll die Konstante im Bundesliga-Kader des TTC OE Bad Homburg werden.

Dort hat man trotz des sportlichen Stillstands mit elf Niederlagen in Serie in Sachen Personal bereits den Claim abgesteckt. Rehde: "Wir wollen mit Rares Sipos in die nächste Saison gehen und ihm einen wettbewerbsfähigen Kader zur Seite stellen, mit dem wir uns mittelfristig in der TTBL etablieren wollen." Auf Strecke betrachtet, will sich der TTC OE dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte positionieren.

Katsman und Grebnev gehen

Personelle Fluktuationen sind angesichts dieser ehrgeizigen Ziele unabdingbar. Mit Lev Katsman und Maksim Grebnev haben bereits die beiden russischen Spieler aus dem aktuellen Quintett bekanntgegeben, den Verein zu verlassen. Der 19-jährige Katsman, einer der Aufstiegsgaranten vor einem Jahr, hat einen Vertrag beim Tabellenfünften TTC Neu-Ulm unterschrieben. Dessen Trainingsgruppe unter Bundesliga-Coach Dmitrij Mazunov im dortigen Leistungszentrum gehört er seit geraumer Zeit an.

Katsmans ebenfalls 19-jähriger Landsmann Maksim Grebnev trägt bald das Trikot des Tabellenachten Post SV Mühlhausen. Auch U23-Nationalspieler Nils Hohmeier wird den Club wohl verlassen. "Über unsere Neuzugänge werden wir informieren, sobald die Verträge unterzeichnet sind", sagt Rehde. Zwischen den Zeilen lässt er anklingen, dass man auf der Suche nach Verstärkungen schon weit fortgeschritten ist.

Vor dem Hintergrund der Präsidiumsentscheidung herrscht nun also in Tischtennis-Deutschland Planungssicherheit. Für die Top-Teams der 1. Bundesliga geht es in der Schlussphase der regulären Saison noch um das Erreichen eines Playoff-Platzes, den Rekordmeister Borussia Düsseldorf als Spitzenreiter mit 32:4 Punkten bereits gebucht hat.

Den drei restlichen Partien des TTC OE kommt nur noch statistische Bedeutung zu. Am morgigen Freitag bestreitet das Schlusslicht um 19 Uhr beim TSV Bad Königshofen (7.) sein letztes Auswärtsspiel der Saison, am Sonntag um 15 Uhr schlägt Werder Bremen (9.) im "Wingert-Dome" auf.

Ob der brasilianische Spitzenspieler Gustavo Tsuboi (Einzel-Bilanz: 6:4 Siege) dann - wie geplant - letztmals in Ober-Erlenbach aufschlägt? Er wohnt in Portugal. Von dort ist die Einreise nach Deutschland wegen der derzeitigen Corona-Lage ungewiss.

Das letzte Spiel bestreitet das Team von Tobias Beck, der aufgrund seiner Verpflichtungen beim Hessischen Tischtennis-Verband am Saisonende als Trainer ausscheidet, am 20. März um 15 Uhr gegen den TTC Rhön-Sprudel Fulda-Maberzell.

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