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Der TTC OE Bad Homburg ist sportlich abgestiegen

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Von: Gerhard Strohmann

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Ohne Sieg gegen seinen Ex-Club: Lubomir Jancarik (links).
Ohne Sieg gegen seinen Ex-Club: Lubomir Jancarik (links). © Gerhard Strohmann

Schlusslicht der TTBL verliert auch gegen Mühlhausen. Dennoch hat sich der Verein erneut um Erstliga-Lizenz beworben.

Ober-Erlenbach -Das war's! Seit gestern um 16.58 Uhr steht der TTC OE Bad Homburg sportlich als Absteiger aus der 1. Bundesliga der Herren (TTBL) fest. Nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Tabellenvierten Post SV Mühlhausen aus Thüringen können die Ober-Erlenbacher bei nur noch drei ausstehenden Begegnungen den rettenden zehnten Tabellenplatz nicht mehr erreichen.

Allerdings hat der TTC OE - wie vor einem Jahr nach seiner Premieren-Saison in der TTBL - erneut ein Hintertürchen offen. Sollte kein Verein aus der 2. Bundesliga sein Aufstiegsrecht wahrnehmen wollen (an der Tabellenspitze steht der FSV Mainz 05 mit 21:7 Punkten vor Borussia Dortmund/19:7 und TV Hilpoltstein/18:10) könnte das Taunus-Team womöglich 2022/23 in seine dritte Erstliga-Runde starten.

Das Bewerbungsschreiben für eine Lizenz haben die Ober-Erlenbacher bereits eingereicht (Frist endet am 28. Februar). Anschließend läuft das Prüfungsverfahren seitens der TTBL.

TTC OE Bad Homburg: Eins aus 22, zwei aus 19

Vor einem Jahr reichte den Ober-Erlenbachern ein einziger Sieg aus 22 Begegnungen, um über das Lizenzierungsverfahren erstklassig zu bleiben. Heuer stehen nach 19 Begegnungen zwei Erfolge auf dem Konto - jedoch noch keiner in der Rückrunde, die am 16. Januar mit einem 0:3 gegen den TTC Neu-Ulm begann.

Die gestrige 0:3-Schlappe gegen Mühlhausen folgte vor 45 Zuschauern im Wingert-Dome einem inzwischen fast schon unheimlichen Gesetz der Serie. Wie schon zwei Tage zuvor am Freitag beim 0:3 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat der TTC OE in den beiden ersten Einzeln jeweils den ersten Satz gewonnen. Statt dadurch Selbstvertrauen zu tanken, haben die Gastgeber anschließend jedoch jeweils glatt verloren: Benno Oehme mit 11:6, 8:11, 4:11, 9:11 gegen den Franzosen Irvin Bertrand und Lubomir Jancarik mit 12:10, 8:11, 9:11, 12:14 gegen den Rumänen Ovidiu Ionescu.

Als dann auch noch Rares Sipos gegen den Österreicher Daniel Habesohn den ersten Durchgang mit 14:12 gewonnen hatte, schwante den Fans schon Schlimmes. Und in der Tat, der Mühlhausener setzte sich in fünf Sätzen durch, wobei er seinen zweiten Matchball zum 12:14, 11:5, 11:6, 7:11, 11:3 verwandeln konnte.

TTC OE Bad Homburg: Das letzte Heimspiel ist erst am 13. April

Mit den Auswärtsspielen beim TTC Zugbrücke Grenzau (1. März, 19 Uhr) und beim 1. FC Saarbrücken-TT (24. März, 19 Uhr) sowie dem Heimspiel gegen ASV Grünwettersbach (13. April, 19 Uhr) klingt für die Bad Homburger die zweite Bundesliga-Saison aus.

Kaum anzunehmen, dass der Japaner Yuta Tanaka in dieser Saison nochmals für den TTC OE an der Platte stehen wird. Bei Anreise ins Hochrisikogebiet Deutschland muss er nämlich in seinem Heimatland für 14 Tage in Quarantäne. Damit würde er seine Vorbereitung auf Olympia in Paris gefährden. Mit einer Bilanz von 7:3 Siegen für den TTC OE hat sich Tanaka zudem für die Topclubs der TTBL ins Gespräch gebracht.

TTC OE Bad Homburg - Post SV Mühlhausen 0:3 (4:9 Sätze): Oehme - Bertrand 1:3 (11:6, 8:11, 4:11, 9:11), Jancarik - Ionescu 1:3 (12:10, 8:11, 9:11, 12:14), Sipos - Habesohn 2:3 (14:12, 5:11, 6:11, 11:7, 3:11).

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