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Der TV Hofheim gewinnt das Spitzenspiel souverän - 5:2

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Von: Michael Löffler

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Er machte erneut ein starkes Spiel: Karl Ferdinand Nagel punktete im Einzel für den TV Hofheim. FOTO: alix nickel
Er machte erneut ein starkes Spiel: Karl Ferdinand Nagel punktete im Einzel für den TV Hofheim. © Alix Nickel

Der Tabellenführer baut seinen Vorsprung aus und kann langsam nach oben schauen

Hofheim -Der TV Hofheim ist dem Aufstieg ins Oberhaus ein Stück näher gekommen. Im Spitzenspiel der 2. Badminton-Bundesliga Süd gewann der Spitzenreiter beim bisherigen Tabellenzweiten BC Remagen überraschend klar mit 5:2. Während die Gastgeber punktemäßig leer ausgegangen waren, gab es dafür für die Hofheimer zwei Zähler.

Mit etwas Glück hätten es sogar drei werden können. Denn im letzten Match hat Johannes Grieser 2:1 nach Sätzen geführt. Im entscheidenden fünften Durchgang glich Grieser den 6:9-Rückstand zum 9:9-Gleichstand aus. Den ersten Matchball konnte er noch erfolgreich abwenden, beim zweiten gelang es ihm nicht mehr. "Es sollte nicht sein. Mein Gegner war sehr stark", meinte der 25-Jährige. Doch das wäre vielleicht auch zu viel des Guten. Denn Remagen, unterstützt von vielen Fans in der gut gefüllten Halle, war ein Gegner auf Augenhöhe. Zumindest im Herren-Bereich. Mareike Bittner und Anika Dörr waren überlegen, vor allem Dörr im Einzel gegen die junge Bundesliga-Debütantin Katharina Rohbeck. Aber schon im Mixed hielt Sarah Kämpf an der Seite von Thilo Mund gegen das eingespielte Paar Sebastian Grieser/Mareike Bittner voll dagegen.

Die Griesers mussten im hochklassigen ersten Herren-Doppel mehr kämpfen, als es das Ergebnis aussagt, das zweite Doppel David Schäfer/Sven Erik Prey verlor trotz starker Leistung. Ein Sonderlob verdiente sich der erst 19 Jahre junge Karl Ferdinand Nagel, der an die starke Vorstellung vor zwei Wochen gegen den Schwanheimer Sven Kamburg anknüpfte. "Er spielte variantenreich wie ein alter Hase", freute sich Abteilungsleiter Horst Emrich.

BC Remagen - TV Hofheim 2:5 (0:2 Punkte). Max Stage/Thilo Mund - Johannes und Sebastian Grieser 5:11, 9:11, 8:11, Sarah Kämpf/Ina Vermaßen - Mareike Bittner/Anika Dörr 3:11, 11:7, 6:11, 4:11, Tobias Mund/Oliver Schmidt - David Schäfer/Sven Erik Prey 11:3, 11:7, 5:11, 11:8, Katharina Rohbeck - Dörr 1:11, 6:11, 7:11, Stage - Karl Ferdinand Nagel 6:11, 11:13, 11:8, 7:11, Thilo Mund/Kämpf - Sebastian Grieser/Bittner 11:9, 13:15, 9:11, 7:11, Tobias Mund - Johannes Grieser 6:11, 11:9, 4:11, 11:8, 12:10.

Erfolgserlebnis für

die TuS Schwanheim

Zwei Punkte errang auch die TuS Schwanheim. Doch beim 4:3-Sieg gegen das Schlusslicht TuS Neuhofen passte nur wenig zusammen. "Natürlich hatten wir zuvor auf drei Zähler gehofft. Aber so wie sich die Mannschaft diesmal präsentiert hat, müssen wir mit den zwei Punkten hochzufrieden sein. Schließlich kamen wir um zwei Punkte dem rettenden Ufer näher", meinte Abteilungsleiter Bernd Georg, der als Ursache der schwachen Vorstellung die Nervenschwäche vermutete.

Dabei hätte die trotz wenig überzeugenden Vorstellungen erzielte 3:0-Führung bei den Schwanheimern für Beruhigung sorgen müssen. Doch davon war nichts zu sehen. Béla Arndt machte viel zu viele Fehler, um eine Chance zu haben. Die junge Nina Schäfer wirkte gehemmt und nervös, statt zu agieren, hatte sie nur reagiert. Das im Derby gegen Hofheim noch so gut harmonierende und erfolgreiche Schwanheimer Mixed Lukas Engel/Johanna Goliszewski verlor sang- und klanglos seine Partie. Die beiden TuS-Akteure waren dabei nie im Einklang. Engel spielte unorthodox, verwirrte damit aber nicht das gegnerische Mixed, sondern vor allem seine eigene Partnerin, die trotz ihrer riesigen Erfahrung nie wusste, was und wie sie spielen könnte.

Gerettet hat die Gastgeber der Kampfgeist von Daniel Schmidt. Der 41 Jahre alte Routinier, der sonst fast ausschließlich im Doppel eingesetzt wird, lag mit 1:2 nach Sätzen und mit drei Punkten im vierten Durchgang zurück. Doch dann erinnerte er sich an seine Lieblingsweisheit: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." Er fightete und holte sich mit 11:9 noch den Satz. Im fünften Durchgang führte er mit 6:2, dann merkte man ihm die Strapazen deutlich an. Ronald Huber glich zum 9:9 aus. "Zu diesem Zeitpunkt war ich fix und fertig", gestand Schmidt, der weiß im Gesicht seine letzten Kraftreserven mobilisierte und mit zwei taktisch hervorragend gesetzten Bällen die Begegnung für sich entschied.

TuS Schwanheim - TuS Neuhofen 4:3 (2:1 Punkte). Daniel Schmidt/Sven Kamburg - Timo Kettner/Ronald Huber 11:9, 13:11, 8:11, 10:12, 11:9, Johanna Goliszewski/Sophie Kister - Lea Schwarz/Daniela Kasper 14:12, 11:5, 11:2, Béla Arndt/Lukas Engel - Sebastian Gaag/Marc Bartel 11:4, 11:9, 11:7, Arndt - Kettner 3:11, 10:12, 7:11, Nina Schäfer - Schwarz 11:8, 6:11, 8:11, 6:11, Engel/Goliszewski - Bartel/Kasper 7:11, 11:5, 5:11, 9:11, Schmidt - Huber 11:6, 8:11, 7:11, 11:9, 11:8. Michael Löffler

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