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Der TV Hofheim II will in der Regionalliga Mitte bleiben

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Von: Volker Hofbur

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Sandra Emrich und ihre Teamkollegen vom TV Hofheim II wollen den Klassenverbleib in der Regionalliga Mitte sichern. FOTO: lorenz
Sandra Emrich und ihre Teamkollegen vom TV Hofheim II wollen den Klassenverbleib in der Regionalliga Mitte sichern. © Marcel Lorenz

Der Aufsteiger hält in der ausgeglichen und stark besetzten Liga einen guten fünften Platz

Hofheim -Die Badmintonspieler des TV Hofheim II stehen inmitten einer spannenden Schlussphase in der Regionalliga Südwest. Der Verein, der von einem freien Platz in der Klasse profitierte und ihn als Oberliga-Tabellenführer nach dem Abbruch der Saison bekam, steht mit einem jungen Team in einer hinter dem Spitzenreiter 1. BV Maintal (18:2 Punkte) völlig ausgeglichenen Liga mit acht Mannschaften. Der Zweite TB Andernach hat 10:10 Zähler, der TV Hofheim II als Fünfter hat 9:11 Punkte und der OTV Gera auf dem ersten Abstiegsplatz als Siebter 8:12. Selbst der Tabellenletzte Post SV Ludwigshafen hat vier Spieltage vor Schluss mit 6:14 Zählern noch alle Chancen. Enger geht es kaum.

"Wir hatten in der Hinrunde Probleme, dass wir auf den Positionen bei den Damen immer wieder verschiedene Spielerinnen zur Verfügung hatten. Meine Tochter Sandra hatte Einsätze bei der Ersten Mannschaft und war zudem verletzt, und auch Merret Jung war nicht immer verfügbar", erklärte der Hofheimer Abteilungsleiter Horst Emrich, "es ist geplant, dass Sandra nun häufiger in der Zweiten Mannschaft spielt, damit wir in der Klasse bleiben können. Auch Nils Discher, Karl Ferdinand Nagel und David Schäfer, die schon bei der Ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga gepunktet haben, sollen in der Zweiten spielen. Wir wollen unser Konzept weiterleben und deshalb den Platz in der Regionalliga halten, um einen perfekten Unterbau für die Erste Mannschaft zu behalten, denn für uns sind diese beiden Teams eine Mannschaft".

Alles steht und fällt mit der Ersten Mannschaft, die derzeit in der 2. Bundesliga Süd vor dem Gewinn der Meisterschaft steht. "Im Falle des Aufstiegs wäre damit ein sechsstelliger Betrag verbunden, wenn wir in der Ersten Liga die Klasse halten wollen. Der Unterschied ist sehr groß. Wir wären gezwungen, Leute aus der Top 50 einzukaufen", berichtet Emrich, "daher ist noch nicht sicher, ob wir das machen. Da sind wir derzeit im Abstimmungsprozess". Derzeit habe man gute Stimmung bei den Spielen in der 2. Bundesliga. Im Falle des Aufstiegs würde die Hofheimer Mannschaft auf Profis treffen, die zwei Mal am Tag trainieren, dazu kämen weitere Fahrten und auch ein finanzieller Mehraufwand - unabhängig von der Verpflichtung neuer Spieler. "Im vergangenen Jahr ist Jena aufgestiegen, die haben bis auf zwei Spiele alle mit 0:7 verloren. Es gibt einige Fahrstuhl-Mannschaften, die es probieren. Bei uns wird die Entscheidung demnächst fallen", verdeutlicht Emrich. Er verweist darauf, dass der Verein gut aufgestellt ist und in den Jugendklassen von der U11 bis zur U19 Spieler hat, die in der deutschen Rangliste Top-Positionen belegen. Dazu trainieren die Talente am Olympiastützpunkt Frankfurt, sie werden an den Förderschulen der Main-Taunus-Schule in Hofheim und der Weinburgschule in Goldstein rekrutiert, wo Sandra Emrich Lehrertrainerin ist. Marc Niemann ist am DBV-Stützpunkt in Mülheim, hat aber für Hofheim die Spielberechtigung.

Am Wochenende stehen für den TV Hofheim II die Spiele beim punktgleichen Tabellenletzten SG Anspach (heute, 18 Uhr, Adolf-Reichwein-Schule) und beim Zweiten TB Andernach (Sonntag, 10 Uhr, Kreissporthalle) an. Beide Heimspiele haben die Hofheimer mit 3:5 verloren. Für sie spricht aber, dass sie in diesem Jahr aus drei Spielen fünf der insgesamt neun Punkte geholt haben, darunter war auch der 6:2-Sieg gegen den bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer Maintal. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt schaffen", erläutert Emrich. Bis auf Lars Rügheimer, der wegen Patellasehnenproblemen weiter ausfällt, steht die beste Besetzung zur Verfügung.

Diesem Doppelspieltag folgt drei Wochen später der Abschluss der Saison. Am Wochenende des 19./20. März haben die Hofheimer gegen den Tabellenvierten Gut Muths Jena und den Vorletzten OTG Gera Heimrecht und hoffen dann, den Klassenerhalt in der Regionalliga Mitte feiern zu können. Eines steht schon fest: "Es war auf jeden Fall ein gelungenes Experiment. Unsere Spieler haben gezeigt, dass sie das Niveau für diese Klasse haben", resümiert der Hofheimer Abteilungsleiter. vho

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